Panorama

Mann beißt Rattenkopf abAustralier bekommt Haustierverbot

11.07.2016, 13:06 Uhr

Matthew Maloney will Aufsehen erregen. Vor laufender Kamera beißt er einer lebendigen Ratte den Kopf ab, stellt den Clip anschließend ins Internet. Das hat juristische Konsequenzen. Doch einsichtig ist der Australier nicht und wirft mit derben Sprüchen um sich.

Für einen besonders skurrilen Fall von Tierquälerei hat ein Gericht in Brisbane einen 25-Jährigen verurteilt. Matthew Maloney darf drei Jahre lang keine Haustiere mehr halten. Außerdem muss er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das berichtet der Sender ABC. Der Australier hatte im Januar einer lebendigen Ratte den Kopf abgebissen und postete das Video der Tat anschließend auf Facebook. Tierschützer zeigten ihn daraufhin an.

In dem Clip ist zu sehen, wie der 25-Jährige in einen Raum stürmt und die Ratte aus ihrem Käfig holt. Er hält das Tier provokant in die Kamera und reißt ihm dann bei lebendigem Leib den Kopf ab. Anschließend spült er den Rattenkopf mit Wodka herunter, jedoch nicht ohne ihn vorher noch einmal mit aufgerissenem Mund vor der Kamera zu präsentieren. Das Video bekam Hunderttausende Klicks in den sozialen Netzwerken.

Richterin Suzette Coates machte während des Prozesses klar, was sie von Matthew Maloney, genannt "Mad Matt", hält. Er sei "narzisstisch" und wolle Aufsehen um jeden Preis erregen. Sein Verhalten sei "lächerlich" und "peinlich". "Wenn es das ist, was Sie tun müssen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, wirft das ein trauriges Licht auf Sie und Ihr Verhältnis zur Gesellschaft", so Richterin Coates weiter.

Australier zeigt keine Einsicht

Doch der Australier schien davon wenig beeindruckt. Zwar bekannte er sich in dem Prozess der Tierquälerei schuldig, doch außerhalb des Gerichtssaals war das schnell vergessen. Den wartenden Reportern gegenüber sagte Maloney, so schlimm sei die Tat auch nun wieder nicht gewesen. "Es gibt viele Sachen, die weitaus schlimmer sind. Rattengift kaufen und Rattenfallen, solche Dinge eben", so der Mann weiter. Im Internet setzte der 25-Jährige dann noch einen oben drauf. Bei Facebook schrieb er, er werde niemals bereuen, was er getan habe.

Nach Untersuchung durch die Tierschutzorganisation "RSPCA" musste die Ratte 29 Sekunden lang leiden. Daraufhin zeigte sie Maloney an. Der wiederum schoss verbal zurück und ließ verlauten: "Ich weiß nicht, wie sie (RSPCA) das beweisen wollen, wenn sie doch sowieso andauernd Tests an Ratten durchführen." Die Tierschützer zeigten sich mit dem Urteil zufrieden.

Maloney will in Zukunft keine Videos mehr selbst drehen. Zum Zeitpunkt seiner Tat fand er laut eigener Aussage die Sache "witzig", rückblickend sei das aber wohl eine "dumme Entscheidung" gewesen.

Quelle: ntv.de, ksc

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