Unterhaltung

"The Voice Of Germany" - Finale Paula im Pop-Olymp

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Die 19-jährige Schweizerin Paula Dalla Corte hat Deutschlands beste Stimme.

(Foto: Claudius Pflug)

Im großen "The Voice Of Germany"-Finale glänzen eine Corona-müde Sarah Connor, ein emotional aufgeladener Laurence Duncan und ein Nico Santos im "Feliz Navidad"-Fieber. Den meisten Applaus erntet aber ein Stimmwunder aus der Schweiz.

Ein nasskalter Corona-Zoff zwischen Mark Forster und Stefanie Kloß, ein gutgelaunter Finne im "Home Office" und ein Comeback-Barde im Jubelrausch: Die Halbfinal-Schlagzeilen füllen noch überall die Gazetten, da öffnen sich im Berliner "The Voice Of Germany"-Studio bereits alle Türen und Tore für den großen Showdown. Und die Anwesenden können es auch allesamt gar nicht mehr erwarten.

Der meiste Schweiß rinnt natürlich im Backstagebereich von den Wänden. Hier treten sich die fünf aufgeregten Finalisten bereits vorfreudig auf die Füße. Nicht nur die prominenten Teamchefs, sondern auch Millionen Format-Fans daheim sind gespannt wer denn die Nachfolge von Vorjahressiegerin Claudia Emmanuela Santoso antreten darf.

Der Älteste macht den Anfang

Bis der Gewinnerthron ins Studio geschoben wird, müssen die verbliebenen Goldkehlen aber erst noch einmal alles geben und der Nation beweisen, dass sie hier und jetzt völlig zurecht im Primetime-Rampenlicht stehen. Der Älteste im Bunde macht den Anfang. Und Raus-rein-Kandidat Oliver Henrich gibt mit aufgeladenem Rock-Pop-Akku auch gleich die Richtung vor. "It's A Beautiful Day", powert der 39-jährige Bon Jovi-Klon ins Mikrofon - genau die richtige Botschaft in Zeiten wie diesen.

Begleitet von viel Rauch und Feuer tischt das Finale der "The Voice Of Germany"-Jubiläumsstaffel gleich zu Beginn mächtig auf. Und das Entertainment-Tempo wird auch in den nächsten knapp vier Stunden nur ganz selten gedrosselt.

Jubelstürme aus der Retorte

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Bon Jovi? Ach nein, Oliver Henrich.

Die Spielregeln sind ganz einfach. Jeder Kandidat darf dreimal ran: einmal im Alleingang, einmal im Coach-Duett und einmal gemeinsam mit einem eingekauften Stargast. Während das liebevoll aufgereihte Pappaufsteller-Publikum dauergrinst, dröhnen alle fünf Minuten Jubelstürme aus der Retorte durch die Boxen. Da kommt selbst in dunkelsten Corona-Zeiten beste Stimmung auf.

Nach der eröffnenden Henrich-Gala gehen auch alle anderen Finalisten in Startaufstellung. Es ist der Beginn einer musikalischen Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der jeder einzelne mindestens einmal ganz vorne im Waggon sitzt und dabei ein Klang-Highlight der ganz besonderen Art aus dem Ärmel schüttelt.

So glänzt Forsters Blaublüter Tosari Udayana beispielsweise gemeinsam mit Soul-Prinzessin Joy Denalane. Stimmwunder Paula Dalla Corte und Sarah Connor feiern schon mal vorab die erste Corona-ist-endlich-vorbei-Party. Die beiden Energiebündel Mael und Jonas lassen selbst einen alten Entertainment-Hasen wie Michael Patrick Kelly auf der Bühne alt aussehen. Und Comeback-Stage-Mitmacher Allessandro Pola duelliert sich mit ESC-Champ Duncan Laurence so intensiv am Piano, dass so manch Anwesenden die Augen feucht werden.

"Feliz Navidad, babababa…"

Auch in diesem Jahr rockt und poppt sich der hiesige Charts-Nachwuchs wieder unaufhaltsam in Richtung Pop-Olymp. Da können auch die vielen Beobachter abseits der Bühne nicht lange stillsitzen. Und so schwingt Moderatorin Lena Gercke ihre Hüften zu weihnachtlichem Gerocke aus dem Hause Mael und Jonas. Comeback-Coach Michael Schulte spielt mit Quasselstrippe Mark Forster "Stühlchen, wechsel dich!". Und welche Melodie haut Staffel-Neuling Niko Santos in die Tasten seines mitgebrachten Kinderzimmer-Keyboards? Na klar: "Feliz Navidad, babababa …"

Kurz vor dem Feste tanzt die komplette "The Voice Of Germany"-Belegschaft eine Weihnachtspolonäse. Nicht zu vergessen: Ein Sieger des Ganzen wird natürlich auch noch gekürt. Mit satten 43 Prozent der Zuschauerstimmen krallt sich am Ende Team Haber/Rea-Zugpferdchen Paula Dalla Corte den begehrten "The Voice Of Germany 2020"-Titel. Da zieht's dem großen blonden Finnen und seinem irischen Kollegen fast die schnieken Sneakers aus. Jubel, Trubel, Heiterkeit! Berlin bebt. Und die kleine Schweizer Gemeinde Tägervilen freut sich über ihren ersten echten Popstar. Wir gratulieren. Häsch guat gmacht, Paula!

Quelle: ntv.de

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