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Let's Dance - Show 2 "Sanitäter!" - Rúrik entflammt das Parkett

Valentina Pahde legt die Messlatte ganz weit hoch, Auma Obama tanzt "stolz, flott und schnell" und Kai Ebel wird zur Sexbombe. Gehen muss nach der zweiten Show jemand, den die Jury in der Vorwoche noch ganz weit vorne sah.

"Sanitäter! Schnell! Jorge ist fertig!", ruft Llambi frotzelnd. Der sitzt in der Tat mit halb offenem Mund da und staunt, während Motsi aufspringt und applaudiert. Okay, wir sehen es selbst: Rúrik Gíslason ist nicht nur der Traum jeder Schwiegermutter, er ist auch ein phantastischer Tänzer. Bereits nach so wenigen Wochen glaubt Motsi nach seiner Darbietung eines Wiener Walzers, dass der Ex-Fußballer nicht nur in "einer ganz anderen Liga spielt", sondern "der beste Tänzer" werden könnte, den "wir hier je hatten". Ein Teil der Jury hat "die Erde verlassen", Jorge träumt von den "Fifty Shades" of Rúrik und vielleicht, liebe "Let's Dance"-Fans, haben wir hier bereits den Gewinner dieser Staffel gesehen.

Im Grunde - so meint man zumindest - ist Rúrik und Renatas Performance nicht mehr zu toppen. Aber dann kommt Valentina Pahde und schwebt mit einer elfenhaften Leichtigkeit übers Parkett, dass man ihr unverzüglich die Zehn-Punkte-Kellen zuwerfen möchte. Jorge springt auf und stürmt ihr frenetisch entgegen. Dabei zählt der Quickstep, den die Schauspielerin mit ihrem Valentin zum Besten gab, zu den Tänzen, bei denen sie zuvor eher ein ungutes Gefühl hatte. Müssen jetzt die 11-Punkte-Kellen erfunden werden? Eine Überlegung wäre es wert.

Pahde heimst nicht nur die volle Punktzahl ein, sondern sie rührt auch die Zuschauer, als sie plötzlich in Tränen ausbricht, weil all der Druck des Trainings von ihr abfällt. Man merkt immer wieder, was so "easy" wie bei Valentina aussieht, ist in Wahrheit harte Arbeit.

Der Befreiungsschlag einer Powerfrau

Wir zählen erst Show Nummer 2, aber die Latte hängt bereits mächtig weit oben. Jorge sieht dieses Mal übrigens "ziemlich normal aus". Seine grünen Kontaktlinsen leuchten fast so schön wie so mancher "Rohdiamant" und von Moderatorin "Vicky" erhalten wir einen phänomenalen Tipp, wie lässig Abstand halten geht: einfach einen glamourösen Tellerrock tragen.

Zu den Gewinnern dieser Show gehört auch Auma Obama. "Es ist so schön, ich habe keine Worte. Es ist, als wenn ich mich anschaue", sagt Motsi nach ihrer Salsa und ist dabei zu Tränen gerührt. Die Frau, die eine solche Strahlkraft hat, aber leider immer wieder auf ihren berühmtem Bruder reduziert wird, tanzt so voller "Lebensfreude", dass man sich nur eines wünscht: keine Vergleiche mehr mit Barack. Hier tanzt Auma, "stolz, flott und schnell". Diese Salsa war definitiv "der Befreiungsschlag" einer Powerfrau.

Jede Menge Power steckt auch in ihm: "Prince Charming" Nicolas Puschmann. Der 29-Jährige, der erstmals in der Ära von "Let's Dance" mit einem Mann tanzt, gibt seinem Tango eine solche Hingabe, dass abermals so manche Träne kullert. Das Schöne an ihm und seinem Partner Vadim ist vor allem diese Selbstverständlichkeit, mit der die beiden tanzen. Voller Leidenschaft und mit Herz. Keine Klischees, kein Gehabe. Man sieht einfach nur zwei Menschen, die das, was sie machen, lieben. Und das ist, worauf es ankommt. In der Show, wie auch im Leben.

Senna "behäbig", Kai als "Sexbomb"

Bei Senna Gammour hingegen wirkt Vieles noch sehr "behäbig". Die Jury sieht bei ihrem Jive "viele kleine Unfälle (…) und sehr viel gelaufene Figuren außer Takt". Die Sängerin fragt, ob es denn auch etwas Positives zu sagen gäbe? Twitter spottet: "Dass sie bald geht".

Bei einigen Promis ist man hin und hergerissen. Erol Sander zum Beispiel bringt alles mit, was man als guter Tänzer haben muss. Aber leider bewegt auch er sich eher im unteren Punktefeld, genauso wie Ex-Tagesschausprecher Jan Hofer, der zwar eine "zu 80 Prozent rhythmische" Rumba zeigt, aber von dem sich die Jury noch "mehr Dynamik" wünscht. Vielleicht kann er sich die ein bisschen von Kai Ebel abschauen. Der Sportreporter tanzt zwar auch keinen perfekten Cha-Cha-Cha, bietet aber "echtes Fernsehentertainment". Wer zu "Sexbomb" von Tom Jones die Hüften kreisen lässt, hat ohnehin gute Chancen das Ding "zu rocken".

Zumindest "obenrum" gelingt das auch Ilse DeLange. Die Musikerin, die stets eine Warmherzigkeit ausstrahlt, dass man sie auf der Stelle herzen möchte, tanzt eine Rumba. Ja, gut, es gibt ein paar kleine Patzer, aber dafür lobt die Jury "die tolle Atmosphäre".

Geh mal Schnaps holen!

Die ändert sich schlagartig nach dem Quickstep von Mickie Krause. Der Musiker hat nämlich eine Pulle Korn angeschleppt und schwupp, ist das Saufgelage in vollem Gange. Llambi kippt sich fröhlich zwei, drei Kurze hinter die Binde, auch Hartwich darf sich nicht drücken und vielleicht führt das ja auch zu einem neuen Ballermann-Song: "Geh mal Schnaps holen, du tanzt schon wieder hässlich." Man muss sich an diesem Punkt aber auch Kritik gefallen lassen. Jorge nämlich weigert sich, den Korn zu trinken und wird per Applaus zum Picheln animiert. Wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst, aber jemanden zum Saufen nötigen, ist mehr als nur uncool.

Abtanzen musste leider Kim Riekenberg. Obschon das Model mit Pavel "Pasha" Zvychaynyy "einen der besten Tänzer der Welt an ihrer Seite hat" und noch in der Vorwoche so gelobt wurde, konnte sie diesmal nicht überzeugen.

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Bis nächsten Freitag! Da beginnt übrigens schon die erste Mottoshow.

"Let's Dance" ist immer freitags um 20.15 Uhr bei RTL zu sehen. Zudem ist die Sendung jederzeit auch bei TVNOW abrufbar. Weitere Informationen zur Show gibt es bei RTL.de

Quelle: ntv.de

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