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68er-Ikone unheilbar krebskrank Rainer Langhans bereitet sich auf den Tod vor

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"Ich übe das jetzt seit 45, fast 50 Jahren, aus dem Körper zu gehen und die Erfahrung zu machen", sagte Langhans.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Rainer Langhans, eine Ikone der deutschen 68er-Bewegung, ist unheilbar an Krebs erkrankt. Ein Schock für seine Lebensgefährtinnen - nicht aber für den 80-Jährigen selbst. Angeblich übt der Ex-Kommunarde das Sterben nämlich schon seit Jahrzehnten.

Ex-Kommunarde Rainer Langhans übt nach eigenen Angaben schon seit Jahrzehnten das Sterben. "Ich übe das jetzt seit 45, fast 50 Jahren, aus dem Körper zu gehen und die Erfahrung zu machen", sagte er und sprach von einem "jahrzehntelangen Sterbenüben". Er sei "ein geistiges Wesen, ein liebendes Wesen" und die Realität setze ohnehin erst nach dem Tod ein.

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Der 80-Jährige ist nach eigenen Angaben unheilbar an Prostatakrebs erkrankt. Seine drei Lebensgefährtinnen hätten zuerst Schwierigkeiten damit gehabt, sich an seinen Umgang mit der lebensbedrohlichen Krankheit zu gewöhnen. "Die Frauen waren zunächst entsetzt und haben gesagt: Nein, du darfst noch nicht gehen", sagte Langhans. "Ich denke, sie verstehen ungefähr, was ich da versuche - dass ich sterben möchte, aber schöner. Und dass ich das Ganze als Liebesakt verstehe, den ich jetzt noch mit ein bisschen Zeit entschlüsseln und erfahrbar für mich machen möchte."

Die 68er-Ikone bezeichnet sich selbst immer wieder als "Asperger-Autist": "Diese Leute können mit dieser Welt, die hier herrscht, absolut nichts anfangen, verstehen das nicht und finden keinen Zugang zu ihr." Sie seien "totale Aliens". "Sie müssen natürlich immer danach suchen, woher sie kommen und wohin sie eigentlich gehören. Denn hierher nicht." Darum habe auch er sich schon in jungen Jahren auf die Suche gemacht und in seiner 68er-Kommune seine Welt gefunden. Dass diese Welt dann wieder zusammenbrach, könne er bis heute nicht fassen.

Quelle: ntv.de, can/dpa