Panorama

Puzzlearbeit nach Millionen-CoupGelsenkirchener Sparkasse bleibt nach Einbruch noch für Wochen zu

09.01.2026, 22:04 Uhr
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Einsatzkräfte der Polizei verlassen nach der Durchsuchung die Sparkassenfiliale mit Beweismaterial. (Foto: picture alliance/dpa/Markus Gayk)

Bei ihrem Bank-Einbruch in Gelsenkirchen brechen Diebe Tausende Kundenschließfächer auf. Die Bankräuber hinterlassen ein Chaos im Tresorraum. Ermittler versuchen nun Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Die Fahndung nach den Tätern läuft.

Nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in einer Gelsenkirchener Sparkassen-Filiale bleibt das Institut wegen der laufenden Ermittlungs- und Aufräumarbeiten im Tresorraum noch für Wochen geschlossen. Immerhin soll in der kommenden Woche der sogenannte SB-Bereich mit den Bankautomaten im Foyer wieder geöffnet werden, teilte die Bank mit.

Zahlreiche Polizisten erfassten und fotografierten in der Filiale mit Unterstützung der Sparkasse systematisch die von den Einbrechern zurückgelassenen Dokumente und Gegenstände aus den Schließfächern. Dies geschehe unter notarieller Begleitung und könne noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, so die Sparkasse. Die Polizei hat ihre Kräfte auf rund 100 Beamte aufgestockt. Gearbeitet wird sieben Tage in der Woche, so die Mitteilung.

Die Ermittlergruppe läuft unter dem Namen "Besondere Aufbauorganisation (BAO) Bohrer". Nach dpa-Informationen liegen in dem Tresorraum in einem chaotischen Durcheinander mehrere zehntausend Einzelgegenstände aus den mehr als 3000 aufgebrochenen Schließfächern. Diese müssen erfasst, katalogisiert und zugeordnet werden. Bei der Fahndung nach den Tätern gebe es keinen neuen Stand, sagte ein Gelsenkirchener Polizeisprecher auf Nachfrage.

Bei dem Millionen-Coup Ende Dezember hatten sich die Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle 3250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen.

Der Schaden wird noch ermittelt. Er soll nach ersten Schätzungen der Polizei im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, könnte aber sogar noch deutlich höher sein. Die Täter sind weiter auf der Flucht. Bisher kommt die Polizei bei ihren Ermittlungen nur schleppend voran. "Wir haben keinen Verdacht gegen irgendwen", sagte ein Polizeisprecher. Ersten Erkenntnissen zufolge zog sich die Tat möglicherweise über Tage hin.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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