Coronavirus-Liveticker+++ 23:32 Hunderte demonstrieren in München +++
Hunderte Menschen haben in München gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert. Am frühen Abend fuhr laut Polizei ein Autokorso durch mehrere Innenstadtteile. In den 95 Wagen saßen demnach rund 200 Menschen. Der Verkehr wurde zeitweise behindert. Eine zweite Versammlung mit bis zu 250 Teilnehmern fand später am Geschwister-Scholl-Platz statt. Zwölf Gegendemonstranten waren ebenfalls vor Ort. In Einzelfällen wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert. 500 Polizisten waren bei den Protesten im Einsatz.
+++ 23:00 Kein Personal wegen Unwetter: Impfzentrum in Sachsen-Anhalt muss Termine verschieben +++
Der Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands stoppt die Arbeit in einem Corona-Impfzentrum in Sachsen-Anhalt. Es könne nicht sichergestellt werden, dass angesichts der Wetterverhältnisse genügend Personal für die Impfungen gegen das Coronavirus ins Impfzentrum Sangerhausen kommen könne, teilte der Landkreis Mansfeld-Südharz mit. Wer für diesen Montag einen Termin vereinbart habe, solle sich für einen neuen Termin in dieser Woche beim Impfzentrum melden.
+++ 22:05 Deutschland verzeichnet 65.397 neue Fälle in einer Woche +++
In den zurückliegenden sieben Tagen (Kalenderwoche 5) haben die Bundesländer insgesamt 65.397 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Das ist der schwächste Wochenzuwachs seit Mitte Oktober (KW 41/2020: 39.182 Fälle). In der vierten Kalenderwoche 2021 hatte der Zuwachs noch 79.277 betragen. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle stieg um 4401 an. Dies verdeutlicht ebenfalls einen Abwärtstrend, wenn auch noch auf hohem Niveau. In der Vorwoche bis 31. Januar waren noch 4997 weitere Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden.
+++ 21:42 Nordrhein-Westfalen und Bayern melden vierstellige Fallzahlen +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen zwei Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 1788 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (1355) und Niedersachsen (899). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Hessen an diesem Sonntag das Land mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Das Bundesland verzeichnet 12,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner. Allerdings ist diese Wertung womöglich verzerrt, da in Thüringen laut Landesgesundheitsministerium noch Nachmeldungen aus zwei Städten und fünf Landkreisen ausstehen.
+++ 21:36 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7269 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.285.998 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7269 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 185 auf 61.565 Als aktuell infiziert gelten rund 185.377 Personen.
Am Wochenende haben weniger Arztpraxen geöffnet, weniger Menschen gehen zum Arzt, Labore und Gesundheitsämter arbeiten im eingeschränkten Betrieb. Doch auch im Wochenvergleich wird deutlich, wie stark sich die Fallzahlen derzeit abschwächen. Der aktuelle Tageszuwachs an neuen Fällen liegt deutlich unter den Sonntagswerten von vor sieben Tagen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 103 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (Vortag: 0,95). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3933 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2202 davon werden beatmet. Rund 5069 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
+++ 20:54 Südafrika verzichtet vorerst auf Astrazeneca-Vakzin +++
Südafrika wird den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca aussetzen, solange Wissenschaftler über die beste Verwendung der Arznei beraten. Das kündigt Gesundheitsminister Zweli Mkhize an. Zuvor hatte Astrazeneca eingeräumt, der Impfstoff biete nur begrenzten Schutz bei einer mild verlaufenden Infektion mit der südafrikanischen Variante des Virus.
+++ 20:26 Tschentscher ist gegen automatische Lockerungen bei bestimmten Inzidenzwert +++
Der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher spricht sich gegen automatische Lockerungen der Corona-Beschränkungen bei einem Inzidenzwert unter 50 aus. "Es darf keinen Automatismus geben", sagt der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir brauchen eine Einschätzung der Gesamtlage und müssen sehr vorsichtig bleiben." Er erwarte eine Fortsetzung des Lockdown nach dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch.
+++ 19:50 Schneechaos in NRW: So klappt es trotzdem mit dem Impftermin +++
Am Montag starten die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen mit der Impfung der Über-80-Jährigen, die nicht in Pflegeheimen wohnen. Rund 11.400 Dosen sollen in den 53 Einrichtungen verimpft werden. Doch wie soll das praktisch funktionieren bei den Witterungsbedingungen in dem Bundesland? Wie ntv exklusiv aus dem NRW-Gesundheitsministerium erfuhr, können sich Menschen, die bereits einen Termin haben und Sorge wegen des Weges zum Impfzentrum haben, bei der Patientenhotline (0800/11611701 und 0800/11611702) melden. Dort können Sie den Termin zunächst stornieren, damit nicht unnötig viele Dosen des Vakzins aufgetaut werden. Mit den Servicemitarbeitern am anderen Ende der Leitung kann dann die Impfung auf den Dienstag zur selben Uhrzeit wie der ursprüngliche Termin verschoben werden.
Mehr zur aktuellen Wetterlage erfahren Sie in unserem Ticker.
+++ 19:37 Söder: "Auf Sicht fahren ist das einzige, was wirklich hilft" +++
Aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist ein detaillierter Stufenplan mit Corona-Öffnungsschritten nur schwer umsetzbar. "Ich warne aber jetzt schon ein bisschen davor, dass wir sozusagen durchexerzierte Stufenpläne mit acht, neun, oder zehn Stufen haben, die dann möglicherweise auf den Tag terminiert sind und dann nicht zu halten sind", sagte Söder nun im ARD-"Bericht aus Berlin". "Das Auf-Sicht-fahren nervt. Aber das Auf-Sicht-fahren ist das einzige, was wirklich hilft. Denn der Herausforderer, vor dem wir stehen, - Corona - hält sich null an Termine, die wir setzen."
+++ 19:06 Hannover trotzt Schnee und impft weiter +++
Trotz des massiven Wintereinbruchs finden Impfungen gegen das Coronavirus im gemeinsamen Impfzentrum der Stadt und der Region Hannover auch am Montag statt. Impftermine können aber im Notfall um einen Tag verschoben werden, wie die Stadt Hannover am Abend mitteilte. Wer eine Terminbestätigung erhalten habe, aber aufgrund der Witterung nicht zum Impfzentrum anreisen könne, erhalte demnach die Möglichkeit, auch am Dienstag zur gleichen vereinbarten Uhrzeit geimpft zu werden. Dazu müssen Bürgerinnen und Bürger ihre Terminbestätigung mitbringen.
+++ 18:37 Britische Unternehmer bekommen Schnelltests für Beschäftigte gestellt +++
Arbeitnehmer in Großbritannien, die trotz Corona-Pandemie nicht zuhause arbeiten können, sollen von der Regierung regelmäßige Schnelltests zur Verfügung gestellt bekommen. Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten sollen nun Zugang zu Schnelltests bekommen, wie die britische Regierung ankündigte. Zuvor war das Angebot auf Unternehmen und Organisationen mit mehr als 250 Mitarbeitern beschränkt gewesen - darunter auch Grenzbeamte, Feuerwehrleute und Polizisten.
+++ 18:15 Experten raten zu Stufenplan für Öffnung +++
Der Epidemiologe Klaus Stöhr fordert eine breitere wissenschaftliche Beratung im Vorfeld von politischen Entscheidungen über die Pandemiebekämpfung. "Das sollten interdisziplinäre Teams sein, mit konträren Positionen und alternativen Herangehensweisen", sagte Stöhr dem "Spiegel". Auch Gesundheitsökonomen, Soziologen, Psychologen, Infektiologen, Ethiker und andere Wissenschaftler sollten zu Wort kommen. Stöhr hat gemeinsam mit Fachleuten verschiedener Disziplinen ein Positionspapier geschrieben. Die Experten plädieren für einen Stufenplan, der Deutschland "ohne stetig neue Grundsatzdiskussionen bis zum Pandemieende bringt". Zu den Erfolgskriterien sollten zählen: der R-Wert-Trend, eine risikogruppen-spezifische Inzidenz, die Belastung des Gesundheitssystems und die Belegung der Intensivstationen.
+++ 17:52 Zwölf Millionen Menschen in Großbritannien gegen Corona geimpft +++
In Großbritannien haben mehr als zwölf Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus aktuellen Zahlen der Regierung von heute hervor. Noch am Freitag waren es 11.975.267 wie in der Grafik ersichtlich. Bis Mitte Februar will die britische Regierung den gefährdetesten Gruppen - darunter Über-70-Jährige, Menschen mit Vorerkrankungen sowie medizinisches und Pflege-Personal - und damit 15 Millionen Menschen eine Impfung angeboten haben. Derzeit ist man zuversichtlich, dieses Etappenziel auch zu erreichen.
Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert
+++ 17:26 Ungarn genehmigt russischen Corona-Impfstoff Sputnik V +++
Ungarn lässt erwartungsgemäß den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu. Das teilte der Minister für Humanressourcen, Miklos Kasler, nun auf seiner Facebook-Seite mit. Das Zentrum für Nationale Volksgesundheit (NNK) habe nach Ende der notwendigen Prüfung die Genehmigung erteilt, sagte Kasler, zu dessen Ressort auch das Gesundheitswesen gehört. Ungarn nutzt damit erstmals einen Impfstoff gegen das Coronavirus, der noch nicht EU-weit zugelassen ist. Im Genehmigungsverfahren befindet sich in Ungarn zudem das von der chinesischen Firma Sinopharm produzierte Anti-Corona-Vakzin. In Ungarn werden zudem die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna sowie Astrazeneca verimpft.
+++ 17:02 Weniger als die Hälfte der Gesundheitsämter nutzen Corona-Software +++
In Deutschland nutzen derzeit 151 der 376 Gesundheitsämter die Corona-Software "Sormas". Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium. Nach Angaben der "Wirtschaftswoche" nutzt in Hamburg, Sachsen und im Saarland bislang kein einziges Amt das System, das den Behörden den Austausch untereinander im Kampf gegen die Pandemie erleichtern soll. Mit "Sormas" sollen die Gesundheitsämter Kontakte von Corona-Infizierten effizienter identifizieren und nachverfolgen können. Bund und Länder hatten die deutschlandweite Einführung der neuen Software in allen Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen.
+++ 16:34 Österreich verschärft Grenzkontrollen zu Nachbarländern +++
Österreich will aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus Grenzkontrollen zu Deutschland und den weiteren Nachbarländern ab Montag massiv verschärfen. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden, teilte das Innenministerium am Sonntag mit. Jeder Reisende muss künftig beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Ausnahmen gibt es nicht mehr. Auch sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten. Das Freitesten nach fünf Tagen wurde abgeschafft. Pendler müssen sich - wie andere Einreisende auch - nun online registrieren und einmal pro Woche einen negativen Coronatest vorzeigen. Um mögliche Grenzübertritte von Touristen zu verhindern, kündigten die Behörden zudem verstärkte Kontrollen in Skigebieten an.
+++ 15:51 Geimpfte Altenheim-Bewohner positiv auf britische Mutante getestet +++
In einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück hat es einen Ausbruch der britischen Variante des Coronavirus gegeben. Bei 14 Senioren sei das Virus B 1.1.7. nachgewiesen worden - obwohl alle Bewohner am 25. Januar zum zweiten Mal geimpft worden seien, teilte der Landkreis nun mit. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt. Bisher gebe es nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern, was eine positive Wirkung der Impfung sein könne, sagte der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff, mit Verweis auf Angaben des zuständigen Amtsarztes.
+++ 15:26 Nach frühzeitiger Impfung: Halles OB räumt Fehler ein +++
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand hat nach seiner Erstimpfung und der daraus resultierenden öffentlichen Empörung Fehler bei der Kommunikation eingeräumt. "Das kann man natürlich transparenter machen, und das hätte man natürlich auch transparenter machen müssen", sagte nun Wiegand. Das grundsätzliche Vorgehen bei seiner Impfung verteidigte Wiegand erneut. "Wir im Katastrophenschutzstab stehen zu dem Vorgehen." Am Samstag hatte Wiegand eingeräumt, dass er und zehn seiner Stadträte bereits eine Impfung bekommen hatten, obwohl sie nicht zur ersten Prioritätsgruppe gehören.
+++ 14:54 Alle Testzentren in Niederlanden wegen Schneesturm vorerst geschlossen +++
Der über Zentral- und Nordeuropa wütende Wintereinbruch hat auch die Niederlande erfasst - und ihr nun den ersten Schneesturm seit mehr als zehn Jahren beschert. Angesichts der befürchteten Auswirkungen wurden unter anderem alle Corona-Testzentren im Land geschlossen. Nach der Skala des Wetterdienstes KNMI handelte es sich um den ersten Schneesturm seit Januar 2010, der die Niederlande traf.
+++ 14:26 Thüringen macht Vorschläge für bundesweit einheitlichen Lockdown-Ausstieg +++
Thüringens rot-rot-grüne Landesregierung plädiert für ein bundesweit einheitliches Szenario für einen Ausstieg aus dem Lockdown. Drei Tage vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel schickte die Regierung von Ministerpräsident Bodo Ramelow ihre Vorschläge an die anderen Bundesländer. In einem Papier ist die Rede von "möglichst bundesweit einheitlich festzulegenden Kriterien für einen Stufenplan". Thüringen greift Vorschläge von Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, setzt aber auch eigene Akzente. So sollen bei der Öffnung von Schulen und Kitas, Friseursalons, Einzelhandelsgeschäften oder Gaststätten auch Kriterien wie die Dynamik des Infektionsgeschehens, die erreichte Impfquote oder die Auslastung von Intensivbetten eine Rolle spielen.
+++ 13:55 Zahl der Intensivpatienten sinkt weiter +++
In deutschen Kliniken werden derzeit 3933 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 32 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 2202 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 20 weniger als am Vortag. Der Anteil der freien Intensivbetten steigt um 456 - insgesamt sind den Angaben zufolge noch 5069 Betten in den deutschen Kliniken frei.
+++ 13:26 Kretschmer plant vorsichtige Öffnung +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält eine vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen für vertretbar. "Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen zunächst die Kindergärten öffnen und die Grundschulkinder wieder in die Schulen gehen können. So werden wir es in Sachsen organisieren und so halte ich es auch für ganz Deutschland für richtig", sagt Kretschmer der Leipziger Volkszeitung. "Ich teile nicht die Meinung, dass wir überhaupt nichts lockern können", ergänzt der CDU-Politiker. Er halte Öffnungen durchaus für "verantwortbar, wenn die Schritte überschaubar sind".
+++ 12:57 Briten wollen Impfung jährlich Auffrischen +++
Großbritannien rechnet mit einer regelmäßigen Auffrischung der Corona-Impfung. "Wir sehen sehr wahrscheinlich eine jährliche oder eine Auffrischungsimpfung im Herbst und dann eine jährliche (Impfung)", sagt der für den Einsatz der Impfstoffe verantwortliche Minister Nadhim Zahawi der BBC. So werde es auch bei Grippeimpfungen gemacht, "wo man schaut, welche Variante des Virus sich auf der Welt ausbreitet." Großbritannien hat bereits fast 11,5 Millionen erste Dosen des Corona-Impfstoffs bereitgestellt. Bis Mitte Februar sollen dort alle Menschen in den am stärksten gefährdeten Gruppen geimpft sein.
Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert
+++ 12:34 Dänemark verschärft Einreiseregeln +++
In Dänemark treten strengere Einreiseregeln in Kraft. Reisende, die über den Landweg oder Häfen einreisen, müssen sich binnen 24 Stunden nach Ankunft einem Corona-Test unterziehen. Nach dem Test wird eine zehntägige häusliche Quarantäne verlangt, wie die dänische Regierung bekanntgibt. Von Ausländern, die in Dänemark nicht gemeldet sind, kann zudem verlangt werden, bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Flugreisende dürfen seit Januar nur mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, einreisen. Ausnahmen gelten für Menschen, die wichtige Güter transportieren, in Grenzgegenden in Norddeutschland oder Südschweden leben, sowie für Berufspendler.
+++ 12:11 Reker: Köln kann alle Kontakte nachverfolgen +++
Mehrere Bürgermeister deutscher Großstädte geben an, eine Kontaktnachverfolgung von coronapositiv getesteten Menschen sei auch dann möglich, wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen über 50 liege. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagt der "Welt am Sonntag", dass man in ihrer Stadt seit Monaten in der Lage sei, trotz Werten über 50 sowohl die positiv Getesteten als auch die Kontaktpersonen "innerhalb von 24 Stunden zu kontaktieren und Quarantäneanordnungen zu verhängen". In Köln liegt der Inzidenzwert derzeit bei 87,2. Ähnliche Angaben machen auch Stadtoberhäupter aus München, Leipzig und Düsseldorf. Bremens Bürgermeister sagt der Zeitung, seine Stadt könne alle Kontakte nachverfolgen - trotz einer Inzidenz von aktuell 66,4.
+++ 11:55 CSU-Generalsekretär will Grenzen sichern +++
Die neuen Corona-Varianten bereiten Sorgen. CSU-Generalsekretär Markus Blume fordert nun verstärkte Grenzkontrollen, um einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen durch mutierte Viren aus dem benachbarten Ausland zu verhindern. "Die größte Gefahr geht nicht vom Friseur aus, sondern von der Grenze", sagt Blume der "Bild am Sonntag". "Wir müssen sicherstellen, dass eine besonders gefährliche dritte Welle mit dem mutierten Virus nicht wieder über unsere Grenzen nach Deutschland schwappt." "Österreich und Tschechien gefährden mit ihrer unverantwortlichen Öffnungspolitik unsere Erfolge in Deutschland", kritisiert Blume. "Deshalb brauchen wir mehr Kontrollen der Bundespolizei an allen Außengrenzen."
+++ 11:31 Ärzteverbände kritisieren 7-Tage-Inzidenz +++
Die derzeit genutzte 7-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionszahlen innerhalb einer Woche bei 100.000 Einwohnern ist aus Sicht der Deutschen Gesellschaften für Pädiatrische Infektiologie und für Krankenhaushygiene als Steuerungsmechanismus untauglich. "Ein neuer Index muss transparent und belastbar politische Entscheidungen begründen können", schreiben beide Gesellschaften in einer Mitteilung. Daten der Überlastung des Gesundheitssystems mit Nennung von Zahlen zur Hospitalisierung, zur Belegung der Intensivbetten und zu Todesfällen müssten eingehen.
+++ 11:08 Russland meldet 16.048 Neuinfektionen +++
Russland verzeichnet 16.048 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Wie die russische Behörde mitteilt, liegt die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle damit bei 3,967 Millionen. Die Zahl der offiziell an oder mit dem Virus gestorbenen Menschen erhöht sich um 432 auf insgesamt 76.661. Russland liegt damit weltweit auf Platz vier hinter den USA, Indien und Brasilien.
+++ 10:40 USA: Zahl der Todesopfer steigt auf 462.037 +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 2662 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 462.037. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 105.027 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 26,95 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen allerdings weiter kontinuierlich ab.
+++ 10:13 Bereits 97 Regionen unter der Obergrenze +++
Die Bemühungen zur Eindämmung der Ansteckungswelle fruchten weiter: In Deutschland steigt die Anzahl der Regionen, in denen sich das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Das geht aus den jüngsten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach weisen bereits 97 Städte und Landkreise (Vortag: 81) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen 315 Städte und Gemeinden mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.
+++ 09:54 Kurz will Vakzine aus Russland und China produzieren +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Impfstoffe aus Russland und China im eigenen Land herstellen lassen. Voraussetzung sei eine Zulassung in Europa, sagt der konservative Politiker der "Welt am Sonntag". Dann "würde Österreich ganz bestimmt versuchen, Produktionskapazitäten bei geeigneten einheimischen Unternehmen für russische oder chinesische Impfstoffe zur Verfügung zu stellen". Es gehe einzig darum, so schnell wie möglich viel sicheren Impfstoff zu erhalten. Kurz sagt weiter, er würde sich auch selbst mit beiden Präparaten impfen lassen. "Es geht bei den Impfstoffen einzig um Wirksamkeit, Sicherheit und um schnelle Verfügbarkeit, nicht um geopolitische Kämpfe."
+++ 09:24 Mehrheit der Deutschen für Schulöffnung +++
In der Politik kommen vermehrt Stimmen für eine Rückkehr der Kinder in Kitas und Schulen ab Mitte Februar auf. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der "Bild am Sonntag" ist auch die Mehrheit der Deutschen dafür. 78 Prozent der Befragten sprechen sich demnach für eine Öffnung von Schulen und Kitas aus, 20 Prozent dagegen. Für eine Öffnung des Einzelhandels sind 73 Prozent der Befragten (25 Prozent dagegen), für eine Öffnung von Hotels und Gaststätten 62 Prozent (34 Prozent dagegen). Lediglich Kinos, Theater und Museen will demnach eine Mehrheit von 56 Prozent geschlossen halten. Für die Umfrage befragte Kantar am 4. Februar 506 Menschen am Telefon.
+++ 08:50 Israel lockert trotz hoher Infektionszahlen +++
Israel beginnt trotz anhaltend hoher Infektionszahlen mit Lockerungen seines dritten Corona-Lockdowns. Beschäftigte, die keinen Konktakt zu Kunden haben, dürfen an ihre Arbeitsplätze zurück. Besuche im privaten Kreis sind wieder erlaubt, ebenso wie Ausflüge in die Natur und Übernachtungen von Kernfamilien in Ferienwohnungen. Kindergärten und Schulen sollen von Dienstag an in eingeschränktem Umfang wieder geöffnet werden. Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv bleibt jedoch grundsätzlich geschlossen. Das Neun-Millionen-Einwohner-Land hatte Ende Dezember einen Teil-Lockdown verhängt und vor einem Monat verschärft. Trotz einer massiven Impfkampagne bleiben die Infektionsfälle aber auf hohem Niveau. Auch die Zahl der Schwerkranken ist kaum gesunken. Das Gesundheitssystem liegt nahe der Belastungsgrenze.
+++ 08:18 Landkreis Hof wieder Hotspot Nummer eins +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einer zweitägigen Unterbrechung nun wieder der bayerische Landkreis Hof die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (7. Februar, 0.00 Uhr) weist der fränkische Kreis einen Wert von 324,9 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen der Landkreis Tirschenreuth (316,5), Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge (298,7) und der Stadtkreis Hof (279,3), die alle ebenfalls in Bayern liegen. Somit liegen laut RKI von den zehn Regionen mit den bundesweit höchsten Werten weitere vier bayerische an der Spitze der Super-Hotspot-Liste. Lichtblicke gibt es weiterhin in Rheinland-Pfalz und im Norden: Der pfälzische Stadtkreis Zweibrücken weist laut RKI die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf (11,7). Dahinter folgen die Landkreise Dithmarschen (15,0) und Plön (17,9), die beide in Schleswig-Holstein liegen.
+++ 07:47 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 75,6 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sie sich am Samstag von 77,3 auf 75,6 ab. Demnach überschreiten weiterhin lediglich drei Bundesländer eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100: Im Bundesvergleich bleibt Thüringen das Land mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz (135,2). Dahinter das Saarland (115,5) und Sachsen-Anhalt (113,7). Die angestrebte Zielmarke eines Fallaufkommens von unter 50 neu registrierten Infektionen im Sieben-Tage-Zeitraum je 100.000 Einwohner ist noch für kein Bundesland in Reichweite.
+++ 07:25 EZB erwartet Aufschwung zur Jahreshälfte +++
Die wirtschaftliche Erholung der Euro-Zone nimmt EZB-Präsidentin Christine Lagarde zufolge in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf. Damit sei zu rechnen, auch wenn es weiterhin Unsicherheiten gebe, sagt Lagarde in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Journal du Dimanche". "Um ganz klar zu sein: die Wirtschaft wird nicht vor Mitte 2022 auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehren." Damit die Folgen der Corona-Pandemie abgefedert werden könnten, sei es wichtig, dass der Wiederaufbaufonds der EU rasch ratifiziert werde, sagt Lagarde. Die EU-Länder hatten sich im vergangenen Jahr auf ein Hilfsprogramm mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro geeinigt. Noch haben aber nicht alle EU-Staaten ihre Pläne eingereicht, wie die Gelder genutzt werden sollen.
+++ 06:55 Kretschmann: "Lockdown light war falsch" +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann räumt Fehler im Corona-Krisenmanagement ein. "Der Lockdown light im November war falsch, die Einschränkungen gingen nicht weit genug", sagt Kretschmann dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Von Teilen der Wissenschaft hatten wir die Ansage, dass das genügen könnte", so der Grünen-Politiker. Das sei ein Irrtum gewesen. "Aber wir mussten und müssen in der Situation und unter Druck handeln. Dabei passieren Fehler, das ist leider so." Auch bei den Planungen für die Impfungen habe es Fehler gegeben, fügt Kretschmann hinzu. "Die EU hat sich offenbar nicht hinreichend auf die Anforderung einer Massenproduktion konzentriert."
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+++ 06:30 Habeck fordert globale Impfkampagne +++
Grünen-Chef Robert Habeck mahnt eine weltweite Kraftanstrengung an, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Ein globales Virusgeschehen könne nur global eingedämmt werden, sagt Habeck der Deutschen Presse-Agentur. "Pandemie-Impfstoffe sollten ein öffentliches Gut sein. Nach diesem Maßstab sollte die Bundesregierung handeln; und zwar über die eigene Landesgrenze hinaus." Habeck fordert die EU und USA auf, sich gemeinsam für eine stärkere Rolle der Weltgesundheitsorganisation einzusetzen, "um einen gemeinsamen Vorstoß zu unternehmen, eine globale Covid-19-Impfstoffkampagne ins Leben zu rufen und zu verstetigen". Dafür brauche es internationale Kooperationen zwischen Pharmaunternehmen, Lizenzvereinbarungen und eine Stärkung der gesamten Lieferkette.
+++ 05:52 RKI meldet 8616 neue Fälle +++
In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 8600 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilt, wurden weitere 8616 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen stieg damit auf 2.284.010. Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 231 Todesfälle im Zusammenhang mit Infektionen gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 61.517. Die Zahl der von einer Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,029 Millionen. Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 05:12 Karlizcek will Lehrer mit Astrazeneca impfen +++
Auch im Bildungsbereich gibt es Begehrlichkeiten, was die Impfstoffe angeht. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek setzt sich für eine vorgezogene Impfung des Lehrpersonals mit dem Impfstoff von Astrazeneca ein. Das Präparat des britisch-schwedischen Pharmaherstellers sei in Deutschland nur für Personen unter 65 Jahren zugelassen. Daher könnte dieser Impfstoff "schon bald für Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher angeboten werden", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".
+++ 04:26 Kassenärzte wollen früher geimpft werden +++
Deutschlands Kassenärzte fordern, dass sie schneller als geplant bei der Corona-Impfung zum Zug kommen. "Diejenigen, die andere jeden Tag behandeln, medizinisch versorgen und schützen, müssen auch selbst geschützt sein", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen. In der geltenden Impfverordnung zählen Ärzte zur zweiten von drei prioritär zu impfenden Gruppen in Deutschland. Nach einem Entwurf soll auch eine für kommende Woche erwartete Neufassung der Verordnung daran nichts ändern. Die Impfungen der ersten Gruppe sollen noch bis Ende März dauern.
+++ 03:52 Rios Sambadrom wird zum Drive-thru-Impfzentrum +++
Der Karneval in Rio muss in diesem Jahr ausfallen. Das Sambodrom, in dem sonst die Umzüge der Sambaschulen für Wirbel sorgen, ist nun ein Drive-thru-Impfzentrum. Senioren, die ihren Impftermin verpasst haben, können sich von diesem Wochenende an samstags im Sambodrom gegen das Coronavirus impfen lassen, ohne aus dem Auto auszusteigen. Zunächst waren die über 90-Jährigen an der Reihe, bis Ende März hofft die Stadtverwaltung Rios, alle über 60-Jährigen geimpft zu haben. Auch der Olympiapark im Stadtteil Barra da Tijuca ist zu einem Impf-Drive-thru geworden.
Datawrapper
+++ 02:57 Altmaier für regionales Vorgehen bei Lockerungen +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dämpft die Erwartungen vorm nächsten Bund-Länder-Treffen. Allenfalls regionale Erleichterungen seien sinnvoll. "Wir dürfen uns nicht öffentlich mit Lockerungs-Fahrplänen überbieten", warnt der CDU-Politiker in der "Bild am Sonntag". "Die Zahl der Neuinfektionen ist derzeit kaum niedriger als Ende Oktober, als der Lockdown begann". Er begrüße die Konzepte aus den Ländern zu regionalen Lösungen. "Wir sollten stärker differenziert vorgehen", sagte der Minister. "Den Lockdown in Super-Hotspots, wie es sie leider immer noch an vielen Stellen in Deutschland gibt, etwa an der Grenze zu Tschechien, aufzuheben, macht keinen Sinn." Dort, wo in den Bundesländern weite Bereiche sehr niedrige Infektionszahlen hätten, lägen die Dinge anders und besser, so Altmaier.
+++ 01:43 Hunderte Dänen demonstrieren mit Fackeln vor Parlament +++
Trotz klirrender Kälte sind in Dänemark am Abend hunderte Menschen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Straße gegangen. Rund 600 Demonstranten versammelten sich mit Fackeln vor dem Parlament in Kopenhagen. Sie protestierten insbesondere gegen einen geplanten Corona-Impfpass, mit dem Geimpfte die Möglichkeit zum Reisen und möglicherweise auch Zugang zu Restaurants, Kultur- oder Sportveranstaltungen bekommen sollen. Anders als vor zwei Wochen, als sich Demonstranten gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert hatten, blieb die Kundgebung aber weitgehend friedlich.
+++ 00:58 Kontaktverfolgung kann auch bei Inzidenz über 50 möglich sein +++
50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner – diese Inzidenz gilt als Zielmarke bei der Corona-Bekämpfung. Bei mehr Neuinfektionen sei die Kontaktverfolgung schwierig. Dieser Annahme widersprechen nun die Bürgermeister mehrerer Großstädte. In Köln etwa seien die Behörden trotz Werten von über 50 seit Monaten in der Lage, sowohl die positiv Getesteten als auch die Kontaktpersonen "innerhalb von 24 Stunden zu kontaktieren und Quarantäneanordnungen zu verhängen", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker der "Welt am Sonntag". Ähnliche Angaben machten der Zeitung zufolge Rathäuser in Bremen, München, Leipzig und Düsseldorf. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, verwies auf die schnelle Einführung von IT-Lösungen in Großstädten.
+++ 00:10 Verbände dringen auf bundeseinheitliche Schulöffnungs-Planung +++
Mehrere Verbände und Gewerkschaften haben Bund und Länder aufgefordert, bei ihren Beratungen am Mittwoch einen einheitlichen Stufenplan mit verbindlichen Kriterien für Schulöffnungen zu verabschieden. "Mit diesem hätten Länder, Kreise und Städte dann mit Blick auf das Infektionsgeschehen vor Ort die Möglichkeit, flexibel zu agieren. Das föderale Durcheinander muss endlich beendet werden", sagte Marlis Tepe, die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Für Kitas und Schulen sind die einzelnen Länder zuständig, ein einheitliches Vorgehen scheint angesichts der unterschiedlichen Interessen kaum durchsetzbar.
+++ 23:03 Studie: Astrazeneca-Vakzin wirkt bei Südafrika-Mutante nur eingeschränkt +++
Der von Astrazeneca entwickelte Impfstoff bietet laut einem Bericht der "Financial Times" offenbar keinen umfassenden Schutz vor der in Südafrika entdeckten Mutation des Coronavirus. Das Vakzin schütze nicht vor leichten und mittelschweren Verläufen der Corona-Variante 501Y.V2. Die Studie, auf die sich die Zeitung beruft, wollen die südafrikanischen Witwatersrand-Universität und der Oxford-Universität am Montag veröffentlichen.
+++ 21:58 Zwölf Gäste treffen sich in Mannheimer Kneipe und machen das Licht aus +++
Zwölf Gäste aus unterschiedlichen Haushalten und ein Wirt haben sich in einer Mannheimer Kneipe getroffen. Ein Zeuge bemerkte die verbotene Zusammenkunft, wie die Polizei nun mitteilte. Beim Eintreffen der Beamten wurde die Eingangstür geschlossen und das Licht gelöscht. Erst auf mehrfache Aufforderung öffnete der Wirt den Beamten die Tür und ließ eine Kontrolle zu. Die Gaststätte wurde geräumt. "Die festgestellten Verstöße der Gäste, wie auch des Gastwirts werden konsequent geahndet", steht in der Mitteilung der Polizei.
+++ 21:26 Thüringen meldet gemessen an Einwohnerzahl die meisten Fälle +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen drei der 16 Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 2190 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (1580) und Baden-Württemberg (1117). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Thüringen an diesem Samstag das Land mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Der Freistaat verzeichnet 22,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner – laut thüringischem Landesamt stehen zudem noch Nachmeldungen aus Weimar aus.
+++ 21:21 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9635 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.278.729 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9635 neue Fälle hinzu. Das ist der niedrigste Samstagswert seit 17. Oktober 2020. Damals lag der Wert bei 6580 neue Fälle. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 492 auf 61.380. Noch vor einer Woche lag die Zahl der Todesfälle bei 598. Als aktuell infiziert gelten rund 187.977 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,97 angegeben (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 97 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,95 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3965 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2222 davon werden beatmet. Rund 4613 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
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