Unterhaltung

Schluss mit Lachnummer-Loddar? Lothar Matthäus sieht sich gereift

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Nicht mehr der, der er vor zwei, drei Jahren war: Lothar Matthäus.

(Foto: imago images / Joachim Sielski)

Er ist der deutsche Rekordnationalspieler. Doch vor allem nach seiner aktiven Zeit wurde Lothar Matthäus oft belächelt. Sei es für so manchen unüberlegten Spruch, für seine rudimentären Englischkenntnisse oder für sein turbulentes Privatleben. Doch jetzt ist alles anders - findet zumindest Matthäus.

150 Mal ist Lothar Matthäus für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aufgelaufen - so oft wie bis heute kein anderer Spieler. Er wurde Weltmeister und Europameister. Von seinen Vereinserfolgen, darunter die siebenfache deutsche Meisterschaft, mal ganz zu schweigen.

Doch die sportlichen Erfolge des Franken sind nach dem Ende seiner Profi-Karriere zusehends in den Hintergrund gerückt, zumal auch seine anschließende Trainer-Laufbahn nur bedingt von Erfolg gekrönt war. Stattdessen machte Matthäus immer wieder Schlagzeilen der anderen Art.

Legendär ist so mancher Spruch des ehemaligen Kickers der Marke "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken". Auch seine durchwachsenen Englisch-Kenntnisse mit Äußerungen wie "I hope, we have a little bit lucky" sorgten für einige Lacher. Und schließlich geriet auch das Privatleben des mittlerweile 58-Jährigen mit seinen wechselnden, vorzugsweise deutlich jüngeren und aus Osteuropa stammenden Ehefrauen ins Visier.

Zurückgezogen in Budapest

Seit 2014 ist Matthäus nun in fünfter Ehe mit der 27 Jahre jüngeren Russin Anastasia Klimko verheiratet. Einen Trainer-Job hat er seit 2011 nicht mehr. In Erscheinung tritt er, wenn überhaupt, in erster Linie als Experte und Kolumnist für alle Fußballfragen.

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Ist er angekommen? Matthäus und seine fünfte Ehefrau Anastasia Klimko.

(Foto: imago/Future Image)

Das hat ihm offenbar gut getan, findet jedenfalls Lothar Matthäus selbst. "Den Lothar, über den geschmunzelt wird, habe ich in den letzten zwei, drei Jahren eigentlich nicht mehr gehört oder erlebt - auch von den Reaktionen der Leute her. Ich habe an mir gearbeitet", erklärt der ehemalige Weltfußballer nun in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Ich bin in den letzten Jahren reifer geworden - und vor allem ruhiger", fügt er hinzu.

Er sei nicht mehr so oft auf roten Teppichen oder Partys zu sehen, sagt Matthäus und fügt an: "Ich habe eine Beziehung, die stabil ist und lebe ein bisschen zurückgezogen in Budapest."

Mit Ehe Nummer fünf auf Aufholjagd

Apropos Beziehung. Auch dazu lässt sich Matthäus aus. Die Eiserne Hochzeit, die seine Eltern nach 65 Jahren Ehe gefeiert hätten, werde er wohl nicht mehr erreichen, räumt er ein. Aber: "Ich habe immer versucht, das Beste zu geben auf dem Platz. Ich habe das Beste gegeben in meinen Beziehungen. Von meiner Seite aus das Beste. Aber dann muss die andere Seite eben mitspielen." Vielleicht könne er ja mit seiner fünften Ehe in dieser Hinsicht noch einiges aufholen.

Das wünschen wir Matthäus natürlich auch von Herzen. Oder anders ausgedrückt: Wir hoffen, er und Klimko have a little bit lucky.

Quelle: ntv.de, vpr