Panorama

Einen Monat nach VerschwindenEhemann von italienischer Ministerin tot aus See geborgen

04.08.2026, 22:04 Uhr
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Nach Cavallaris Verschwinden begann eine große Suchaktion. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Für Italiens Familienministerin endet eine die Zeit des bangen Wartens. Rettungskräfte bergen ihren vermissten Ehemann tot aus einem See. Der 84-Jährige war bei einem Bootsausflug von Bord gesprungen und nicht wieder aufgetaucht.

Mehr als einen Monat nach seinem Verschwinden im Vicosee (Lago di Vico) nördlich von Rom ist der Ehemann von Italiens Familienministerin Eugenia Roccella tot aufgefunden worden. Die Leiche des 84-jährigen Luigi Cavallari wurde nach Angaben der Behörden am Vormittag aus dem See geborgen. 

Cavallari war Ende Juni von einem kleinen Boot aus ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht. Seitdem hatten Einsatzkräfte nach ihm gesucht. Die 72 Jahre alte Ministerin befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks ebenfalls auf dem Boot. Roccella erklärte, für sie ende nun eine "Zeit des schmerzhaften Wartens". Sie bedankte sich bei allen Einsatzkräften für die Suche nach "meinem geliebten Luigi".

Nach Cavallaris Verschwinden begann eine große Suchaktion. Verschiedenste Einsatzkräfte waren vor Ort im Einsatz. Unter anderem ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge mit Kamera- und Sonarsystemen wurden eingesetzt, um den See systematisch abzusuchen. Trotzdem dauerte die Suche nach Cavallari mehrere Wochen. Offenbar trieb er weit vom Ort seines Sprungs.

In den sozialen Medien gab es damals kritische und hasserfüllte Kommentare. Dabei ging es einerseits um den Vorwurf, die umfangreiche Suchaktion sei unverhältnismäßig, andererseits aber auch um persönliche Angriffe gegen Roccella. Sie gehört der rechten Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni an. Als Familienministerin ist Roccella wegen ihrer Position gegen gleichgeschlechtliche Ehen und Abtreibungen umstritten.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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