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Buch über ihren Kampf Muriel Baumeister legt Alkoholbeichte ab

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Muriel Baumeister hat über die schwerste Zeit in ihrem Leben ein Buch geschrieben.

(Foto: imago images / Tinkeres)

Vor zwei Jahren baut Muriel Baumeister betrunken einen Unfall. Mit im Auto sitzt damals ihre elfjährige Tochter. Für die Schauspielerin ist es der Punkt, an dem sie beschließt, endlich etwas zu ändern. Nun veröffentlicht sie ein Buch über diese schwere Zeit.

Muriel Baumeister hat 1,45 Promille Alkohol im Blut, als sie im Oktober 2016 mit dem Wagen erst eine Leitplanke und dann ein abgestelltes Fahrrad rammt. Im Auto sitzt neben ihr ihre damals elfjährige Tochter Frieda. Baumeister kann von Glück reden, dass bei dem Unglück niemand ernsthaft zu schaden kam. Jetzt hat sie über die Zeit danach ein Buch geschrieben.

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(Foto: Eden Books)

1600 Euro Bußgeld, neun Monate Führerscheinentzug - das waren die juristischen Folgen von Baumeisters Alkoholfahrt. Doch für ihr Leben hatte dieser Unfall eine viel größere Tragweite. Es änderte sich alles. "Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben" ist der Titel der im November erscheinenden Biografie der 47-Jährigen, und darin gesteht sie, dass sie lange ein Problem mit Alkohol hatte.

"Das Buch erzählt meine Geschichte, nah dran und ehrlich", so Baumeister zur "Bild"-Zeitung. "Und ja, die Leserinnen und Leser erfahren, wie ich mit meiner Patchworkfamilie klarkomme und wie ich den schwersten Kampf meines Lebens gewonnen habe - den gegen den Alkohol."

"Ich lebe ohne Alkohol"

Baumeister sagt, sie habe sich stabilisieren müssen, was einiges an Kraft gekostet habe. Sie tut das wohl vor allem für ihre Kinder Linus, Frieda und die vierjährige Ava, mit deren Vater, Regissseur Marcus Ulbricht, sie zusammen ist. Erst nach der Stabilisierung habe sie wieder angefangen zu arbeiten. "Seit eineinhalb Jahren bin ich zurück im Geschäft. Seit dem Unfall habe ich keinen Schluck mehr getrunken. Ich lebe ohne Alkohol. Komplett ohne, auch nicht zwischendurch mal ein Glas, sondern wirklich gar nichts. Ich koche auch komplett ohne Alkohol."

Sie habe kein Problem damit, wenn andere vor ihr trinken, fügt Baumeister hinzu. Nur die ersten drei Monate sei sie solchen Situationen aus dem Weg gegangen, inzwischen sei es ihr jedoch egal. "Nüchtern ist einfach besser", sagt sie. "Seit fast zwei Jahren gehe ich spätestens um halb zehn schlafen. Morgens halb sieben und BÄM, ich bin wach. Dann ist der Tag mein Freund, das fühlt sich gut an." Nur ständig anderen erklären zu müssen, warum sie nicht trinkt, falle ihr schwer. "Lustig ist, wenn die Leute so tun, als wüssten sie nicht, was damals passiert ist. Aber ich kann sehr gut über mich selber lachen und das mache ich auch sehr viel."

Quelle: n-tv.de, nan

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