Bundespolizei gibt EntwarnungDrohnenalarm legt Flughafen BER kurzzeitig lahm

Wegen einer Drohnensichtung am Hauptstadtflughafen wird der Flugverkehr am Abend eingestellt. Nach 45 Minuten gibt die Bundespolizei Starts und Landungen wieder frei. Bereits 28 Sichtungen verzeichnet die Flugsicherung am BER im ersten Halbjahr.
Wegen einer Drohnensichtung am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) ist der Flugbetrieb am Abend vorübergehend eingestellt worden. Für 45 Minuten gab es keine Starts und Landungen mehr. Um 21.05 Uhr sei die Sperrung wieder aufgehoben worden, sagten Sprecherinnen des BER und der Bundespolizei.
Um 20.00 Uhr sei eine Drohne gesichtet worden. Daraufhin habe die Deutsche Flugsicherung zunächst die Nordpiste für Starts und Landungen gesperrt, um 20.20 Uhr dann auch die Südpiste. Kurz nach 21. 00 Uhr gab es Entwarnung. Es kam bei zahlreichen Flügen zu Verzögerungen bei Starts und Landungen, wie auf der Internetseite des BER mit den Ankünften und Abflügen zu sehen war. Mehrere Umleitungen von Maschinen wurden angegeben.
Die Sprecherin der Bundespolizei sagte, Mitarbeiter am Flughafen hätten die Drohne gesichtet. Einsatzkräfte der Bundespolizei hätten dann Ausschau gehalten. "Wir konnten keine Feststellung treffen". Dann sei der Flugverkehr wieder freigegeben werden.
Flughafen mit den meisten Drohnenvorfällen
An keinem anderen deutschen Flughafen sind im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet worden wie am Hauptstadtflughafen BER. 28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) auf Anfrage mitteilte. Das war eine Sichtung mehr als im selben Zeitraum am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main.
In sieben Fällen musste der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden. Auffällig ist aber vor allem der große Sprung zum Vorjahr: Im Gesamtjahr 2025 wurden laut Flugsicherung nur acht Drohnen am BER sowie im Großraum darum herum festgestellt.
Zuletzt hatte vor allem ein Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle für Aufregung gesorgt und Debatten um die Sicherheit ausgelöst. Dort war ein mit Sprengstoff präpariertes Fluggerät neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet dies.