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Wieder was gelernt Das war der Tag des Mauerfalls

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"Das tritt ... nach meiner Kenntnis ist das sofort ... unverzüglich." Am Abend des 9. November 1989 leitet SED-Informationssekretär Günter Schabowski mit diesen Worten ungewollt den Mauerfall und damit auch die deutsche Wiedervereinigung ein.

In dieser "Wieder was gelernt"-Folge erzählen wir den historischen Tag nach. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Nach über 28 Jahren und über 100 Mauertoten sind es ein paar kurze, missverständliche Sätze am Ende einer langatmigen Pressekonferenz, die das Ende der kommunistischen Diktatur in Deutschland markieren. Doch Günter Schabowski ist nicht allein verantwortlich für die Grenzöffnung der DDR in Richtung Westen, vielmehr hat das Politbüro-Mitglied diesen Prozess nur beschleunigt.

Die Montagsdemos haben die friedliche Revolution erst möglich gemacht: Viele Menschen haben es satt, in einem Staat zu leben, der ihre Freiheit einschränkt, Wahlen fälscht und Menschen an der Mauer erschießt. Der aufgestaute Ärger zeigt sich am deutlichsten am 4. November. Hunderttausende Menschen mobilisieren sich bei der größten Demo der DDR-Geschichte auf dem Berliner Alexanderplatz für Freiheit und Selbstbestimmung.

Zentral ist die Forderung nach Reisefreiheit. Der Staatsapparat der DDR ist zu diesem Zeitpunkt bereits zu geschwächt, um das einfach zu ignorieren. Die SED-Führung kündigt Zugeständnisse an, um die Menschen ruhig zu stellen. Ein neues Reisegesetz soll am 10. November in Kraft treten und Günter Schabowski soll das auf einer Pressekonferenz bekanntgeben. Doch er hat sich schlecht vorbereitet und stammelt sich in die Geschichtsbücher.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, sks

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