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Star schwer traumatisiert Lady Gaga spricht über Vergewaltigungen

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"Ich hatte niemanden, der mir half", sagt Lady Gaga zurückblickend.

(Foto: REUTERS)

Im Teenageralter wird Stefani Germanotta mehrmals vergewaltigt. Die Erlebnisse sind noch nicht verarbeitet, als sie im Jahr 2008 weltweit zum Star wird. Nun spricht Lady Gaga über die dramatischen Folgen der Taten, unter denen sie auch Jahre später leidet.

Sängerin Lady Gaga erlebte mit 19 Jahren einen Albtraum. Gleich mehrmals wurde die gebürtige New Yorkerin damals vergewaltigt. Im Gespräch mit Talkmasterin Oprah Winfrey offenbarte die 33-Jährige im "The Oprah Magazine" nun die dramatischen Folgen, die in Form einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zutage traten.

"Ich wurde mehrmals vergewaltigt, als ich 19 Jahre alt war", sagte Gaga am Samstag während der ersten Veranstaltung im Rahmen von Winfreys "2020 Vision: Your Life in Focus"-Tour in Fort Lauderdale. Der Star, der mit bürgerlichem Namen Stefani Germanotta heißt, habe das Trauma nicht verarbeitet und "als Ergebnis der Vergewaltigungen" PTBS entwickelt.

"Ich hatte niemanden, der mir half, ich hatte keinen Therapeuten, ich hatte keinen Psychiater, ich hatte keinen Arzt, der mir da durchhalf", sagte die "Shallow"-Sängerin weiter. Sie sei einfach plötzlich ein Star geworden, der die Welt bereist und vom Hotelzimmer über die Tiefgarage in die Limo und zur Bühne hastet. Mit den Folgen ihrer Erlebnisse habe sie sich schlicht "nie beschäftigt".

Irgendwann fing die 33-Jährige nach eigener Aussage an, in ihrem ganzen Körper "unglaublichen, intensiven Schmerz" zu spüren. Dieser habe das schlimme Gefühl direkt nach der Vergewaltigung imitiert, so Gaga, die im Herbst 2017 bereits erklärte, an Fibromyalgie zu leiden. Dabei handelt es sich um eine chronische Krankheit, die Muskel- und Gelenkschmerzen verursacht.

Wer die US-Amerikanerin vor vielen Jahren mehrmals vergewaltigt hat, will sie nicht verraten, um ihr Trauma nicht noch einmal durchleben zu müssen. Auf der Bühne in Florida sagte sie zu Oprah Winfrey: "Das ist meine persönliche Entscheidung. Ich hoffe, dass die Welt das respektiert."

Quelle: ntv.de, hul/spot