Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:58 New York baut provisorische Leichenhalle +++

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Die Zelte stehen vorm Bellevue Krankenhaus in Manhattan.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

New York hat eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos in lokalen Medien zeigen.  Die Internetseite "Politico" berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. New York hat in der Corona-Pandemie mit etwa 200 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten US-Opfer. Landesweit lag die Zahl der Toten am Mittwochabend (Ortszeit) demnach bei rund 900.

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+++ 23:33 Saudi-Arabien riegelt Riad, Mekka und Medina ab +++
Saudi-Arabien verschärft seine Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Das Königreich riegelt die Hauptstadt Riad sowie die muslimischen Wallfahrtsorte Mekka und Medina ab. Ein- und Ausreise aus den Städten sind verboten, außerdem wird dort in die Ausgangssperre verschärft. Ab Donnerstag dürfen die Menschen ab 15 Uhr ihre Häuser nicht mehr verlassen. Landesweit gilt seit Montag eine Sperrstunde ab 19 Uhr.  Das Gesundheitsministerium hatte zuvor den zweiten Corona-Todesfall in Saudi-Arabien gemeldet. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich demnach auf 900. Saudi-Arabien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land unter den Monarchien der Golfregion.

+++ 22:53 UNO erklärt Corona zur "Bedrohung für die gesamte Menschheit" +++
Die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit". UN-Generalsekretär António Guterres hat deshalb einen weltweiten Spendenaufruf zur Unterstützung der ärmsten Länder der Welt gestartet. Bis zum Jahresende würden sie 2 Milliarden Dollar, umgerechnet 1,8 Milliarden Euro, zur Bekämpfung des Virus benötigen. Dabei zählen die UN auch auf die Bundesregierung. Die Unterstützung der ärmeren Länder zahle sich aus, sagte UN-Nothilfe-Koordinator Mark Lowcock. Das Virus bleibe gefährlich, wenn es nicht auch dort bekämpft werde.

+++ 22:08 Macron kündigt Militäraktion im "Krieg" gegen Virus an +++
Angesichts der Corona-Pandemie hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine spezielle Militäraktion angekündigt. Die "Operation Widerstandskraft" werde dem französischen Kampf gegen den Terrorismus nachempfunden und habe das einzige Ziel, die Bevölkerung im "Krieg" gegen das tödliche Virus zu unterstützen, sagte der Staatschef am Abend im besonders betroffenem Elsass. Macron äußerte sich nach dem Besuch eines neu errichteten Militärlazaretts bei der Stadt Mülhausen, das die überfüllten Krankenhäuser in der Region entlasten soll. Was genau die "Operation Widerstandskraft" beinhaltet, sagte er nicht.

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+++ 21:42 Merkel und Xi diskutieren Zusammenarbeit +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Präsident Xi Jinping haben vor der G20-Videoschalte über eine Zusammenarbeit in der Corona-Krise gesprochen. "Sie sind sich einig, dass die gegenwärtige Krisensituation nur durch enge internationale Zusammenarbeit gelöst werden kann", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Deutschland und China würden sich weiter abstimmen. Die G20-Staaten sprechen am Donnerstag in einer Videokonferenz über die weltweite Krise.

+++ 21:24 RKI testet nach Kritik früher in Pflegeheimen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist der Forderung von Patientenschützern nachgekommen und will deutlich mehr Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern einem Test auf das Coronavirus unterziehen. Es sei "überfällig", dass alle Pflegekräfte gleich bei Grippesymptomen auf das Virus getestet werden, erklärte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Bislang hatte das RKI einen solchen Test nur dann für nötig erachtet, wenn der erkrankte Mitarbeiter in einem Krisengebiet war oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte.

+++ 20:57 Krankenwägen mit Corona-Patienten mit Steinen beworfen +++
In Spanien sind mehrere Krankenwagen, in denen sich insgesamt 28 ältere Corona-Patienten aufgehalten haben, mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtet die spanische Polizei. Dutzende Menschen hätten verhindern wollen, dass die infizierten Senioren, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden. Es kam laut Polizei auch zu einer Barrikade auf der Straße und dem Einsatz von Sprengkörpern.

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+++ 20:33 Sachsen verbietet Verweilen im Freien +++
Die sächsische Polizei setzt das geltende Kontaktverbot im Kampf gegen das Coronavirus besonders streng um: Im Freistaat ist es nicht mehr gestattet, alleine im öffentlichen Raum zu verweilen. "Das Sitzen auf einer Parkbank, das Sitzen auf Mauer oder einer Decke entsprechen nicht der Allgemeinverfügung", teilt die Leipziger Polizei per Lautsprecherdurchsage in einem Video von ntv-Reporterin Liv von Boetticher mit. Ähnlich strikt geht laut "Tagesspiegel" auch die Berliner Polizei vor - selbst dann, wenn der angeordnete Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird.

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+++ 20:16 Polen verlängert seine Grenzschließungen +++
Der polnische Innenminister hat die Verlängerung der Grenzschließung bis zum 13. April angekündigt. Polen hatte seine Grenzen in der Nacht zum 15. März für ausländische Reisende für zunächst zehn Tage geschlossen. Das polnische Gesundheitsministerium hat außerdem angeordnet, dass künftig auch Berufspendler nach ihrer Rückkehr ins Land in eine 14-tägige Quarantäne müssen. Die seit Einführung der Grenzkontrollen gültige Ausnahme werde aufgehoben, heißt es in einer Verordnung. In Polen sind bislang 799 Infektionsfälle gemeldet worden, 9 Menschen starben.

+++ 19:54 Weltweit schon mehr als 20.000 Todesfälle +++
Weltweit sind nach Angaben von US-Forschern bereits rund 20.500 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Infektionen sei bis Mittwochmittag (Ortszeit) auf mehr als 450.000 angestiegen, erklärten die Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität. Die meisten Opfer stammen demnach aus Italien, Spanien und China.

+++ 19:30 Fast halbe Welt von Ausgangssperren betroffen +++
Im Kampf gegen das Coronavirus ist mittlerweile die Bewegungsfreiheit von mehr als drei Milliarden Menschen eingeschränkt. Das hat eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergeben. Die mit Abstand meisten Menschen müssen sich in Indien von ihren Mitmenschen distanzieren: In dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde trat am Montagabend eine Ausgangssperre für alle 1,3 Milliarden Einwohner in Kraft. Sie soll nach Angaben von Premierminister Narendra Modi mindestens drei Wochen gelten.

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+++ 19:09 Pandemie könnte 46 Millionen US-Jobs kosten +++
Die Corona-Krise könnte nach Ansicht eines führenden US-Währungshüters kurzfristig fast 50 Millionen Amerikaner ihren Job kosten. Der Chef des Fed-Bezirks von St. Louis, James Bullard, bezifferte die Zahl der besonders gefährdeten Jobs auf 46 Millionen. Dies seien insbesondere Arbeitsplätze mit Publikumsverkehr, also Tätigkeiten, bei denen es zum Kontakt mit der Öffentlichkeit komme. "Und genau das wollen unsere Gesundheitsbehörden ja gerade nicht", sagte Bullard.

 

 

+++ 19:05 Deutsche Todeszahl steigt auf 203 +++
In Deutschland ist die Zahl der Corona-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um beinahe ein Drittel gestiegen. Hauptgrund sind neue Zahlen aus Baden-Württemberg: Das nach Nordrhein-Westfalen am schlimmsten betroffene Bundesland meldet allein 19 neue Todesfälle. Insgesamt sind damit bereits 203 Menschen in Deutschland an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Infizierten stieg in den letzten 24 Stunden um gut 4000 auf nun 37.011.

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+++ 18:44 Todeszahlen in der Lombardei gehen zurück +++
In der Lombardei sind binnen 24 Stunden 296 Menschen am Coronavirus gestorben. Das ist ein schwächerer Anstieg als am Dienstag, als 402 Todesfälle binnen eines Tages gemeldet wurden, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Die norditalienische Region ist das Zentrum der italienischen Epidemie. Insgesamt sind dort bereits 4474 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Italienweit liegt die Todeszahl aktuell bei 7503 Menschen. Das sind 683 mehr Todesfälle als gestern. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei 3500. Es war der vierte Rückgang infolge. Insgesamt sind damit 74.386 Menschen in Italien mit dem Coronavirus infiziert.

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+++ 18:21 US-Todeszahl steigt in 24 Stunden um ein Drittel +++
In den USA ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages sprunghaft auf 737 gestiegen. Am Dienstag seien es noch 544 Todesfälle gewesen, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit. Zudem sind mittlerweile 54.453 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, am Vortag waren es mehr als 10.000 weniger. Besonders schwer betroffen ist New York City. Allein dort starben 210 Menschen, bei 25.667 wurde das Coronavirus nachgewiesen. Der Gouverneur von New York City, Andrew Cuomo, kündigte die Sperre von Straßen für den Verkehr und das Verbot von Kontaktsportarten in öffentlichen Parks an, um eine Ausbreitung des Virus einzugrenzen.

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+++ 17:57 Kanzleramtschef: Junge Leute dürfen zuerst raus +++
Junge Menschen dürfen nach Aufhebung der weitreichenden Kontaktsperre zuerst wieder auf die Straße. Das sagte Kanzleramtschef Helge Braun bei einer einstündigen Fragerunde auf der Internetplattform Jodel. "Die nächste Phase lautet natürlich: Junge Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, dürfen wieder mehr auf die Straße", sagte er auf die Frage, wie es mit den Beschränkungen weitergehe. "Dann müssen wir aber konsequent testen und die Kontaktpersonen von Infizierten herausfinden, damit die Erkrankungen nicht wieder exponentiell ansteigen."

+++ 17:33 Fast 10.000 Corona-Fälle allein in NRW +++
In Nordrhein-Westfalen gibt es laut Gesundheitsministerium aktuell 9421 bestätigte Corona-Fälle und damit 676 mehr als gestern. Demnach sind bereits 61 Menschen in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland an dem Virus gestorben. Weitere 196 Menschen liegen derzeit auf Intensivstationen. Abgesehen von Nordrhein-Westfalen weisen nach wie vor Bayern und Baden-Württemberg besonders hohe Infektionszahlen auf. Gerechnet auf 100.000 Einwohner, die sogenannte Inzidenz, ist Hamburg am schlimmsten betroffen.

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+++ 17:18 Briten sollen "in wenigen Tagen" Heimtests erhalten +++
Tausende Briten, die sich mit Corona-Symptomen in häuslicher Quarantäne befinden, sollen bald einen Covid-19-Schnelltest nach Hause geliefert bekommen. Die Lieferung werde über Amazon erfolgen, teilten die britischen Gesundheitsbehörden mit. Großflächige Tests könnten kommende Woche beginnen. Der Test sieht demnach wie ein Schwangerschaftstest aus. Um ihn durchzuführen, müssen sich die Testpersonen in den Finger stechen und einen Tropfen Blut darauf träufeln.

+++ 16:56 Auch zweiter Test von Kanzlerin Merkel negativ +++
Auch der zweite Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist negativ ausgefallen. Dies teilte ein Regierungssprecher mit. "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen." Merkel hatte sich vergangenen Sonntag in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte.

+++ 16:41 Jeder zweite Deutsche zweifelt an Corona-Eindämmung +++
Mehr als jeder zweite Deutsche glaubt einer Umfrage zufolge nicht daran, dass sich die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern lässt. Wie aus der internationalen Befragung des Instituts Ipsos hervorgeht, sind auch die meisten Befragten in Japan, Indien, Mexiko, Brasilien, Vietnam und Australien skeptisch, dass politische Maßnahmen die Corona-Pandemie eindämmen werden. Zuversichtlicher sind Menschen in China, Kanada, Italien und Frankreich. 43 Prozent der Deutschen gehen außerdem davon aus, dass eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus der eigenen Gesundheit ernsthaft oder gar extrem schaden könnte.

+++ 16:26 Bundestag lockert Schuldenbremse für Corona-Hilfe +++
Der Bundestag hat die Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft gesetzt. Damit ermöglicht er es dem Bund, neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro aufzunehmen, um beispielsweise notleidenden Unternehmen zu helfen.

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+++ 16:20 Schweiz beschränkt Ausfuhr von Schutzausrüstung +++
Medizinische Schutzausrüstung darf ab Donnerstag nur noch mit Bewilligung aus der Schweiz ausgeführt werden. Wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus habe der Bedarf in der Schweiz drastisch zugenommen, teilte die Regierung mit. Die Verfügbarkeit von Masken, Untersuchungshandschuhen, Schutzbrillen und Überwürfen in genügender Anzahl und Qualität sei eine unabdingbare Voraussetzung, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und die Gesundheit des medizinischen Personals zu schützen. Die Maßnahmen stimmten weitgehend mit den von der EU erlassenen Maßnahmen überein. Die Bewilligungspflicht sei lediglich durch die aktuelle Mangelsituation gerechtfertigt und werde wieder aufgehoben, sobald sich die Lage verbessere.

+++ 15:56 EU-Behörde: Corona wird im Sommer nicht verschwinden +++
Die EU-Seuchenschutzbehörde hält es für unwahrscheinlich, dass das Coronavirus im Sommer verschwinden wird. Mit dieser Warnung dämpft das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) Hoffnungen, dass steigende Temperaturen dem Virus den Garaus machen. Frühere Coronaviren waren in den Sommermonaten nicht aufgetreten.

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+++ 15:35 Mehr als 150.000 gestrandete Deutsche zurückgeholt +++
Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften inzwischen mehr als 150.000 Deutsche zurückgeholt, die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandet waren. Bei der Anfang vergangene Woche gestarteten Rückholaktion gehe es insgesamt um rund 200.000 Reisende, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amtes, Rainer Breul. "Wir haben da noch eine Wegstrecke vor uns."

Zahlreiche Länder haben wegen des Coronavirus ihre Grenzen dichtgemacht und Flugverbindungen gekappt. Auf www.rueckholprogramm.de können sich festsitzende Deutsche für die Rückholaktion anmelden.

+++ 15:23 Bundestag beschließt Nachtragshaushalt und Rettungsschirm +++
Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Außerdem haben die Koalitionsfraktionen von Union und SPD sowie FDP, Linke und Grüne den Rettungsschirm namens Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im Volumen von 600 Milliarden Euro beschlossen. Die AfD enthielt sich in beiden Abstimmungen. Die Abstimmung über die Ausnahme von der Schuldenbremse läuft noch. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

+++ 15:14 NRW gewährt manchen Häftlingen Strafaufschub +++
NRW will wegen Infektionsgefahr in Justizvollzugsanstalten 1000 Zellen für Quaratäne-Fälle oder Intensivbehandlungen frei bekommen. Justizminister Peter Biesenbach kündigt an, dass einige Häftlinge daher einen Strafaufschub erhielten oder mit einer Strafunterbrechung rechnen könnten. Die Regelung betreffe aber keine Sexualstraftäter oder Gewalttäter mit mehrjährigen Haftstrafen.

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+++ 14:56 Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden +++
Die Abiturprüfungen sollen ungeachtet der Corona-Krise wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder nach einer Telefonkonferenz der Minister. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. Hintergrund war ein Vorstoß Schleswig-Holsteins, die Prüfungen ausfallen zu lassen.

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+++ 14:53 Hamburg kritisiert bayerische Alleingänge +++
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat das wiederholte Vorpreschen Bayerns in der Corona-Krise kritisiert. "Es gibt diejenigen, die darauf achten, dass es koordiniert zugeht - und es gibt eine bayerische Staatsregierung, in der der Kultusminister in der Kultusministerkonferenz Schulschließungen ablehnt, während sein Ministerpräsident zeitgleich mit Schulschließungen 'vorangeht'", sagte Tschentscher der "Zeit". "So etwas stiftet Verwirrung."

+++ 14:31 Bericht: 21-Jährige ohne Vorerkrankung in Großbritannien gestorben +++
In Großbritannien ist eine 21-Jährige am Coronavirus gestorben. Die junge Frau aus High Wycombe in Buckinghamshire habe keine Vorerkrankungen gehabt, berichtet die "Sun" unter Berufung auf die Familie. Auf Facebook fordere die Mutter die britische Bevölkerung auf, im Haus zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Der Tod ihrer Tochter solle als Weckruf dienen, die Pandemie ernst zu nehmen.

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+++ 14:04 Alle Bewohner in Würzburger Seniorenheim getestet +++
Nachdem eine Würzburger Senioreneinrichtung zum Hotspot der Corona-Todesfälle in Bayern geworden ist, mussten sich jetzt alle Heimbewohner testen lassen. Die Einrichtung ist ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern. Von 149 Heimbewohnern seien 29 positiv getestet worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Von den 86 Mitarbeitern seien 33 positiv getestet. In Bayern insgesamt kamen bisher 41 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben, sagte Staatssekretär Gerhard Eck bei einer Pressekonferenz.

+++ 13:42 Erster Todesfall durch Corona-Infektion in Bremen +++
Das Bundesland Bremen hat den ersten Todesfall infolge einer Corona-Infektion gemeldet. Es handele sich um einen 76-jährigen Mann, der mehrere Vorerkrankungen gehabt habe, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

+++ 13:36 Spahn: Lockerung der Ausgangsbeschränkung in Arbeit +++
Die Bundesregierung arbeitet nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an Konzepten, die eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ermöglichen sollen. Allerdings seien zunächst noch Einschnitte nötig, um Zeit für den Ausbau von Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu gewinnen.

"Je entschlossener wir jetzt vorgehen, desto schneller können wir zurück in den Alltag finden. Die Zeit, die wir jetzt gewinnen, schützt unser Gesundheitssystem vor Überlastung und Überforderung", sagte Spahn im Bundestag. "Wir nutzen diese Zeit, um Konzepte nicht nur zu entwickeln, sondern auch für die Umsetzung vorzubereiten, wie wir schrittweise Beschränkungen wiederaufheben können, weil wir eben mit verschieden anderen Maßnahmen tatsächlich dann auch die Verlangsamung des Virus auch in der Zukunft sicherstellen können und besondere Gruppen schützen können."

+++ 13:14 Russland mobilisiert sein Militär +++
Russland mobilisiert nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Kampf gegen das Virus sein Militär. Präsident Wladimir Putin habe für die kommenden Tage Übungen der medizinischen Spezialtruppen angewiesen, teilt das Ministerium mit. Auch nukleare, biologische und chemische Spezialeinheiten stünden in den Startlöchern.

Putin will sich außerdem in einer Ansprache heute zu der Coronavirus-Krise äußern. Der Kreml-Chef hält außer seinen Neujahrsansprachen nur selten Fernsehansprachen. In seiner letzten Fernsehansprache im August 2018 ging es um die unbeliebte Rentenreform. Russland, das 144 Millionen Einwohner hat, hat bislang 658 Coronavirus-Fälle gemeldet. Gestern hatte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin aber eingeräumt, dass in Russland wohl deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert seien

+++ 12:42 Der Kanzlerin geht es gut +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die derzeit wegen Tests auf das Coronavirus in häuslicher Quarantäne ist, geht es nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert gut. Sie führe ihre Dienstgeschäfte von zu Hause aus, sagte Seibert. Die Kanzlerin stehe auch im engen Kontakt mit den Kabinettsmitgliedern und ihren Mitarbeitern. Bei einem ersten Test auf das Coronavirus ist keine Infektion der Kanzlerin festgestellt worden. Weitere Tests sollten folgen. Seibert sagte nun, er wolle darüber berichten, sollte es hierzu neue Erkenntnisse geben.

+++ 12:24 Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen +++
Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von diesem Mittwoch um 17 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Diese Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, "zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind". Diese Beschränkungen seien "zwingend erforderlich, um Infektionsketten zu unterbrechen", fügte der Sprecher hinzu.

+++ 11:57 Spanien verzeichnet mehr Todesopfer als China +++
Die Zahl der Todesopfer in Spanien hat die Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid starben 3434 Menschen in Spanien an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen.

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+++ 11:41 Prinz Charles positiv getestet +++
Der britische Thronfolger Prinz Charles ist nach einem Bericht des Fernsehsenders ITV positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es weiter.

+++ 11:01 DKG: Derzeit werden 1000 Corona-Intensivpatienten behandelt +++
In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit rund 1000 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt betreuten die Häuser aktuell bis zu 4000 Corona-Patienten, sagt DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die DKG erwartet demnach in den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen: "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit etwa 70.000 registrierten Infektionen rechnen müssen", sagt Gaß.

+++ 11:01 RKI: Zu früh für Bewertung der Eindämmungsmaßnahmen +++
Das Robert Koch-Institut (RKI) hält sich mit einer Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland zurück. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte Institutschef Lothar Wieler. Im Moment sei es zu früh, um diese Aussagen belastbar treffen zu können. Deutschland stehe erst am Anfang der Epidemie, bekräftigte Wieler. Wie sie sich weiter entwickle, sei völlig offen. Die Zahl der gemeldeten Fälle steige weiter an. Am Montag hatte er von dem ersichtlichen Trend gesprochen, dass die exponentielle Wachstumskurve etwas abflache, dies aber noch nicht bewerten wollen.

+++ 10:17 RKI ändert Empfehlungen für Corona-Tests +++
Das Robert-Koch-Institut hat seine Empfehlung für das Testen auf Corona angepasst. Künftig sollen auch Menschen getestet werden, die sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Patienten müssen für einen Test allerdings unter "akut respiratorischen Symptomen" leiden.

+++ 09:44 Scholz: Bundestag soll Schuldenbremse aushebeln +++
Für den Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro muss der Bundestag die Schuldenbremse im Grundgesetz wegen einer außergewöhnlichen Notsituation außer Kraft setzen. "Ich bitte Sie heute, im Namen der Bundesregierung, das zu tun", sagt Finanzminister Olaf Scholz. Das Geld werde benötigt, damit sich Deutschland mit aller Kraft gegen die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise stemmen könne.

+++ 09:21 US-Staaten melden deutlich steigende Fallzahlen +++
Die Zahl der entdeckten Coronavirus-Infektionen ist in den 24 Stunden bis Mittwochmorgen um knapp 10.000 auf aktuell 53.852 Fälle gestiegen. Mit Abstand am schwersten betroffen an der Ostküste ist weiterhin New York State. Allein dort erhöhte sich die Zahl der Ansteckungen um rund 5000 Fälle. Abgesehen von den bekannten Infektionsherden an der Westküste melden mittlerweile auch Staaten wie Florida und Louisiana im Süden sowie Illinois und Michigan deutlich ansteigende Fallzahlen. In insgesamt zehn US-Bundesstaaten wurden bisher schon jeweils mehr als 1000 Sars-CoV-2-Infektionen nachgewiesen.

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+++ 08:19 Spahn übersah Hinweise auf Schutzmasken-Engpass +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Hinweise auf einen Engpass bei der Beschaffung von Schutzmasken übersehen. In einem Interview der ZDF-Serie "Markus Lanz" hat der CDU-Politiker eingeräumt, dass im Februar nicht alle E-Mails im Gesundheitsministerium bearbeitet und so Hinweise auf den drohenden Engpass übersehen wurden. Der Geschäftsführer des Unternehmens Franz Mensch für medizinische Schutzausrüstung soll mehrere warnende E-Mails geschrieben haben, das Ministerium habe darauf nach Angaben von Spahn allerdings nicht reagiert.

+++ 07:41 Ärzte in USA horten Corona-Medizin für sich selbst +++
In den USA legen einige Ärzte einen Vorrat an möglicherweise wirksamen Medikamenten gegen das Coronavirus an - allerdings für sich selbst. Wie die "New York Times" berichtet, stellen Ärzte in mehreren Staaten Rezepte für sich und ihre Familien aus. Die Apothekenkammern der Staaten Idaho, Kentucky, Ohio, Nevada, Oklahoma, North Carolina und Texas haben aus diesem Grund bereits Notfallbeschränkungen dafür festgelegt, unter welchen Bedingungen Medikamente ausgegeben werden dürfen. Weitere Staaten sollen folgen. Unter den Mitteln, die sich die Ärzte verschreiben, befindet sich laut Bericht auch das vielversprechende Malaria-Medikament Chloroquin.

+++ 06:50 US-Regierung einigt sich mit Senatoren auf Hilfspaket +++
In den USA ist laut mehrerer US-Medienberichte der Weg frei für das größte Konjunkturpaket der jüngeren Geschichte zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Demokraten und Republikaner hätten sich geeinigt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider berichtete. Senatoren der beiden großen Parteien hatten bis zuletzt letzte Einzelheiten verhandelt. US-Präsident Trump hatte am Dienstag im Weißen Haus gesagt, dass das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro) hat.

+++ 06:43 Altenpflege steht bei Verteilung von Schutzausrüstung hinten an +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege angesichts der Corona-Krise. "Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". "Sie sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht", beklagt Brysch. Zwar sei es gut, dass Bund und Länder viel täten, um Krankenhäusern und Ärzten zu helfen. Doch auch die Pflege brauche große Unterstützung. Der Staat habe für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen, fordert Brysch.

+++ 06:18 Indien verbietet Export von Malaria-Medikament +++
Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

+++ 05:10 Trump will Test-Kits aus Südkorea liefern lassen +++
US-Präsident Trump möchte eilig medizinische Ausrüstung aus Südkorea importieren. Dabei geht es in erster Linie um Testkits zur Feststellung der Infektion. Präsidenten Moon Jae-in versprach Trump, er werde koreanischen Produzenten helfen, die Genehmigung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Produkte zu erhalten. Moon sagt Trump seine Hilfe zu und dass Südkorea die Ausrüstung in die USA schicken würde, "wenn es in Korea Reserven gibt".

+++ 04:25 Ansturm auf Intensivstationen steht noch bevor +++
Die Lage auf den deutschen Intensivstationen ist nach Angaben von Intensivmedizinern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) insgesamt noch entspannt, aber regional sehr unterschiedlich. "Im Moment geht es noch" sagt Uwe Janssens, Chefarzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler." Wir spüren so langsam, dass doch mehr Patienten mit Covid-19-Erkrankung reinkommen." Dies seien aber nicht unbedingt alles Schwersterkrankte, so Janssens, der Präsident des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist. "Das sind tatsächlich viele Ältere mit dem klassischen Krankheitsbild, Fieber, Lungenentzündung". Mit einer größeren Welle von Schwerkranken rechnen die Krankenhäuser in etwa acht bis zehn Tagen.

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+++ 03:37 China meldet nur noch "importierte" Fälle +++
China hat 47 "importierte" Coronavirus-Fälle gemeldet. Lokale Erkrankungen gab es laut den offiziellen Zahlen der Pekinger Gesundheitskommission erneut nicht mehr. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere drei Menschen. Dort hatte die Lokalregierung angekündigt, dass ab Mittwoch ein Teil der verhängten Beschränkungen aufgehoben wird. Nach einer zweimonatigen Blockade dürfen Menschen wieder aus der Provinz ausreisen. Die Menschen in der Millionenmetrople Wuhan müssen sich aber noch länger gedulden, sie dürfen erst ab dem 8. April die Stadt verlassen.

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Bolsonaro hält Covid-19 für eine "kleine Grippe".

(Foto: AP)

+++ 03:00 Bolsonaro hält Maßnahmen für "Hysterie"+++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonari hält die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für "Hysterie". In einer Ansprache an die Nation fordert er die Bürgermeister der abgeriegelten Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo auf, "zur Normalität zurückzukehren". Bolsonaro glaubt, die Situation in Italien werde sich in Brasilien wegen der jüngeren Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes und des wärmeren Klimas nicht wiederholen. Ihm selbst als ehemaligem Sportler würde Corona nichts ausmachen. Die Zahl der Todesfälle im Land ist am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46 gestiegen, die Zahl der bestätigten Fälle auf 2201 von 1891.

+++ 02:27 Neuseeland verhängt Ausgangssperre +++
Neuseeland ruft den Notstand aus. Ab Mitternacht (Ortszeit) sei das Land mit einer vollumfassenden Ausgangssperre belegt, erklärt die Regierung. Das Land hatte Stand Mittwoch 47 neue Fälle bestätigt. Der neuseeländische Generaldirektor für Gesundheit, Ashley Bloomfield, rechnet damit, dass die Zahl der Fälle noch mindestens zehn Tage weiter steigen werde, bis eine Trendwende erkennbar sei.

+++ 01:56 Laschet: "19. April ist Entscheidungspunkt" +++
Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus sind eine Zumutung für Gesellschaft und Wirtschaft. Und zumindest in Nordhrein-Westfalen sie werden noch mindestens drei Wochen andauern. "Wir haben alle Maßnahmen befristet bis zum 19. April", sagt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU gegenüber der "Bild"-Zeitung. Wenn die Infektionszahlen runtergehen, sei "Ende der Osterferien der Entscheidungspunkt". Allerdings könne man nicht spekulieren, die Maßnahmen müssten erst einmal wirken. Und: Man könne "eine naturwissenschaftliche Frage nicht politisch entscheiden".

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+++ 00:58 Pompeo wirft China Vertuschung vor +++
US-Außenminister Mike Pompeo verschärft seine Kritik am Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus. Er behauptet, dass die Kommunistische Partei weiterhin der Welt Informationen vorenthalte, die benötigt würden, um den Virus aufzuhalten. In einem Interview mit der Radiosendung "Washington Watch" wiederholt Pompeo frühere Vorwürfe, wonach Peking Informationen beim ersten Auftreten des Virus erst verzögert veröffentlicht habe. Dieses Verhalten habe "wirklich Tausende von Leben aufs Spiel gesetzt". Er sorge sich, dass "durch diese Vertuschung, diese Desinformation, der Welt immer noch die Informationen fehlen, die sie braucht, um weitere Fälle oder eine Wiederholung einer solchen Epidemie zu verhindern", fügte Pompeo hinzu.

+++ 00:25 Stoiber fordert Corona-Soli von Fußballprofis +++
Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), der jetzt im Aufsichtsrat des FC Bayern sitzt, ruft die Fußball-Bundesliga-Profis zur Solidarität mit ihren Normalverdiener-Kollegen auf, die wegen Corona Kurzarbeit anmelden müssen. Wenn etwa ein Fanshop-Mitarbeiter nur noch "1200 Euro netto statt 2000 Euro netto bekommt, dann fehlen 800 Euro", sagt Stoiber der "Bild"-Zeitung. Dieses Geld müsse auch sein Verein, der FC Bayern, "durch Solidarität der Spieler und der Führung aufbringen". Bei allen Bundesliga-Vereinen gebe es rund 60.000 Mitarbeiter "normaler Gehaltsklasse", darunter Zeugwarte und Physiotherapeuten. Diese bräuchten Unterstützung, sagte Stoiber.

+++ 23:46 Weidel fehlt wegen Lungenentzündung im Bundestag +++
Die Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion, Alice Weidel, wird aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Bundestagssitzung zur Verabschiedung des Corona-Hilfspakets an diesem Mittwoch teilnehmen. "Bei mir wurde Lungenentzündung diagnostiziert, weshalb ich diese Woche zum Schutz meiner eigenen, wie auch der Gesundheit der Kollegen und Mitarbeiter nicht an den Sitzungen des Bundestages teilnehmen werde", sagte Weidel. Auf das Coronavirus wurde sie nach Angaben ihres Sprechers bisher nicht getestet.

+++ 23:30 Franzosen müssen sich auf längere Ausgangssperre einstellen +++
In Frankreich sind inzwischen 1100 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, 240 von ihnen innerhalb der letzten 24 Stunden. 2.516 Patienten liegen auf Intensivstationen - 434 mehr Menschen als am Vortag. Am Montag hatte Frankreich seine Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verschärft. Die vor einer Woche verhängte Ausgangssperre wurde ausgeweitet, körperliche Betätigung im Freien ist nur noch unter strengen Auflagen gestattet. Außerdem müssen sich die Franzosen darauf einstellten, dass die zunächst bis Ende März geltende Ausgangssperre verlängert wird. Ein wissenschaftliches Beratergremium sprach sich dafür aus, die Beschränkungen noch mindestens vier weitere Wochen aufrecht zu erhalten.

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+++ 22:26 Großbritannien sucht 250.000 Freiwillige +++
Im Kampf gegen das Coronavirus hofft die britische Regierung auf die Unterstützung freiwilliger Helfer. Auf einer Pressekonferenz kündigte Gesundheitsminister Matt Hancock an, dass 250.000 Menschen in guter Gesundheit gesucht werden, um die Gesundheitsbehörden zu unterstützen. Knapp 12.000 frühere Mitarbeiter seien bereits aus dem Ruhestand in den aktiven Dienst zurückgekehrt.

Die Zahl der Toten stieg in Großbritannien unterdessen um 87 auf 422. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei 8077.

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+++ 21:59 Spanische Patienten fliehen aus Krankenhäusern +++
In Spanien sind zahlreiche Corona-Patienten aus Krankenhäusern geflohen. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, auf einer Pressekonferenz in Madrid. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine "Riesenarbeit", um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden musste die Polizei zudem 80 "verantwortungslose und unsolidarische" Personen festnehmen. Die knapp 47 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 15. März nur noch in Ausnahmefällen das Haus verlassen.

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+++ 21:32 Neuer Test soll Corona-Immunität aufdecken +++
Forscher am Universitätsspital Zürich haben einen neuen Covid-19-Test entwickelt, der zeigen soll, wer bereits immun gegen das Coronavirus ist. Schweizer Medien berichten, dass es sich um ein noch rein experimentelles Verfahren handele. Im Gegensatz zu bisher gängigen Tests werde kein Rachenabstrich auf Viruspartikel gemacht, sondern das Blut auf Antikörper untersucht. Diese werden erst gebildet, wenn Personen das Coronavirus in sich tragen - auch dann, wenn die Infektion mit wenigen oder gar keinen Symptomen abläuft.

Funktioniert der neue Test wie gewünscht, könnten die Forscher feststellen, wie hoch die Durchseuchung ist, also wie viele Personen die Krankheit bereits hatten. Ebenso kommt ans Licht, wie hoch die Dunkelziffer ist, weil die Patienten keine Symptome haben.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, chr/ino/ibu/dpa/AFP/rts/sid