Panorama

Bar-Gäste über Hamburg verteilt 100 Corona-Verdachtsfälle noch unauffindbar

Der Corona-Ausbruch in einer Hamburger Bar zieht weite Kreise quer durch die ganze Stadt. 500 Betroffene sind bereits kontaktiert, einige wurden bereits positiv getestet. Wegen mutmaßlich falscher Daten-Angaben sind Dutzende weitere Personen jedoch bislang unauffindbar.

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar "Katze" am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Viele seien schon in Quarantäne. Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, "darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar". Nach etwa 100 Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

Am vergangenen Wochenende seien dem Gesundheitsamt die ersten Fälle aus der "Katze" bekanntgeworden. Der Betreiber habe die Bar in dem beliebten Szene- und Partyviertel freiwillig geschlossen, sagte Helfrich. Offenbar war er damit einer drohenden Schließung durch das Gesundheitsamt zuvorgekommen. Für die Beschäftigten war das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung den Angaben zufolge nicht obligatorisch vorgesehen.

Es müsse angenommen werden, dass sich Gäste ohne ausreichenden Abstand angesteckt haben könnten, hatte der Senat in Hamburg zuvor mitgeteilt. "Dieser Fall zeigt erneut: Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben ist wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglicherweise Betroffenen warnen zu können", sagte Helfrich.

Quelle: ntv.de, mra/dpa