Unterhaltung

Start von "The Masked Singer" Pretty in Plüsch

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Sehnsucht nach Karneval? Hier gibt's immerhin opulente Kostüme.

(Foto: Willi Weber)

Seit wann tragen Dinosaurier Zahnspangen? Welches Wesen tanzt am Ende des Regenbogens? Und wie geht's eigentlich Dr. Alban? Beim Start der vierten "The Masked Singer"-Staffel kommen die wirklich wichtigen Fragen auf den Tisch.

Sarah Lombardi ist gefühlt gerade erst aus ihrem schneeweißen Skelett-Kostüm geschlüpft, da drängen bereits die nächsten Flauschriesen ins Rampenlicht: Ohne Angst vor Abnutzungserscheinungen laden die "The Masked Singer"-Verantwortlichen bereits zur vierten Auflage des pompös inszenierten Promi-Versteckspiels.

Auch für die neuerliche Mixtur aus Ratespaß und Karaoke-Party haben sich die Kostümbauer der Show wieder mächtig ins Zeug gelegt. Im Schnitt stecken in jedem Kostüm 200 Stunden Handarbeit. Vor diesen künstlerischen Lebenswerken verneigen sich nicht nur Moderator Matthias Opdenhövel und die zehn geheimen Promi-Kandidaten, sondern auch das mitfiebernde Rateteam im Studio. Diesmal mit dabei sind die beiden bereits erfahrenen Format-Kenner Ruth Moschner und Rea Garvey, sowie Comedian-Queen und Mitmachdebütantin Carolin Kebekus.

"Das muss Dr. Alban sein!"

Letztgenannte sorgt auch gleich für den ersten Lacher. Der eröffnende Auftritt vom Frottee-Dinosaurier mit Zahnspange ist noch keine fünf Sekunden Geschichte, da platzt es aus der kecken Komikerin heraus: "Ein singender Zahnarzt? Das muss Dr. Alban sein!" Ja, das Stimmungsbarometer schießt schon vor dem ersten Werbeblock in die Höhe.

Es wird aber auch mal wieder ordentlich was geboten unter dem Banner der goldenen Maske. Während Ruth und Carolin Ratepointen-Ping-Pong spielen und sich Rea Garvey wieder einmal mit einem bärtigem Lächeln im Gesicht mit der deutschen Grammatik duelliert, trällern sich ein schwankender Leopard mit Monokel, ein kugelrundes Pretty-in-Plüsch-Küken und ein tuffiger Glitzer-Flamingo die Stimmbänder wund.

Tapsige Entertainment-Wuchtbrummen

So manch schiefer Ton wird natürlich schnell unter den Tisch gekehrt. Was hier entscheidend ist, ist die Präsentation eines Gesamtpakets. Und diesbezüglich haben alle Kandidaten ihre Hausaufgaben gemacht. Egal ob der sportliche Stier im David-Bowie-meets-The-White-Stripes-Modus, das trippelnde Einhorn als "Wesen vom anderen Ende des Regenbogens" oder der pelzige Quokka-DJ in Gold: All die tapsigen Entertainment-Wuchtbrummen geben Vollgas und lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie alle eine Runde weiterkommen wollen.

"The Masked Singer" ist aber bekanntlich kein alles durchwinkender Kindergeburtstag. Nein, im kunterbunten Ü-Ei-Universum, entscheidet der nach Oversize-Entertainment gierende Fernsehzuschauer, wer auch in der kommenden Woche in sein Kostümchen schlüpfen darf. Ach ja, die "Wer könnte da eigentlich drinstecken"-Frage wird natürlich auch des Öfteren gestellt. So richtig spannend klingen die in den großen Ratetopf geworfenen Promi-Namen aber nicht, mal abgesehen von Dr. Alban, Kylie Minogue und Rea Garveys Mutter.

Wer steckt hinter der Schweinemaske?

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Das Schwein ist enttarnt.

(Foto: Willi Weber)

Nach einer über dreistündigen Foltersause für ausgebildete Musikpolizisten spielen die meisten Namen aber auch keine Rolle mehr. Was eine halbe Stunde vor Mitternacht nur noch allein und etwas traurig im Rampenlicht steht, ist ein Putzfimmel-Schweinchen mit heruntergezogenen Mundwinkeln. Ja, die Zuschauer haben entschieden. TV-Deutschland will wissen: Wer steckt hinter der Schweinemaske?

Nun, Senta Berger (Tipp von Ruth Moschner) ist es jedenfalls nicht. Nein, es ist Kathrin Müller-Hohenstein! Und die erste Demaskierte ist sichtlich und hörbar traurig über die Abstimmung: "Schade, ich wäre sehr gerne dabei geblieben. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Dass mich mal jemand zum singen bringt, hätte ich nicht erwartet", schluchzt die Sport-Moderatorin. Tja, während die Kollegen Opdenhövel und Co. der "Goldene Kamera"-Preisträgerin tröstend auf die rosaroten Schultern klopfen, atmet der eine oder andere Musikpolizist daheim kräftig durch. Warum auch immer.

Quelle: ntv.de