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Scholz verteidigt Corona-Politik "'Langzeitstrategie' ist Drückebergerei"

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Olaf Scholz: "Die Pandemie ist eine Naturkatastrophe und kein Schachspiel."

(Foto: picture alliance/dpa)

Finanzminister Scholz wirft Kritikern des Corona-Krisenmanagements der Regierung "Scheinlogik" vor. Die Pandemie sei eine "Naturkatastrophe" und kein "Schachspiel". Ein "Ausbruch des Vesuvs" sei mit einer langfristigen Strategie, wie sie Kritiker fordern, nicht zu verhindern.

Mit deutlichen Worten hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz Forderungen nach einer Langzeitstrategie im Corona-Krisenmanagement zurückgewiesen. "Langzeitstrategie ist eine Formel, hinter der die Drückeberger sich immer verstecken", sagte Scholz im Podcast "Die Stunde Null" von Capital und ntv. Die Pandemie sei eine Naturkatastrophe und kein Schachspiel. "Was wir erleben, ist wie der Ausbruch des Vesuvs. Da muss man anders handeln, als zu sagen: Ich habe eine Langzeitstrategie, dann bricht er nicht aus." Die Debatte habe eine "Scheinlogik".

Stattdessen gehe es darum, die Lage ständig zu beobachten und sich mit Wissenschaft und Wirtschaft über das Handeln abzustimmen. "Wer jetzt den Eindruck erweckt, es gebe die eine Wahrheit, der hat von Führung keine Ahnung", sagte Scholz, der für die SPD als Kanzlerkandidat bei der nächsten Bundestagswahl antritt.

Forderungen nach einer längerfristigen Strategie hatten unter anderem die Virologen Jonas Schmidt-Chanasit und Hendrik Streeck erhoben, aber auch FDP-Chef Christian Lindner. Diese ständige Forderung "denunziert eine Strategie, die real existiert und die auch auf die Strecke angelegt ist", sagte Scholz. "Nämlich die Lage genau zu beobachten, schnell, mutig zu entscheiden."

 

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Zu den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 sagte Scholz, er sei sicher, dass Deutschland die Rezession überwinden werde. "Ich mache mir Sorgen um die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger", sagte der Finanzminister. "Ich mache mir keine Sorgen um die Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft. Es ist besser gekommen als vorherberechnet. Das kann uns gegenwärtig trotz des aktuellen Lockdowns die Hoffnung vermitteln, dass wir auch diesen ohne allzu schwere Verwerfungen beim Wachstum überstehen können."

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Quelle: ntv.de, ddi