Panorama

Neue Hochrisikogebiete Bund warnt vor Reisen nach Spanien und Portugal

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Die Reisewarnung gilt auch für die bei Deutschen beliebte Insel Mallorca.

(Foto: PantherMedia / Sabine Thielemann)

Die Corona-Pandemie nimmt mit der Ausbreitung der Omikron-Variante in vielen Ländern wieder Fahrt auf. Das Auswärtige Amt passt seine Reisewarnungen entsprechend an - vor allem für zwei beliebte Urlaubsländer. Dagegen bessert sich die Lage im Nachbarland Österreich.

Die Bundesregierung stuft in der Corona-Pandemie nun auch die USA, Spanien - einschließlich der Balearen und Kanarischen Inseln - Portugal, Zypern und Finnland als Hochrisikogebiete ein. Das geht aus der Auflistung des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Dagegen gelten unter anderem Österreich, Bosnien und Serbien nicht mehr als solche Gebiete. Die neuen Einstufungen gelten ab Samstag um Mitternacht.

Ungeimpfte, die aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich jedoch nach fünf Tagen freitesten. Kinder unter zwölf Jahren müssen fünf Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene müssen ihre Einreise digital anmelden.

Grund für die Einstufung der beliebten Urlaubsländer Spanien und Portugal sind die hohen Infektionszahlen. Ebenfalls auf die Liste der Hochrisikogebiete werden Finnland, Zypern und Monaco aufgenommen.

Reisewarnung erleichtert Stornierungen

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

In Spanien war die Zahl der Neuinfektionen jüngst wieder in die Höhe geschnellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 486 und damit wesentlich höher als in Deutschland. Viele Erkrankte weisen allerdings wegen der hohen Impfquote von 80 Prozent keine oder nur milde Symptome auf. Die Regierung und die meisten autonomen Gemeinschaften setzen auf eine Beschleunigung der Dritt-Impfungen, eine Maskenpflicht auch wieder im Freien und eine personelle Verstärkung der Gesundheitseinrichtungen. Nur Katalonien mit Barcelona hat eine nächtliche Ausgehbeschränkung, die Schließung des Nachtlebens sowie die Begrenzung der Teilnehmer an privaten Treffen angeordnet, braucht dazu aber noch grünes Licht der Justiz.

Die Regierung in Portugal hatte angesichts stark steigender Corona-Zahlen für Silvester geplante Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgezogen. Ab dem 25. Dezember wird die Arbeit von zu Hause überall dort, wo es möglich ist, zur Pflicht, Diskotheken und Bars müssen schließen. Der Schulunterricht werde nach Neujahr später als sonst - erst am 10. Januar - wieder beginnen. Trotz einer hohen Impfquote von rund 90 Prozent ist die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland auf 327 gestiegen.

Lockdown senkt Zahlen in Österreich

In den USA ist die Omikron-Variante mittlerweile dominant - die Zahl der Neuinfektionen steigt an. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA gut 149.000 Neuinfektionen pro Tag, was gegenüber der Vorwoche einem Anstieg von fast 25 Prozent entspricht.

Österreich verzeichnete zuletzt eine weiter sinkende Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel zu Beginn der Woche unter den Wert von Deutschland. Die Entwicklung ist Folge eines dreiwöchigen Lockdowns. Seit Montag gilt als Vorsorge allerdings für die Einreise 2G plus. Wer zweifach geimpft oder genesen ist, braucht zusätzlich einen PCR-Test. Nur wer bereits eine Auffrischungsimpfung hat, darf ohne weiteres einreisen.

Insgesamt werden mehr als 50 Länder vom RKI ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete geführt. Hinzu kommen neun Virusvariantengebiete, zu denen neben afrikanischen Ländern seit Montag wegen der massiven Ausbreitung der Corona-Virusvariante Omikron auch Großbritannien zählt. Ein Virusvariantengebiet ist die höchste Corona-Risikokategorie. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa

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