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Viel gewollt, wenig gekonnt Der Franken-"Tatort" im Schnellcheck

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Voss (Fabian Hinrichs, r.) und Ringelhahn (Dagmar Manzel, 2.v.r.) stellen den Tathergang mit einer Verdächtigen nach.

(Foto: ARD)

Und das an ihrem Geburtstag: Eine erfolgreiche, aber einsame Immobilienmaklerin bekommt am Ende ihres Ehrentags kein Yes-Törtchen mit Kerze, sondern ein Sushimesser in den Bauch. Die Nürnberger Kommissare ermitteln in einem Fall, der gerne so richtig groß wäre.

Das Szenario

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Mordwaffe: Sushimesser.

(Foto: ARD)

Die Immobilienmaklerin Babs Sprenger (Anna Tenta) wird an ihrem Geburtstag in ihrer eigenen Wohnung mit einem Sushimesser ermordet. Die Nürnberger Kommissare Voss (Fabian Hinrichs) und Ringelhahn (Dagmar Manzel) nehmen die Ermittlungen auf und finden bald heraus, dass Sprenger nicht nur eine erfolgreiche Geschäftsfrau war, sondern auch sehr einsam: Nachts trieb sich die attraktive 42-Jährige deshalb auf gleich mehreren Datingplattformen herum und servierte ihre Lover offenbar noch schneller ab, als sie sie aufriss.

Voss und Ringelhahn stöhnen schon wegen der Masse an potenziellen Verdächtigen, als sich eine Kollegin von Sprenger stellt: Theresa Hein (Anja Schneider) will die Maklerin ermordet haben, hat aber kein klares Motiv und bei der obligatorischen Nachstellung des Mordes auch nicht genügend Täterwissen. Wen will Hein schützen - und warum?

Die eigentliche Botschaft

Regisseur und Autor Max Färberböck möchte die ganz großen Fässer aufmachen: Es geht um Vergänglichkeit, um die (vergebliche) Suche nach dem großen Glück - und um die große Frage, was Liebe in Zeiten der Digitalisierung eigentlich noch wert ist.

Darüber wird in der Mittagspause geredet

An welcher Stelle des Films man eingeschlafen ist.

Der Plausibilitätsfaktor

Die teils katastrophal besetzten Nebenrollen und das wirre Drehbuch sorgen dafür, dass bis auf das Motiv - Mord aus Liebe - an diesem Streifen kaum etwas einleuchtend ist.

Die Bewertung

5 von 10 Punkten. "Die Nacht gehört dir" verspricht vieles und löst kaum etwas davon ein - nur der gut gemachte Schluss bewahrt diesen "Tatort" vor noch schlechteren Noten.

Quelle: ntv.de