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"Ich wollte mich umbringen" Monica Lewinsky über ihr Leben nach Clinton

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Heute ist Monica Lewinsky 45 Jahre alt und spricht erstmals ganz offen über ihre Affäre mit Bill Clinton.

(Foto: imago/Matrix)

Mehr als 20 Jahre ist es her, dass Monica Lewinsky als Affäre des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton in die Negativschlagzeilen geriet. Jetzt spricht sie in einem TV-Interview ganz offen über ihre damaligen Gefühle.

In einem Interview mit dem US-TV-Sender A&E für die mehrteilige Doku-Reihe "Die Clinton-Affäre", die ab Sonntag ausgestrahlt wird, spricht die ehemalige Praktikantin und Geliebte des einstigen US-Präsidenten Bill Clinton erstmals ganz offen über die für sie schicksalhafte Zeit Ende der 1990er-Jahre.

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Als ihre Beziehung zum damaligen US-Präsidenten bekannt wurde, zog das nicht nur eine schwere innerpolitische Krise nach sich, auch für Lewinsky brachen harte Zeiten an. Die heute 45-Jährige gibt in dem Gespräch tiefe Einblicke in ihren damaligen Seelenzustand, und noch immer fällt ihr das Sprechen darüber sichtlich schwer.

"Ich erinnere mich", so Lewinsky bewegt, "ich sah aus dem Fenster und dachte, die einzige Möglichkeit, das wieder hinzubekommen, ist Selbstmord." Und auch ihre Beweggründe, die riskante Beziehung zu ihrem Chef einzugehen, versucht sie zu erklären. Es sei für sie wichtig gewesen, dass ein Mann, der von anderen Menschen verehrt wird, sie verehre.

Die damals 22-Jährige sei auch zu dem Zeitpunkt, an dem die Affäre bekannt wurde, noch immer in den 27 Jahre älteren Clinton verliebt gewesen. "Ich fühlte mich schrecklich, hatte Angst", gibt sie zu, fügt aber auch an, die ganze Sache sei einfach falsch gewesen.

Berichterstattungen über die außereheliche Affäre führten 1998 zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Clinton durch das amerikanische Repräsentantenhaus. Dies scheiterte allerdings nach 21 Verhandlungstagen im Senat.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: n-tv.de, nan/spot

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