Bücher

Autor von "Unbequeme Liebe" Günter Görlich gestorben

Günter Görlich war einer der meistgelesenen Schriftsteller der DDR. In seinen Werken widmete er sich den Alltagsproblemen der Menschen im Ostteil Deutschlands. Gleichzeitig war er aber auch in den 1980er Jahren Mitglied des SED-Zentralkomitees.

1.jpg

Günter Görlich (1928-2010)

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Schriftsteller Günter Görlich ist tot. Er starb am 14. Juli im Alter von 82 Jahren in einem Hospiz im Berliner Stadtbezirk Lichtenberg. Von Görlich, der in der DDR sehr bekannt war, stammen Werke wie "Unbequeme Liebe", "Den Wolken ein Stück näher" und "Eine Anzeige in der Zeitung".

Zweimal bekam der Schriftsteller den Nationalpreis der DDR und war 1974 "Held der Arbeit". Görlich griff in schnörkelloser Sprache Alltagskonflikte in der DDR auf und fand große Leserresonanz.

Geboren wurde der Schriftsteller 1928 in Breslau. Im Krieg war er wie viele junge Männer seiner Generation Flakhelfer. Nach seiner Entlassung aus sowjetischer Gefangenschaft war er zunächst Volkspolizist, Bauarbeiter und Erzieher. 1955 wurde er SED-Mitglied.

Görlich studierte Literatur am Institut Johannes R. Becher in Leipzig. 1958 erschien sein erstes Jugendbuch, "Der schwarze Peter". 1963 hatte er einen Romanerfolg mit "Das Liebste und das Sterben". Von 1969 bis 1989 war Görlich Vorsitzender des Berliner Schriftstellerverbandes. In den 1980er Jahren gehörte er zum Zentralkomitee der SED. Seit 1990 veröffentlichte Görlich Kinder- und Jugendbücher.

Nach Angaben seiner Frau war der Schriftsteller seit Oktober schwer krank. Die Beisetzung ist am 10. August auf dem Friedhof der Gemeinde Georgen-Parochial an der Landsberger Allee in Berlin geplant.

Quelle: ntv.de, dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen