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Wieder was gelernt Wann werden Vermisste zum Cold Case?

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Allein letztes Jahr wurden in Deutschland gut 110.000 Menschen als vermisst gemeldet. Die meisten von ihnen tauchten schnell wieder auf, nur 231 Menschen waren länger als ein Jahr verschwunden. Zu dem Kreis der Langzeitvermissten gehört die 15-jährige Rebecca Reusch aus Berlin. Von ihr fehlt seit dem 18. Februar 2019 jede Spur.

Wie die Polizei mit Vermisstenfällen umgeht, wann sofort reagiert und wann abgewartet wird, erfahren Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Verschwundene Menschen sind bei der Polizei zunächst Aufgabe der Vermisstenstelle. Gibt es einen Fall wie den von Rebecca, schrillen bei den Ermittlern schnell die Alarmglocken. Das hat uns Kriminalhauptkommissar Uwe Dziuba erzählt. Er arbeitet seit fast zwölf Jahren bei der Vermisstenstelle des Berliner LKA.

"Wenn ein Jugendlicher von heute auf morgen nicht mehr chattet, in sozialen Medien nicht mehr aktiv ist und es kein Lebenszeichen gibt, dann schalten wir in der Regel in der ersten Woche die Mordkommission ein. Schon alleine, weil wir nur innerhalb von 14 Tagen die Telefondaten sichern können, danach sind die verschwunden."

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Von Rebecca fehlt seit dem 18. Februar 2019 jede Spur.

(Foto: picture alliance/dpa)

Telefon-, Internet- und GPS-Daten sind bei der Suche nach einem Vermissten die wichtigste Quelle für die Polizei. Sie verraten genau, wo wir uns wann aufgehalten haben - bis wir unser Smartphone oder unseren Computer nicht mehr benutzen. Dann ist unser direktes Umfeld wichtigster Ansprechpartner: Familie, Freunde, Arbeitskollegen. Aber wie der Fall Rebecca beweist, können auch die engsten Angehörigen nicht immer helfen. Die Berliner Polizei hatte den Schwager der 15-Jährigen verdächtigt, für ihr Verschwinden verantwortlich zu sein. Beweise dafür gab es nicht. Rebeccas Familie hielt zu ihm.

Bis heute weiß offiziell niemand, wo die 15-Jährige abgeblieben ist. Wann ihr Fall zu einem Cold Case würde, hören Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, sks

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