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"Wer wird Millionär?"Brutaler Absturz schockt alle Kandidaten

09.01.2026, 00:07 Uhr
imageVon Nina Jerzy
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"Die 16.000 haben Sie - mindestens bis morgen": Günther Jauchs Prognose an Tag vier der "3-Millionen-Euro-Woche" wird nicht wahr. Stattdessen stürzt Grundschullehrerin Anna-Lena Spanier so brutal ab, dass es andere Kandidaten mit der Angst zu tun bekommen.

Eine Scheidung ist teuer, besonders für eine dreifache Mutter. Vielleicht deshalb ging Grundschullehrerin Anna-Lena Spanier bei Günther Jauch auf volles Risiko. Der Einzug ins Finale der großen "3-Millionen-Euro-Woche" war der Kandidatin aus Schwabering in Oberbayern einfach nicht genug. Dabei hatte Jauch sie wiederholt gewarnt.

Spanier hatte bei "Wer wird Millionär?" (WWM) die Risikovariante gewählt. Sie fuhr damit zunächst sehr gut. Denn die sehr nervöse Kandidatin zog bei der 4000-Euro-Frage bereits den ersten Joker und brauchte in jeder der folgenden Runden eine Hilfestellung. Mit der Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro wäre die Lehrerin aber womöglich sofort um 15.500 Euro reicher und außerdem direkt im Finale gewesen.

Grundschullehrerin riskiert alles

Ihr letzter Joker lockte Spanier leider schnurstracks in Richtung Absturz. Jauch wollte für 32.000 Euro wissen, welche sehr berühmten Großväter ein 2024 geborener Junge namens Ronin hat. Spaniers Telefonjoker tippte auf den Musiker Bob Marley und den Surfer Robby Naish. Seine Aussage "sehr sicher schon" reichten der bei der Frage völlig ahnungslosen Pädagogin, um alles auf eine Karte zu setzen.

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"Nein, scheiße", fluchte Anna-Lena Spanier. (Foto: RTL)

"Also, im Finale sind Sie", bilanzierte Jauch mit Blick auf die 16.000 Euro. Diese Summe war Voraussetzung für den Einzug in die Endrunde am Freitag und die Aussicht auf den WWM-Rekordgewinn. "Ich weiß", erwiderte Spanier. Jauch bekräftigte seine Tendenz, doch lieber auf Nummer sicher zu gehen: "Die 16.000 haben Sie - mindestens bis morgen."

Der Moderator startete einen letzten Versuch, um die Kandidatin zu retten. Er zählte ihre Möglichkeiten auf: "Sie schaffen es auf 32.000, Sie knallen runter auf 500 oder Sie haben die sicheren 16.000 und können sich dann diese Nacht noch ein bisschen überlegen." Spanier wusste zwar nicht, wer Naish war - loggte aber plötzlich kurzentschlossen die falsche Antwort ein.

Richtig waren Nirvana-Frontmann Kurt Cobain und Skate-Legende Tony Hawk. "Nein, scheiße", machte die Mutter dreier Kinder im Alter von zwei bis neun Jahren, die gerade geschieden wird, aus ihrem Entsetzen keinen Hehl. Jauch kommentierte den Absturz kurz und knapp: "Kann man nichts machen." So viel sei verraten: Die "3-Millionen-Euro-Woche" war damit für die Unglückskandidatin überraschenderweise noch lange nicht abgeschrieben.

Spiel um den Rekordgewinn

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War nach der Pleite ihrer Vorgängerin lieber vorsichtig: Ellen Zarghami. (Foto: RTL)

Spaniers Absturz steckte ihrer Nachfolgerin auf dem heißen Stuhl, Ellen Zarghami, noch in den Knochen. "Ich habe eben so einen Schreck gekriegt", sagte die letzte Kandidatin des Abends und stieg deshalb lieber bei der 32.000-Euro-Frage aus. Dabei hatte sie in dieser Runde ihre letzten zwei Joker gesetzt und ihr Helfer am Telefon bestätigte ihre eigene, richtige Tendenz.

Die pensionierte Lehrerin, die jetzt Migrantenkindern Deutsch beibringt, scheint aber im Finale mit der Aussicht auf einen WWM-Rekordgewinn noch einiges vorzuhaben. Entsprechend gelassen nahm sie es hin, als Jauch verkündete: Wie von ihr und ihrem Joker vermutet, kommen die sogenannten Rutscher nicht bei Golf-Wettkämpfen, sondern im Ski alpin zum Einsatz.

Die 125.000 Euro von Carolin Schönknecht-Albinus vom Mittwoch blieben am Tag vor dem Finale für alle in weiter Ferne. Die höchsten Summen schafften in diesem Lehrer-Special mit jeweils 32.000 Euro Johannes Vorspohl aus Herbern sowie Jan Patrick Meister aus Kassel. Vorspohl ging mit allen vier Jokern in die 32.000-Euro-Runde. Dort musste der selbst erklärte Besserwisser zu seinem Glück gezwungen werden.

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Johannes Vorspohl hatte bei den beliebten deutschen Vornamen zwar den richtigen Riecher, vertraute aber weder sich selbst noch seinem Telefonjoker. (Foto: RTL)

Der Deutsch- und Geschichtslehrer an einer Gesamtschule war nach dem 50:50-Joker überzeugt: In die Top 10 der beliebtesten Vornamen für Jungen in Deutschland hat es 2024 erstmals nicht "Theo", sondern "Wilhelm" geschafft. Diese Statistik der Gesellschaft für deutsche Sprache wird seit 1977 veröffentlicht.

Vorspohl hatte eine deutliche Tendenz, befragte aber erst einmal einen Zusatzjoker. Der Herr gab auf Jauchs obligatorische Frage nach seinem Beruf eine der besten Antworten der WWM-Geschichte.

"Ich habe eine Farm in Afrika"

"Ich habe eine Farm in Afrika", antwortete der Herr aus Ulm und sorgte damit im Studio für leichte "Jenseits von Afrika"-Stimmung. Der Besitzer einer Kaffeefarm in Uganda votierte eindeutig für "Theo", konnte das aber nicht großartig begründen. "Es überzeugt mich eigentlich komplett nicht", machte Vorspohl aus seiner Skepsis keinen Hehl. Denn er kenne viele Theos. Seine Theorie: Der Name war schon vor 2024 in der Rangliste vertreten.

Zum Glück zog der Lehrer noch den Publikumsjoker. Die Zuschauer stimmten zu 75 Prozent für "Theo". Eher widerwillig beugte sich der Kandidat daraufhin der Mehrheitsmeinung - und konnte befreit aufatmen. Der Zusatzjoker hätte ihm womöglich auch bei der 64.000-Euro-Frage weiterhelfen können. Da sollte Vorspohl wissen, dass ein "Big Tusker" ein Elefant mit XXL-Stoßzähnen ist. Er stieg jedoch vorsichtshalber aus.

Ebenfalls zwei Joker wiesen anschließend Jan Patrick Meister bei der 64.000-Euro-Frage in die richtige Richtung. Der Kasseler, der bei der Bundespolizei Deutsch, Sport und Verfassungsrecht lehrt, ging dennoch auf Nummer sicher. Zuvor hatte er die 32.000-Euro-Frage souverän ohne Hilfe gemeistert. Der 37-Jährige wusste, dass der neuseeländische Blobfisch ein äußerst hässliches Tier ist.

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Jan Patrick Meister kennt sich mit Blobfischen bestens aus. (Foto: RTL)

In der nächsten Runde wurde gefragt, was ein Standardmaß von 220 x 125 x 80 mm und ein Fassungsvermögen von etwa 2,2 l hat: Kotztüten, Müllbeutel, Brötchentüten oder Turnbeutel? Sowohl der Zusatz- als auch der Telefonjoker tippten auf die Kotztüten. Meisters Bauchgefühl stimmte zu, aber auch er wollte den Einzug ins Finale und die Aussicht auf drei Millionen Euro nicht verpassen.

Falsche Antwort wird nicht eingeloggt

In dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?" konnten sich abgesehen von Spanier alle Kandidaten auf dem heißen Stuhl für die Chance auf den Rekordgewinn qualifizieren. Die Mindestsumme erspielte sich zu Beginn der Sendung Kilian Sasse aus Jena. Dabei hätte der Realschullehrer für Geschichte und Englisch streng genommen eigentlich bei der 4000-Euro-Frage rausfliegen müssen.

Jauch wollte wissen, wie viel Babys in Deutschland bei der Geburt meistens wiegen. Der Kandidat war im Grunde ahnungslos, legte sich aber kurzerhand auf die leichteste Variante mit 2000 bis 3000 Gramm fest: "Ich sage, es ist Antwort A." Trotz der klar formulierten Aussage loggte die Regie nicht ein. Mehr noch: Jauch ließ sogar den Vater des Kandidaten helfen.

Der verriet: Sasse hat bei der Geburt stramme 4800 Gramm auf die Waage gebracht. Damit ließ der Lehrer natürlich von seiner falschen Antwort ab und befragte das Publikum. Das votierte zu 98 Prozent für 3000 bis 4000 Gramm. Noch ehe das eingeloggt wurde, erkundigte sich Jauch, ob eine Hebamme im Publikum als möglicher Zusatzjoker zur Verfügung stünde.

Bei dem Finale der großen "3-Millionen-Euro-Woche" soll endlich der Rekord von Nadja Sidikjar eingestellt werden. Sie hatte im November 2015 im zweiten Jackpot-Special 1.538.450 Euro geholt. Schon über einen regulären Millionengewinner würden sich Fans der Rateshow freuen. Die Hauptsumme wurde zuletzt am 24. März 2020 von Ronald Tenholte geholt. Damit durchlebt "Wer wird Millionär?" aktuell die längste Durststrecke seiner Geschichte. Die größte Pause davor lag zwischen Leon Windscheid (7. Dezember 2015) und Jan Stroh (2. September 2019).

Quelle: ntv.de