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Missverstandenes Gewinnspiel Lehrerinnen verklagen Reese Witherspoon

Gemeinsam mit ihrer Modemarke verlost Reese Witherspoon eine begrenzte Anzahl an kostenlosen Kleidern für Lehrerinnen. An dem Gewinnspiel nehmen jedoch nahezu eine Million Frauen teil - die meisten gehen leer aus. In einer Sammelklage verlangen sie nun Schadensersatz von der Schauspielerin.

Sie wollte Lehrerinnen während der Corona-Pandemie etwas Gutes tun, doch ihr Gewinnspiel hat Reese Witherspoon nun eine Menge Ärger eingebracht. Aufgebrachte Lehrerinnen haben nun eine Sammelklage gegen die Hollywood-Schauspielerin und ihre Bekleidungsfirma Draper James eingereicht. Denn der Klage zufolge ging ihnen die Wohltätigkeit nicht weit genug - sie verlangen nun Schadensersatz.

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Zum Verständnis: Bei Instagram hatte das Modelabel Anfang April geschrieben: "Liebe Lehrerinnen, wir möchten uns bedanken. Während der Quarantäne sehen wir euch härter arbeiten als alle anderen, um unsere Kinder zu erziehen. Um unsere Dankbarkeit zu zeigen, möchte Draper James den Lehrerinnen ein kostenloses Kleid geben."

Laut der Klage, die dem Promi-Portal "TMZ" vorliegt, sollten die Teilnehmerinnen innerhalb von drei Tagen ihre persönlichen Daten - einschließlich Kontaktinformationen und sensibler Daten zum Nachweis ihrer Anstellung - an die Modelinie weitergeben. Bis zum 7. April wurden die Gewinner benachrichtigt.

Knapp eine Million Lehrerinnen klagen

Der Post stellte zwar klar, dass das Angebot gültig sei, "solange der Vorrat reicht". Knapp eine Million Lehrerinnen, die durch die Sammelklage vertreten werden, behaupten jedoch, das Angebot habe nicht klargestellt, dass Draper James nur 250 Kleider zum Verschenken auf Vorrat hatte. Sie hätten demnach - in dem Glauben, auf jeden Fall ein kostenloses Kleid zu erhalten - ihre persönlichen Daten zur Verfügung gestellt, um an einer Lotterie mit äußerst geringer Gewinnchance teilzunehmen.

Sie weisen in ihrer Klage auch darauf hin, dass die 250 zu verschenkenden Kleider für Witherspoon und ihre Firma nur "geschätzte 12.500 Dollar an tatsächlichen Kosten" betragen hätten - "zu einer Zeit, als andere Personen von Witherspoons Bekanntheitsgrad Covid-19-Opfern Millionen von Dollar anboten." In der Klage wird behauptet, die 44-jährige Schauspielerin und ihr Unternehmen hätten auch von der Bekanntmachung des Werbegeschenks profitiert - einschließlich Shout-Outs in den Fernsehsendungen "Today" und "Good Morning America".

"Diese Klage ist ein ungerechter Versuch, die guten Absichten von Draper James auszunutzen, um die Lehrergemeinschaft zu ehren, indem Hunderte von kostenlosen Kleidern geschenkt werden", sagte die Anwältin der Modefirma, Theane Evangelis, "TMZ". Der begrenzte Vorrat an kostenlosen Kleidern sei "keine Grundlage für eine Klage". Das Unternehmen freue sich darauf, "diesen Fall zu verteidigen" und hoffe auf einen Sieg vor Gericht. Zugleich sollen die Bemühungen fortgesetzt werden, "die außerordentlichen Beiträge der Lehrer in dieser Zeit der Not anzuerkennen".

Quelle: ntv.de, lri