Nach Epstein-VorwürfenPrinzessin Eugenie verlässt Anti-Sklaverei-Organisation

Die Eltern von Prinzessin Eugenie, Andrew Mountbatten-Windsor und Sarah Ferguson, sehen sich im Zusammenhang mit den Epstein-Files mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Nun spürt auch Eugenie zunehmend Ablehnung und verliert eine wichtige Funktion.
Prinzessin Eugenie ist als Schirmherrin der britischen Wohltätigkeitsorganisation Anti-Slavery International zurückgetreten. Das berichten britische Medien. Ihr Profil wurde bereits von der Website der Organisation entfernt. Dort wurde zuvor ihre Arbeit "in allen Bereichen mit führenden Persönlichkeiten im Kampf gegen die moderne Sklaverei" gelobt.
Die Entscheidung steht vermutlich im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Files durch das US-Justizministerium. In den Dokumenten und E-Mails geht es um die Rolle von Jeffrey Epstein beim sexuellen Missbrauch und dem Menschenhandel mit Frauen in der ganzen Welt. Mehrfach wird auch Eugenies Vater, Andrew Mountbatten-Windsor, erwähnt. Eugenie hat sich weder zu den Epstein-Akten noch zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihren Vater öffentlich geäußert. Mountbatten-Windsor weist die Vorwürfe gegen ihn zurück. Es gibt keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen Eugenie, ihre ältere Schwester, Prinzessin Beatrice, oder ihre Mutter, Sarah Ferguson.
Die Wohltätigkeitsorganisation erklärte in einer Stellungnahme: "Nach sieben Jahren endet unsere Schirmherrschaft durch Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Eugenie von York. Wir danken der Prinzessin herzlich für ihre Unterstützung von Anti-Slavery International und hoffen, dass sie sich weiterhin für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt."
Eugenie, die als Direktorin für die Kunstgalerie Hauser & Wirth arbeitet, engagiert sich seit Jahren gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel. 2017 gründete sie gemeinsam mit ihrer Freundin Julia de Boinville die Wohltätigkeitsorganisation "Anti-Slavery Collective". Im Geschäftsjahr bis zum 5. April 2025 gab die Organisation dem "Guardian" zufolge mehr als doppelt so viel für Gehälter (191.537 Pfund) wie für wohltätige Programme (97.206 Pfund) aus. Daraufhin äußerte die Charity Commission Bedenken hinsichtlich der Ausgaben.
Eugenie hatte am 18. Oktober 2019, dem Tag gegen die Sklaverei, bekannt gegeben, dass sie Schirmherrin von Anti-Slavery International werden würde. Die Organisation, die 1839 von Thomas Clarkson, einem der ersten englischen Abolitionisten, gegründet wurde, ist die älteste Menschenrechtsorganisation der Welt.