Panorama

Nach den Sommerferien Grüne wollen Schulhof-Impfungen

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Spätestens Mitte September, je nach Bundesland, kehren die Schülerinnen und Schüler aus den Ferien zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ständige Impfkommission hält Impfungen für Teenager zwischen 12 und 17 Jahren nunmehr für ratsam. Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt schlägt vor, den jungen Menschen nach ihren Sommerferien direkt auf dem Schulhof die Impfung anzubieten - und den Eltern gleich mit.

Die Grünen fordern nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren rasche konkrete Impfgelegenheiten. "Jetzt braucht es Tempo, um einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen, die dann auch gleich ihren Eltern offen stehen", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Auch die Aufklärung und die Informationskampagne müssten nun Schritt halten. "Deswegen braucht es gut verständliche Erklärangebote auch für ältere Jugendliche selbst."

Göring-Eckardt verwies darauf, dass in den meisten Bundesländern Kinder und Jugendliche in den nächsten Wochen aus den Sommerferien zurückkommen. Der Ferienkalender der Bundesländer zeigt, dass in einigen Ländern die Schüler schon wieder die Schulbank drücken, in anderen die Sommerferien aber noch bis Ende August oder gar Mitte September dauern.

Göring-Eckardt dankte der STIKO für die "fundierte Grundlage" ihres Votums. Das unabhängige Gremium hatte am Montag mitgeteilt, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen". Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind in einem Abstimmungsverfahren mit Ländern und Fachkreisen noch möglich. Die STIKO empfahl Impfungen bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren bisher nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe. Impfungen sind laut STIKO aber schon jetzt mit ärztlicher Aufklärung und als individuelle Entscheidung von Kindern und Eltern möglich.

In Deutschland ist inzwischen fast jeder vierte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mindestens einmal geimpft. Aus dieser Altersgruppe kommt der stärkste Zuwachs bei den Erstimpfungen: Innerhalb von einem Monat legte die Impfquote hier um gut neun Prozentpunkte zu. Bei den Senioren waren es nur 1,6 Prozent Zuwachs, was sich dadurch erklären lässt, dass diese Altersgruppe schon überwiegend geimpft ist. Es zeigt sich, dass sich mithilfe der Jugendlichen das Impftempo offenbar merklich beschleunigen lässt. In den mittleren Altersgruppen scheint das Impfpotenzial bereits weitgehend ausgeschöpft.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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