Panorama

Autofahrer erfasst FünfjährigenFeuer, Streit, Unfälle - Silvesternacht endet vielfach tödlich

01.01.2026, 16:11 Uhr
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Polizei und Feuerwehr müssen in der Silvesternacht häufiger ausrücken als ihnen lieb ist. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Mitten im Silvestertrubel ereignet sich im Landkreis Vechta ein tragischer Unfall: Ein Fünfjähriger stirbt, als er auf die Straße rennt. Es ist nicht der einzige Todesfall in der Silvesternacht.

Im niedersächsischen Landkreis Vechta überschattet ein tödlicher Unfall die Neujahrsfeierlichkeiten. Der Polizei zufolge lief kurz nach Mitternacht in Lohne ein Fünfjähriger von einem Gehweg auf die Straße und wurde von einem Auto erfasst. Der Junge wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, starb jedoch wenige Stunden später an den schweren Verletzungen.

Für Ärger sorgten bei der Erstversorgung des Jungen mehrere Schaulustige, die sich am Straßenrand versammelten. Die Polizei leitete gegen einen 21-Jährigen und einen 17-Jährigen Strafverfahren ein. Sie sollen Bilder von der Unfallstelle und den Rettungsmaßnahmen gemacht haben.

Der Unfall in Lohne ist nicht der einzige Todesunfall der Silvesternacht. In Baden-Württemberg starben gleich drei Menschen bei unterschiedlichen Brandvorfällen: Laut dem baden-württembergischen Innenministerium ereigneten sich die Brände im Schwarzwald in den Orten Bonndorf und Lenzkirch sowie in Giengen an der Brenz. Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.

Tödlicher Messerangriff

In Hessen nahm zudem ein Streit in der Silvesternacht ein tödliches Ende. Laut Polizei starb in Wiesbaden kurz nach Mitternacht ein 23-Jähriger bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Er wurde den Angaben zufolge durch Messerstiche getötet. Ein 22-Jähriger wurde schwer verletzt. Zwei Tatverdächtige im Alter von 22 Jahren wurden festgenommen.

Die Polizei kann bisher keine weiteren Angaben zu den Hintergründen der Auseinandersetzung machen. Sie teilte mit, dass der erste Notruf zu den Messerstichen gegen 0.10 Uhr einging. Der 23-Jährige starb vor Ort, der 22-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die zwei Verdächtigen wurden "im Rahmen der intensiven Fahndungsmaßnahmen" festgenommen.

Ein weiterer tödlicher Streit ereignete sich am Silvesterabend im Duisburger Hauptbahnhof. Laut Polizei geriet ein 67-Jähriger gegen 20.30 Uhr am Bahnsteig im Bereich eines Wartehäuschens mit einem 39-Jährigen aneinander. In Zuge dessen soll der 39-Jährige körperlich derart auf den 67-Jährigen "eingewirkt" haben, dass dieser das Bewusstsein verlor und starb. Auch in diesem Fall sind die Hintergründe der Auseinandersetzung unklar.

Seniorin stirbt durch Rakete

Eine Brandkatastrophe in Würzburg scheint dagegen bereits aufgeklärt. Eine 88-Jährige starb nach einem Feuer in ihrer Wohnung in einem Krankenhaus. Die Polizei vermutet, dass eine Rakete ein Feuer auf dem Balkon der Wohnung auslöste, das von dort auf den Innenraum übergriff.

Die Feuerwehr rückte kurz nach Mitternacht zu dem Brand im ersten Stock des Mehrfamilienhauses aus. Als die Flammen gelöscht waren, stießen die Rettungskräfte in der Wohnung auf die bewusstlose Frau. Sie kam in eine Klinik, wo sie im Laufe der Nacht starb.

Zeugen zufolge hatten zuvor drei Menschen vor dem Haus mit Feuerwerk hantiert. Dabei soll mindestens eine Rakete auf den Balkon geflogen sein. Kurze Zeit später sei das Feuer ausgebrochen, heißt es. Die Identität der Verdächtigen ist unbekannt. Die Kriminalpolizei fahndet wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung mit Todesfolge nach zwei Männern und einer Frau.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/AFP

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