Panorama

Fast 8000 Corona-Tote 50 Kreise melden keine neuen Infektionen

imago0100803599h.jpg

Vor allem in den nördlichen Regionen des Landes treten kaum Neuinfektionen auf.

(Foto: imago images/Susanne Hübner)

Die Deutschlandkarte der Corona-Infektionen färbt sich grün: In mehr als der Hälfte aller Kreise geht die Zahl der Ansteckungen gegen null, für Dutzende meldet das RKI keinen einzigen neuen Fall. Einige wenige aber reißen noch immer die heikle Grenze von 50 Neuinfizierten.

Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland hat binnen einer Woche nur sehr wenige oder gar keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (Datenstand Montag 0.00 Uhr). Allerdings weist das RKI ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben durch Übermittlungsverzüge von den tatsächlichen Zahlen vor Ort abweichen können.

Der Übersicht zufolge sind in rund 50 Landkreisen innerhalb von sieben Tagen keine neuen Ansteckungen bekannt geworden. In rund 220 waren es fünf oder weniger Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Eine Handvoll Kreise kratzte aber auch an der von der Politik festgelegten Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - oder lagen darüber. Der Wert dient als Grenze, bei deren Überschreitung in der betreffenden Region strikte Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie vorgesehen sind. Insgesamt erfasst das RKI etwas mehr als 400 Kreise und kreisfreie Städte.

*Datenschutz

Laut RKI wurden deutschlandweit bis Mitternacht binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen gemeldet. Damit gibt es seit Ausbruch der Seuche 174.697 bekannte Ansteckungen. Die Zahl der mit Sars-CoV-2 infizierten Toten stieg innerhalb eines Tages um 21 auf 7935. Geschätzte 154.600 Menschen haben dem RKI zufolge ihre Infektion überstanden.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen schwankt von Wochentag zu Wochentag, ist aber in der Tendenz weiter fallend. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Angaben vom Sonntag bei 0,94. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen von etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,87. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Quelle: ntv.de, mra/dpa