Panorama

Falscher Corona-Alarm Erneute Tests auf "Mein Schiff 6" negativ

Anfang der Woche werden auf der "Mein Schiff 6" ein Dutzend Crewmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet. Nun durchgeführte Untersuchungen zeigen jedoch ein negatives Ergebnis. Experten rätseln, wie es zu den falschen Ergebnissen kommen konnte.

Bei den am Montag gemeldeten Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" handelt es sich um eine Fehldiagnose des zuständigen Labors. Die im Rahmen von Routinetests gemeldeten unklaren positiven Testergebnisse bei zwölf Besatzungsmitgliedern seien mittlerweile durch drei weitere Tests als negativ identifiziert worden, teilte das griechische Staatsfernsehen mit. Dabei handelte es sich um einen sogenannten PCR-Test der Reederei Tui Cruises selbst, sowie einen Antigen-Schnelltest und einen weiteren PCR-Test der griechischen Behörden.

Die Kreuzfahrt von "Mein Schiff 6" war am Sonntag in Heraklion auf Kreta gestartet. Zurzeit liegt das Schiff in Piräus vor Anker. Zuvor waren von den 666 Besatzungsmitgliedern rund 150 auf das Virus getestet worden, davon zwölf positiv. Die Tests waren im Auftrag von Tui Cruises von einem griechischen Labor auf Kreta durchgeführt worden. Der Kapitän brach nach den Testergebnissen die Reise ab.

Die gesamte Besatzung sei in den vergangenen 14 Tagen nicht auffällig geworden, teilte das Unternehmen weiter mit. Keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome. Außerdem sind 922 Passagiere an Bord. Da keine Gäste betroffen sind oder zur Kontaktgruppe 1 der betroffenen Besatzungsmitglieder gehören, seien keine Tests bei Gästen notwendig.

Ein Rätsel bleibt nach Ansicht von Experten, wie ein so hoher Anteil der Tests zunächst positiv und danach negativ ausfallen konnte. Dass es bei hohen Testzahlen vereinzelt so genannte "falsch positive" Tests gibt, ist bekannt; allerdings wäre eine Quote von 8 Prozent falscher Ergebnisse extrem hoch.

Quelle: ntv.de, jpe/DJ/dpa