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Teuerster lebender Maler Gerhard Richter ist Weltspitze

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Das ist die Nummer 1: Gerhard Richter.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mit über 80 Jahren erringt der deutsche Maler Gerhard Richter weiterhin Rekorde: Im vergangenen Jahr war er der teuerste noch lebende Maler, wie eine Bilanz zeigt. Das Gesamtvolumen des weltweiten Kunstmarktes stieg derweil leicht auf 12,3 Milliarden Dollar.

Der 81 Jahre alte Deutsche Gerhard Richter war im vergangenen Jahr auf dem weltweiten Kunstmarkt der teuerste noch lebende Maler. Dies geht aus einer Bilanz hervor, die die französische Gesellschaft zur Bewertung des Kunstmarktes, Artprice, zusammen mit ihrem chinesischen Partner Artron vorlegte. Richters Gemälde "Abstraktes Bild" kam demnach für 30,4 Millionen Dollar (rund 23,4 Millionen Euro) unter den Hammer - laut Artprice der höchste Preis, den das Werk eines Künstlers je zu dessen Lebzeiten erzielte.

Insgesamt wurden 2012 der Bilanz zufolge Werke des 1932 in Dresden geborenen Richter im Gesamtwert von 262 Millionen Dollar (rund 201,4 Millionen Euro) versteigert - dies war mehr als das Volumen des gesamten deutschen Kunstmarktes, das sich 2012 auf rund 144,5 Millionen Euro belief.

Insgesamt nahm Richter auf der internationalen Skala der teuersten Maler den fünften Platz ein - nach dem amerikanischen Pop-Art-Meister Andy Warhol (1928-1987), dem Chinesen Zhang Daqian (1899-1983), dem Spanier Pablo Picasso (1881-1973) und dem Chinesen Qi Baishi (1864-1957). Der Deutsche habe damit von der "riesigen Ehre" profitiert, die ihm im vergangenen Jahr anlässlich seines 80. Geburtstages erwiesen worden sei, heißt es in der Bilanz.

Chinesen geben weniger Geld aus

Einen Sprung nach oben machte demnach auch der Chinese Li Keran (1907-1989), dessen Werk "Mountains in Red" für umgerechnet 33,8 Millionen Euro den Besitzer wechselte. Dies war der höchste Preis, der 2012 auf dem chinesischen Kunstmarkt erzielt wurde.

Das Volumen des weltweiten Kunstmarktes stieg den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent auf fast 12,3 Milliarden Dollar (9,45 Milliarden Euro) - vor allem dank der Dynamik des Handelsplatzes New York. China, einschließlich Hongkong, blieb mit Verkäufen in Höhe von gut fünf Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) zwar immer noch der größte Kunstmarkt weltweit. Gegenüber dem Vorjahr sei das Volumen 2012 aber erstmals leicht zurückgegangen.

Die Autoren der Bilanz führen die Entwicklung nicht zuletzt auf eine "Sanierung" des chinesischen Kunstmarktes zurück. Dieser sei in den Jahren davor von "künstlich aufgeblähten Preisen" gekennzeichnet gewesen. Auch in Deutschland ist der Gesamtpreis der verkauften Kunstwerke im vergangenen Jahr zurückgegangen - um 13 Prozent auf rund 144,5 Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, AFP

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