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Wieder was gelernt - Folge 106 FDP plant Radikalumbau von ARD und ZDF

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Jeder Haushalt zahlt jeden Monat 17,50 Euro für ARD und ZDF - die meisten nicht besonders gerne. Wie hoch der Rundfunkbeitrag ab 2021 sein wird, ist noch offen, aber wahrscheinlich brauchen die Sender mehr Geld. Die FDP sieht dagegen viel Raum zum Sparen, wenn man den öffentlich-rechtlichen Rundfunk radikal umbaut.

Wie die Pläne aussehen, erfahren Sie in dieser Folge von Wieder was gelernt. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug. Die ARD wird in einem zweiten Teil bald die Möglichkeit haben, auf Vorschläge und Vorwürfe zu reagieren.

ARD, ZDF und das Deutschlandradio müssen noch in diesem Frühjahr bekannt geben, wie hoch der Rundfunkbeitrag ihrer Meinung nach ab 2021 sein sollte. Der Vorschlag wird sich wahrscheinlich bei 18,35 Euro einpendeln - viel zu hoch, findet die FDP. Der medienpolitische Sprecher der Partei, Thomas Hacker, sagt, wenn sich die Sender auf Bildung, Information und Kultur konzentrieren, könnten sie viel Geld sparen.

"Müssen denn tatsächlich die hochwertigsten Sportereignisse, finanziert über Rundfunkbeitrage, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sein? Müssen die großen Weihnachtsshows tatsächlich im öffentlichen Rundfunk sein? Brauchen wir über 20 regionale Krimiangebote?"

Die FDP findet nicht nur das große Unterhaltungsangebot übertrieben, sondern auch die Doppelstrukturen der Sender. Zum Beispiel schicken ARD und ZDF noch immer jeweils eigene Teams zu Fußball-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

"Man sollte darüber nachdenken, ob man nicht europäische Programme gemeinsam überträgt und auf die Infrastruktur gemeinsam zugreift. Warum wir zwei deutschlandweite Sender zu großen Sportereignissen hinschicken, erschließt sich niemandem mehr."

Dieser radikale Umbau wäre schmerzhaft für ARD und ZDF, aber die FDP ist überzeugt: Die Reform hätte auch Vorteile. Wenn sich die Öffentlich-Rechtlichen in Zukunft ausschließlich auf Information, Bildung und Kultur konzentrieren, bekämen diese Angebote mehr Platz im Programm und die Akzeptanz für den Rundfunkbeitrag würde wachsen.

"Konzentration bedeutet ja nicht Aufgabe, sondern wir fokussieren. Und dann können ganz andere Programme auch in der Primetime, zwischen 18 und 22 Uhr, die Bildung, die Information in den Vordergrund stellen."

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Quelle: n-tv.de

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