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Montag, 11. Juni 2018

"Es heißt: Fuck Trump!": Robert De Niro beschimpft Trump

Die Tony Awards sind die wichtigsten Theaterpreise der Welt. Und in diesem Jahr gibt es ein klares politisches Statement: Schauspieler Robert De Niro beschimpft dabei den US-Präsidenten. Zu hören bekommen das die Fernsehzuschauer aber nicht.

Schauspieler Robert De Niro hat bei der Verleihung der Tony Awards in New York US-Präsident Donald Trump übel beleidigt. De Niro kam auf die Bühne und sagte laut Tweets mehrerer Anwesender im Raum: "Ich will nur eins sagen: Fuck Trump! Es kann nicht mehr heißen: Weg mit Trump! Es heißt: Fuck Trump!"

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Beim Fernsehsender CBS wurde der Ausschnitt am Sonntagabend nur ohne Ton übertragen. Seit Jahren werden Live-Sendungen im US-Fernsehen mit einigen Sekunden Zeitverzögerung gezeigt, damit Schimpfwörter rausgeschnitten werden können.

De Niro hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach deutlich gegen Trump Stellung bezogen. So sagte der mehrfache Oscarpreisträger im Wahlkampf 2016, dass er Trump gerne "eine reinhauen" würde. Trump sei offensichtlich dumm, sagte der Schauspieler damals, er sei ein Nichtsnutz, ein Hund, ein Schwein, ein Betrüger, ein notorischer Lügner, ein Köter, der nicht weiß, wovon er spreche.

Bei der Verleihung des wichtigsten Theaterpreises der Welt räumten ein Stück über den bekanntesten Zauberlehrling der Welt und ein ruhiges Folklore-Musical ab. Den Tony Award als bestes neues Musical gewann "The Bands Visit". Das auf dem Arthaus-Film "Die Band von nebenan" basierende und in Israel spielende Stück erhielt insgesamt zehn Auszeichnungen, darunter auch diejenigen für die beste Regie und die beiden Hauptdarsteller.

Den Tony-Award in der Kategorie bestes neues Theaterstück bekam "Harry Potter and the Cursed Child" ("Harry Potter und das verwunschene Kind"). Es erzählt die Geschichte des erwachsenen Zauberers und gewann insgesamt sechs Preise. Den Preis für die beste Wiederaufnahme eines Theaterstücks gewann das New-York-Drama "Angels in America", bestes Musical-Revival wurde das Karibik-Märchen "Once on this Island".

Zu den bekanntesten Preisträgern in den Einzelkategorien zählten Andrew Garfield (bekannt aus "Spiderman") für "Angels in America" und Laurie Metcalf ("Lady Bird") für "Three Tall Women" als beste Schauspieler in einem Theaterstück. Bruce Springsteen erhielt einen Sonderpreis für seine Konzertreihe "Springsteen on Broadway".

Quelle: n-tv.de