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Wieder was gelernt Aus Corona-Schulden wachsen wir raus

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(Foto: imago images/Future Image)

Die Wirtschaft bricht wegen der Corona-Krise dramatisch ein. Die Bundesregierung beerdigt deshalb die Schwarze Null und nimmt neue Schulden auf. Ist das der richtige Weg, um die Wirtschaft nach Corona wieder auf Kurs zu bringen?

Darum geht es in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Der ausgeglichene Haushalt war gestern, inmitten der Corona-Krise nimmt Bundesfinanzminister Olaf Scholz Geld in die Hand, um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu retten. Das muss er tun, sagt Wirtschaftshistoriker Carl-Ludwig-Holtfrerich von der Freien Universität Berlin. Der Einbruch sei schon jetzt größer als in der Finanzkrise vor gut zehn Jahren.

"Der Einbruch hat Ähnlichkeiten mit den großen, die bei uns in Deutschland, aber auch weltweit, nach 1929 stattgefunden haben. Insofern kann man das vergleichen. Es gibt aber einen Unterschied, und zwar hat in Deutschland damals die Regierung von Reichskanzler Brüning dagegen gespart und meinte, man müsse die Ausgaben kürzen, wenn weniger Steuereinnahmen fließen. Das hat wesentlich zur Verschärfung der großen Krise beigetragen. Das wird heute anders gehandhabt."

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 6,3 Prozent schrumpft. Nach dem Zusammenbruch der Weltbörsen 1929 war sie um 6,7 Prozent eingebrochen. In der Folge gab es Millionen Arbeitslose, sinkende Steuereinnahmen und implodierende soziale Sicherungssysteme. Die wirtschaftliche Lage verschlimmerte sich in den Folgejahren noch mehr und endete schließlich in der Machtergreifung der Nazis 1933.

Warum die Bundesregierung die Corona-Krise mit neuen Schulden abfedern will, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Was passiert, wenn es keinen Impfstoff gibt? Warum werden Pandemien immer wahrscheinlicher? Was bedeutet die Corona-Krise für die deutschen Brauereien? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks