Panorama

Grausiger Fund in Bonn Geköpfter war bereits tot - Haftbefehl gegen Verdächtigen erlassen

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Im Fall der geköpften Leiche sitzt ein Mann in Haft - wegen des Verdachts auf Störung der Totenruhe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fund eines menschlichen Kopfes in Bonn sorgt für Entsetzen. Der Mann, der den Kopf abgelegt hat, führt Ermittler auch zum Rest des Körpers. Nun liegen erste Ermittlungsergebnisse vor. Demnach handelt es sich wohl doch nicht um ein Gewaltverbrechen.

Dem grausigen Fund eines abgetrennten menschlichen Kopfs vor dem Bonner Landgericht könnte entgegen erster Annahmen doch kein Tötungsdelikt zugrunde liegen. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann ersten Erkenntnissen zufolge bereits tot, als sein Kopf vom Rumpf getrennt wurde. Laut rechtsmedizinischer Untersuchung starb er eines natürlichen Todes infolge einer schweren Erkrankung.

Bei dem Toten handelte es sich demnach um einen 44 Jahre alten Mann. Gegen den 38-Jährigen, der den abgetrennten Kopf des Toten vor dem Gerichtsgebäude abgelegt hatte, werde dennoch weiter ermittelt. Wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Nach Polizeiangaben hat er bislang nicht zu den Vorwürfen ausgesagt. Er hatte den Hinweis auf den Fundort des restlichen Körpers gegeben. Der 38-Jährige ist der Polizei vor allem im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität bekannt. Ein mögliches Tatwerkzeug wurde zunächst noch nicht gefunden.

Passanten hatten den Kopf am späten Dienstagnachmittag vor dem Gericht entdeckt, in der Nähe wurde dann kurze Zeit später auch der dazugehörige Leichnam gefunden. Als Tatverdächtiger wurde der 38-Jährige festgenommen. Der zuvor durch Drogendelikte aufgefallene Mann soll wie auch der Tote der Obdachlosenszene zuzuordnen sein.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa

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