Unterhaltung

Erst "Playboy", dann Olympia Tokio-Hoffnungen machen sich nackig

Cover PLAYBOY 08_21.jpg

Drei Sportlerinnen, ein "Playboy"-Cover: Marie Pietruschka, Alexandra Ndolo und Lisa Ryzih (v.l.n.r.).

(Foto: Sacha Höchstetter für PLAYBOY Deutschland August 2021)

Die eine schwingt den Degen. Die andere greift den Stab. Und die Dritte stürzt sich ins kühle Nass. Was sie eint? Sie alle gehör(t)en zu Deutschlands Olympia-Hoffnungen in Tokio. Und was noch? Sie alle ziehen sich jetzt für den "Playboy" aus. Ihre Namen: Alexandra Ndolo, Lisa Ryzih und Marie Pietruschka.

Ende kommender Woche geht es los. Dann beginnen in Tokio die diesjährigen Olympischen Sommerspiele. Es werden Spiele sein, wie es sie noch nie gab. Schließlich finden sie angesichts der Corona-Krise ohne Zuschauer in den Wettkampfstätten statt.

Beim "Playboy"-Shooting mit den Sportlerinnen Alexandra Ndolo, Lisa Ryzih und Marie Pietruschka wurde sicher auch penibel auf alle Hygiene-Maßnahmen geachtet. Nur bei der Abstandsregel wurde dann doch mal eine Ausnahme gemacht, wie das Titelfoto der deutschen Ausgabe im August suggeriert. Dicht an dicht teilen sich die Athletinnen darauf ein Plätzchen auf dem Siegerpodest.

Was die drei Frauen eint, ist der Drang zu Höchstleistungen in ihrer jeweiligen Sportart. Und sicher wäre es auch der Wille, in Tokio nach den Medaillen zu greifen. Die Chance dazu haben allerdings nur Ryzih und Pietruschka. Ndolo verpasste knapp die Qualifikation zu den Spielen - da waren die Aufnahmen für den "Playboy" jedoch schon im Kasten. Und mal ehrlich: Olympia spielt bei diesen Bildern auch wirklich nur die zweite Geige.

Degenfechterin Alexandra Ndolo

Pressemotiv Alexandra Ndolo.jpg

Alexandra Ndolo schwingt den Degen.

(Foto: Sacha Höchstetter für PLAYBOY Deutschland August 2021)

Die Sportart, in der sich Ndolo eigentlich schon jede Menge Sporen verdient hat, ist das Degenfechten. Eine Silber- und eine Bronze-Medaille im Einzel hat sie bei Europameisterschaften schon gewonnen. Mit ihrer Mannschaft von Bayer Leverkusen triumphierte die 34-Jährige zudem bereits zweimal bei den Deutschen Meisterschaften.

Ganz nebenbei engagiert sich die Tochter einer Polin und eines Kenianers, die in Franken aufgewachsen ist, auch gegen Rassismus und für Kinder in Kenia. In Tokio wäre sie gern unter die ersten acht gekommen, verrät sie im Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Leider bekommt man im Leben nicht immer alles, was man will", räumt sie zugleich ein. Dass die Olympischen Spiele ohne sie stattfänden, läge auch am Qualifikationsmodus, der im Fechten "etwas seltsam" sei.

Da ist der Auftritt im "Playboy" aber doch wenigstens ein kleines Trostpflaster. "Durch das Shooting konnte ich mich von meiner sinnlichen Seite zeigen", sagt Ndolo im "Bild"-Gespräch und ergänzt: "Unsere sportlichen Körper können sich ja auch sehen lassen, oder?"

Stabhochspringerin Lisa Ryzih

Pressemotiv Lisa Ryzih.jpg

Lisa Ryzih greift den Stab.

(Foto: Sacha Höchstetter für PLAYBOY Deutschland August 2021)

Aber hallo! Das gilt natürlich auch für Lisa Ryzih allemal. Die 32-Jährige, die im Kindesalter als sibirische Aussiedlerin nach Deutschland kam, bringt es gegenüber der "Bild"-Zeitung auf den Punkt: "Stabhochsprung ist erotisch", sagt sie über ihre Sportart. Und über sich selbst ergänzt sie: "Es war für mich jetzt in meiner sportlichen Karriere der richtige Moment, dass diese Bilder entstanden sind. Ich mag meinen muskulösen Körper."

Den werden ganz bestimmt auch die "Playboy"-Leser mögen. Doch sicher genauso interessiert werden sie an Ryzihs sportlichen Erfolgen sein. Die lassen sich jedoch kaum noch aufzählen. Tatsächlich hat die in Rheinland-Pfalz lebende Stabhochspringerin schon unzählige Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen bei Meisterschaften in Deutschland, Europa und der Welt gewonnen.

Wer jedoch glaubt, das sei es bereits mit der Erotik bei Ryzih gewesen, ist falsch gewickelt. Denn auch Intelligenz macht ja bekanntlich sexy. So studierte die Spitzensportlerin in der Vergangenheit auch noch Psychologie und gab im Januar ihre Dissertation ab. "Neben dem Sport habe ich immer gern studiert und ein großes Ziel war es für mich immer, im Anschluss noch zu promovieren", erklärte "Dr. phil. Lisa Ryzih", wie sie sich selbst nennt, dazu auf ihrem Instagram-Account.

Schwimmerin Marie Pietruschka

Pressemotiv Marie Pietruschka.jpg

Marie Pietruschka springt ins kühle Nass.

(Foto: Sacha Höchstetter für PLAYBOY Deutschland August 2021)

Von einer Dissertation, sollte sie je eine anstreben, ist die Dritte im Bunde sicher noch ein Stück weit entfernt. Schließlich ist Marie Pietruschka noch 26 Jahre jung. Anders als ihre beiden Kolleginnen, die zu Lande und als Stabhochspringerin auch in luftigen Höhen zu Hause sind, ist sie zu Wasser unterwegs. Als Schwimmerin ist Pietruschkas Spezialität der Freistil.

Mit ihrer Mannschaft von der SSG Leipzig gewann sie bei den Deutschen Meisterschaften bereits die 4×200m-Freistil-Staffel. Über 200m Freistil und 200m Lagen wurde sie Vizemeisterin. Nun greift sie in Tokio nach den Sternen.

Die Auszeichnung durch den "Playboy" hat sie dagegen bereits in der Tasche. "Ich bin stolz auf meinen Körper und was ich damit erreicht habe. Ein Angebot vom 'Playboy' bekommt man sicherlich nur einmal im Leben. Ich bin in der Form meines Lebens", erklärt sie im "Bild"-Interview zu ihren "wunderschönen" Bildern im Herrenmagazin.

"Das erwartet hoffentlich keiner"

Zugleich dämpft sie die Erwartungen der Leser für Olympia ein wenig - nur in optischer, nicht in sportlicher Hinsicht, versteht sich. "Wir Schwimmerinnen laufen immer ein wenig 'undercover': Ungeschminkt, mit nassen Haaren und in Trainingsbekleidung erkennen uns die wenigsten", sagt sie und räumt ein: "Natürlich werde ich in Tokio nicht so aussehen, das erwartet hoffentlich keiner."

Ach was, das erwartet bestimmt keiner. Und auch eine Medaille wäre sicher nur die Kirsche auf der Sahnetorte der Olympia-Teilnahme. Wenn das olympische Feuer wieder erloschen sein sollte, bleibt so doch allen wenigstens eins: der Griff zum Herrenmagazin.

Weitere Motive von Alexandra Ndolo, Lisa Ryzih und Marie Pietruschka gibt es exklusiv nur beim "Playboy".

Quelle: ntv.de, vpr

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.