Panorama

"Xavier" sorgt für Stillstand Bahn befürchtet bundesweit Ausfälle

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Ein Fahrgast schläft in einem von der Bahn zur Übernachtung bereitgestellten "Hotelzug" am Hauptbahnhof in Berlin.

(Foto: picture alliance / Gregor Fische)

Schwere Unwetter belasten die Nerven der Bahnkunden. Züge werden gestoppt. An einen normalen Bahnverkehr sei nicht zu denken, räumt ein Sprecher des Konzerns ein. Die Folgen sind bundesweit spürbar.

Die Folgen von Sturmtief "Xavier" könnten den Bahnverkehr bundesweit beeinträchtigen. Die Einstellung des Verkehrs in einigen Bundesländern am Donnerstag könne auch Einfluss auf den Verkehr in anderen Teilen Deutschlands haben, erklärte ein Bahn-Sprecher. "Es kann zu Beeinträchtigungen im ganzen Netz kommen. Die Auswirkungen können auch auf Regionen abstrahlen, die mit dem Unwetter gar nichts zu tun haben", sagte der Sprecher. Es sei zudem ungewiss, ob sich die Arbeiten und Beeinträchtigungen noch bis in das Wochenende hinein ziehen.

Am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe strandeten am Donnerstag bereits einige Schnellzüge, weil sie aus dem Süden nicht weiter in Richtung Norden fahren konnten. Ähnliches passierte an Bahnhöfen in Köln und Leipzig.

Die Deutsche Bahn stellte deshalb nach Angaben des Sprechers etwa ein Dutzend leere IC- und ICE-Züge in Bahnhöfen für gestrandete Reisende bereit. So standen demnach zum Beispiel drei Übernachtungszüge in Kassel-Wilhelmshöhe, außerdem gab es sogenannte Hotelzüge auch in Berlin am Hauptbahnhof und an den Stationen Spandau und Südkreuz sowie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Hannover.

Zusätzlich seien auch viele Taxi- und Hotelgutscheine ausgegeben worden. Viele Bahnkunden schlugen sich auch privat durch. Der Bahnsprecher sagte, es werde laufend überprüft, wo Bäume auf den Schienen lägen, vereinzelt seien Züge zu Erkundungsfahrten unterwegs, um gegebenenfalls gesperrte Strecken wieder freizugeben. 

Die Bahn hatte wegen des Sturms "Xavier" den Zugverkehr in mehreren Regionen eingestellt. Besonders betroffen waren Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Züge aus Süddeutschland, die in die betroffenen Regionen fuhren, wurden am Nachmittag an Bahnhöfen wie Kassel, Leipzig oder auch Köln gestoppt.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa