Panorama

Waldbrand vor deutscher GrenzeFeuerfront in Belgien schon mehr als einen Kilometer breit 

16.08.2026, 11:46 Uhr
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Das Feuer ändert in der Nacht wegen wechselnder Winde mehrmals seine Richtung. (Foto: picture alliance/dpa)

Der größte Waldbrand in der Geschichte Belgiens wütet weiter nahe der deutschen Grenze. Wechselnde Winde und unwegsames Gelände erschweren die Löscharbeiten der Einsatzkräfte. Einwohner in Monschau können aber vorerst aufatmen.

Der Waldbrand in Belgien an der Grenze zu Deutschland weitet sich aus. Einsatzkräfte hoffen, dass Verstärkung aus dem Ausland und kühlere Temperaturen dazu beitragen, das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerfront erstreckte sich inzwischen über einen Kilometer, wie der öffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtete. Das Feuer änderte dem Bericht zufolge in der Nacht wegen wechselnder Winde mehrmals seine Richtung. Unter Kontrolle ist die Feuerfront noch nicht.

Der Brand, der als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens gilt, hatte bis Samstagabend nach Angaben der lokalen Behörden rund 2700 Hektar Land zerstört. Neben den wechselnden Winden erschwert das unwegsame Gelände des Hohen Venns die Löscharbeiten. Nur wenige Straßen führen in das Gebiet, und ausgedehnte Torfmoore machen die Brandbekämpfung schwierig.

Zum Vergleich: Beim Brand im nur 20 Kilometer von Monschau entfernten Hürtgenwald in der Eifel sind nach Angaben des Kreises Düren etwa 300 Hektar Wald vom Feuer betroffen.

Gefahrenlage in Monschau derzeit entspannt

Es wird befürchtet, dass sich die Feuerfront in Richtung Nordrhein-Westfalen ausbreitet. Die Lage für die Menschen in der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau ist nach Einschätzung der dortigen Feuerwehr aber entspannt. "Wir fahren zurück", sagte Einsatzleiter Philipp Krüger. Schon in der Nacht habe man einen Großteil der rund 90 Einsatzkräfte abgezogen. "Aktuell sind wir noch mit 20 Personen auf Reserve vor Ort.".

Die Feuerfront im belgischen Hohen Venn ist nahe an die deutsche Grenze herangekommen, die Stadt Monschau hatte rund 5000 Bewohnerinnen und Bewohner der Ortsteile Kalterherberg und Mützenich am Samstag vorsorglich gebeten, sich auf eine Evakuierung einzustellen. Monschau liegt rund zwei Kilometer von der Grenze entfernt. Nun sagte aber der Feuerwehrsprecher, diese Warnung werde die Stadt voraussichtlich in Kürze zurücknehmen.

Man beobachte die Brand-Entwicklung weiter ganz genau und werde im Notfall angemessen reagieren und die Kräfte bei Bedarf wieder verstärken. Seit der Nacht habe sich die Feuerfront aber nicht mehr weiter auf Monschau zubewegt.

Zusätzliche Hilfe wird auf belgischer Seite am Sonntag erwartet, nachdem das Land andere EU-Staaten um Unterstützung gebeten hat. Feuerwehrleute aus Deutschland und Luxemburg sowie zwei Hubschrauber aus den Niederlanden sind bereits vor Ort, teilten die lokalen Behörden mit. Nach einer Hitzewelle Anfang der Woche sanken die Temperaturen in Belgien über Nacht. Am Samstag mussten rund 600 Menschen aus zwei Gemeinden in der Nähe des Brandes evakuiert werden.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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