Unterhaltung

"Ich bin gerade fassungslos" WWM-Joker bietet Grenzschützer 500 Euro an

1804520.jpg

Günther Jauch zeigte sich am Montagabend gleich mehrfach beeindruckt.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Der Ex-Kandidat sackt geschockt im Stuhl zusammen: "Es tut mir so leid. Ich bin gerade fassungslos." Dann bietet er dem Polizisten bei "Wer wird Millionär?" Geld aus eigener Tasche an. Jauch ist beeindruckt - auch vom Riesensperma der Maus.

Das gab es bei "Wer wird Millionär?" vermutlich noch nie. Dass ein Kandidat dem hilfreichen Zusatzjoker die Belohnung verdoppelt, kommt ja ab und zu mal vor. Aber am Montagabend war es der Joker, der 500 Euro bezahlen wollte. Ex-Kandidat Mohamed Mahjoubi war das schlechte Gewissen ins Gesicht geschrieben. Denn noch ehe die Regie es offenbarte, dämmerte auch ihm: Seine Antwort war falsch gewesen. "Ich habe mich geirrt. Es tut mir so, so, so sehr leid. Ich bin gerade fassungslos", sagte Mahjoubi. Der auf 500 Euro abgestürzte Polizist Marvin Köchl bewies Haltung - wohl auch, weil es zuvor nicht gerade toll gelaufen war. Immerhin trotzte er Jauch dieses Eingeständnis ab: "Im Moment bin ich der Dödel."

Denn Köchl hatte den WWM-Gastgeber geschickt dazu gebracht, ihm die richtige Antwort zu verraten. Der Polizeimeister von der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen hatte bei der 1000-Euro-Frage geschwankt, ob Aschenputtel Linsen oder Bohnen sortieren musste. Er wollte deshalb den 50:50-Joker ziehen. Was soll denn stehenbleiben?, fragte Jauch. Bohnen und Mais, wünschte sich der 29-Jährige und fragte treuherzig: "Meinen Sie, das klappt?" "Nein, klappt nicht", tappte Jauch in die Falle. "Dann nehme ich die Linse", schlug der Grenzschützer rasch zu. "Ganz doof ist er doch nicht", musste der RTL-Moderator feststellen. "Er hat Sie reingelegt", attestierte ihm auch die Regie per Einblendung auf seinem Bildschirm.

Polizist rasselt dreimal durch Führerscheinprüfung

Genützt hat es Köchl am Ende wenig. Der Polizeimeister wäre womöglich auch ohne den Kandidatenjoker-Lapsus nicht besonders weit gekommen. Er hatte bereits in der 200-Euro-Runde Schwächen gezeigt und bei der 500-Euro-Frage den ersten Joker gezogen. Vielleicht waren es die Nerven. Die hatten den Kandidaten aus Dinslaken bereits bei der praktischen Führerscheinprüfung im Stich gelassen. Erst war er bei Rot losgefahren, dann hatte er im Kreisverkehr den Bordstein "minimal" mitgenommen (Fahrlehrer: "Da hätte jetzt auch eine Mutter mit Kind stehen können"). Beim dritten Versuch würgte er auf der Autobahnauffahrt den Wagen ab. Der rollte weiter, weil der Fahrschüler die Bremse nicht fand. "Da konnte ich am Rastplatz gleich wieder aussteigen", erzählte der Polizist. Selbst heute ist es seiner Fahrgemeinschaft-Kollegin übrigens am liebsten, wenn sie selbst hinter dem Steuer sitzt.

Geschichten wie diese sorgten auch im Studio für Lacher. "Ich war ja schon ein paar Mal hier als Kandidatenjoker und muss sagen: Sie waren bislang der Amüsanteste, ich gönne Ihnen alles", lobte Mahjoubi. Er wollte Köchl bei der Frage helfen, bei welcher Sportart auf dem Spielfeld fünf Kreise mit einem Durchmesser von je neun Metern zu finden sind: American Football, Handball, Eishockey (korrekt) oder Badminton. Der Grenzschützer tendierte zum American Football. Der sonst sehr sichere Mahjoubi bestätigte die falsche Tendenz.

"Es bringt jetzt nicht viel, aber ich würde das gern zumindest verdoppeln, also 500 Euro von mir geben. Es tut mir wirklich sehr leid", bot der Joker an. "Eine tolle Geste", fand Jauch. "Alles gut, ich bin Ihnen nicht böse", beruhigte Köchl Mahjoubi. "Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause." Womöglich hat sich aber lieber sein Begleiter, sein jüngerer Bruder, hinters Steuer gesetzt. Richtig rund lief es auch nicht bei Torben Kapp. Der 27-Jährige arbeitet in der Marketingabteilung bei der Bremer Stadtreinigung und schaffte es, bis zur 8000-Euro-Frage alle drei Joker zu nehmen. Beim Sperma aber hatte er dann den richtigen Riecher.

Mäusesperma: Doppelt so groß wie bei Elefanten

Kapp zockte bei der 16.000-Euro-Frage, dass bei Hausmäusen die Spermien und nicht etwa das Gehirn oder die Anzahl der Rippen mehr als doppelt so groß sind wie bei Elefanten. Mit dieser beherzten Vermutung rettete sich der Bremer zur Sicherheitsstufe. Jauch erklärte: Bei kleinen Tierarten sind große, schnelle Spermien von Vorteil. Bei großen Tieren würde hingegen weniger die Geschwindigkeit, sondern eher die Anzahl der Spermien darüber entscheiden, ob die Eizelle befruchtet wird. Einen Aha-Moment hatte so mancher Zuschauer auch in der Runde für 64.000 Euro. Die Redensart "auf 180 sein" bezieht sich laut Duden nicht auf die Pulsfrequenz. Vielmehr soll die Geschwindigkeit in km/h verdeutlichen, dass jemand geradezu rasend vor Wut ist. Die Redewendung sei vermutlich um 1900 aufgekommen, berichtete Jauch. "Damals hieß es aber: Jemand ist auf 80, wurde dann mit den schneller werdenden Fahrzeugen erhöht."

Der Kandidat hatte zur Pulsfrequenz tendiert, war aber zum Glück mit 32.000 Euro ausgestiegen. Über 64.000 Euro freute sich Überhangskandidatin Tina Krahe aus Hamburg. Einen Teil des Gewinns steckt sie womöglich in einen Ein-Personen-Fahrstuhl für ihr Mehrfamilienhaus. Den gebe es bereits für 40- bis 50.000 Euro, berichtete die Werbefachfrau, die im vierten Stock wohnt. Jauch konnte bei dem Thema mitreden. "Das gibt es mittlerweile auch für Senioren innerhalb der Wohnung. Wie in so einem Kamin, fahren die immer hoch und runter. Sieht sehr spacig aus. Vom Schlafzimmer direkt im Negligé ins Wohnzimmer. Großartig."

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen