Panorama

Neuerung beim Einzug der WirteGelungene Premiere - Münchens OB Krause eröffnet das Oktoberfest

19.09.2026, 12:38 Uhr
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Münchens OB Krause (2.r.) zusammen mit seinem Partner (r.) und Bayerns Regierunsgchef Söder nebst Gattin (l.) haben die 191. Ausgabe des Oktoberfestes eröffnet. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein gutes halbes Jahr nach Amtsantritt hat Münchens Oberbürgermeister Krause eine seiner wichtigsten Aufgaben mit Bravour erfüllt. Routiniert stach Krause mit zwei Schlägen das erste Fass an und eröffnete das wohl bekannteste Volksfest.

Mit dem traditionellen Fass-Anstich durch den Oberbürgermeister ist das 191. Münchner Oktoberfest eröffnet worden. Bei seiner Premiere benötigte Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen lediglich zwei Schläge. Mit dem "O'zapft is" startete er das weltberühmte Volksfest. Die erste Maß Bier reichte der 36-Jährige der Tradition folgend dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Während Böllerschüsse den Start des Festes verkündeten, stießen beide auf eine friedliche Wiesn an.

Zehntausende, die in den Zelten seit dem Morgen noch ohne Bier ausgeharrt hatten, bekamen nun auch ihre ersehnte Maß. Unter den Gästen im Schottenhammelzelt waren zahlreiche Prominente wie FC-Bayern-Star Joshua Kimmich, Moderator Florian Silbereisen, DJ Ötzi, das Schlager-Duo Marianne und Michael, Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang, Franz Herzog von Bayern und der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani. 

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Dominik Krause brauchte nur zwei Schläge für den Fassanstich. (Foto: picture alliance/dpa)

Krause brachte für seine erste Wiesn als OB auch eine Neuerung mit. Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang zu einem kurzen Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats 1980. Am Abend des 26. September 1980 hatte dort eine Bombe zwölf Wiesn-Besucher in den Tod gerissen und rund 200 verletzt. Auch der rechtsextreme Täter Gundolf Köhler starb. 

Optimales Volksfestwetter

Bei mildem, sonnigem Volksfestwetter waren die Menschen - die meisten kamen in Dirndl und Lederhose - schon morgens Richtung Festgelände gezogen. Blauer Himmel und Sonnenschein, aber nicht heiß wie im Vorjahr: Es herrschte optimales Volksfestwetter. 

Die Ersten hatten schon in den frühen Morgenstunden noch im Dunkeln an den Zäunen rund um die Wiesn ausgeharrt. Als die Eingänge um kurz nach 9.00 Uhr öffneten, stürmten sie im Laufschritt zu den Bierzelten, um einen guten Platz zu ergattern. Allerdings stoppten die Sicherheitskräfte immer wieder den Ansturm, sodass die Menschen nur nach und nach aufs Gelände gelangten. 

Das Sicherheitskonzept wurde nachgeschärft, nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war. Von einer neuen Koordinierungsstelle für Sicherheitskräfte und Stadt auf dem Gelände sollen die Besucherströme auf dem Festgelände beobachtet und bei Bedarf gesteuert werden. 

600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner im Einsatz

Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Ansammlungen von Menschen erkennen lassen. Zudem ist an den besucherstarken Tagen ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält - und bei Bedarf Durchsagen an die Gäste macht.

Etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner der Stadt München wie auch der Festwirte sind rund um das Fest im Einsatz. Die Polizei sieht sich auch mit Blick auf die jüngsten Drohnen-Vorfälle gut vorbereitet. Es gebe dabei auch Unterstützung vom neuen Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum.

An den Eingängen gibt es Einlasskontrollen. Messer und andere gefährliche Gegenstände sind verboten, für Messer gilt sogar eine Verbotszone rund um das Fest.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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