Panorama

Nach Corona-Impfung Auch Jugendliche von Myokarditis betroffen

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Von den 24 Jugendlichen, die eine Myokarditis entwickelten, waren 22 männlich und nur zwei weiblich.

(Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS)

In sehr seltenen Fällen tritt nach einer Corona-Impfung mit Biontech eine Herzmuskelentzündung auf. Meist sind Jungs nach der zweiten Spritze davon betroffen. Wie das Paul-Ehrlich-Institut mitteilt, ist dies auch bei Jugendlichen der Fall. Seit Ende März gab es 24 Fälle - bei mehr als 1,3 Millionen Impfdosen.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bis Ende Juli 24 Fälle einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach Corona-Impfungen mit dem Biontech-Wirkstoff bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren registriert. Die Fälle seien häufiger nach der zweiten Impfung beobachtet worden, heißt es im Sicherheitsbericht des Instituts, der in Langen (Hessen) veröffentlicht wurde.

Betroffen seien 22 männliche und 2 weibliche Jugendliche. Es gebe keine Meldung über einen Todesfall. Die Daten wiesen darauf hin, dass mehr Fälle berichtet wurden, als statistisch zufällig zu erwarten sei. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der mRNA-Impfstoffe wie dem von Biontech/Pfizer bewertet das PEI unter anderem wegen der Seltenheit der Berichte dennoch weiter positiv.

Insgesamt seien Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 in dem Zeitraum mehr als 1,3 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist seit 31. März 2021 auch für die Impfung von 12- bis 15-Jährigen zugelassen. Die 24 Fälle von Herzmuskelentzündung waren dem Bericht zufolge die häufigste schwerwiegende gemeldete Nebenwirkung. Bei sieben weiblichen Jugendlichen sei eine anaphylaktische Reaktion aufgetreten, zudem seien sechs Krampfanfälle gemeldet worden.

Im seinem Sicherheitsbericht von Mitte Juli hatte das PEI geschrieben, Fälle der Herzerkrankungen Myokarditis und Perikarditis würden nach einer Impfung mit Biontech und Moderna im Allgemeinen "sehr selten" beobachtet. Die Gesamtmelderate in allen Altersgruppen liege bei 0,32 beziehungsweise 0,48 Meldungen auf 100.000 Impfdosen. Der Ausschuss für Risikobewertung habe beschlossen, Myokarditis und Perikarditis in die Fach- und Gebrauchsinformationen beider mRNA-Impfstoffe aufzunehmen. "Nach den bislang vorliegenden Daten sind offenbar vor allem junge Männer nach Gabe der zweiten Dosis betroffen, typischerweise innerhalb von 14 Tagen", hieß es weiter. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfstoffe sei aber "weiterhin positiv".

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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