Panorama

Teils droht Blitzeis"Gunda" sorgt für Glätte - viele Schulen zu Wochenbeginn zu

12.01.2026, 04:59 Uhr
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Der ADAC rät, auf unnötige Autofahrten zu verzichten. (Foto: picture alliance/dpa)

Die neue Woche beginnt vielerorts mit glatten Gehwegen und Straßen. "Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei", warnt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. In mehreren Bundesländern entfällt sogar der Präsenzunterricht.

In einigen Bundesländern sind die Schulen zu, der ADAC und der Bundesverkehrsminister mahnen zur Vorsicht: In weiten Teilen Deutschlands soll es durch gefrierenden Regen gefährlich glatt werden. Es besteht vor allem in der West- und Südhälfte hohe Glättegefahr, warnte ntv-Meteorologe Rainer Buchhop.

"Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei", sagte Verkehrsminister Patrick Schnieder der "Bild"-Zeitung mit Blick auf Tief "Gunda", das auf Wintersturm "Elli" folgte. Im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen wegen der Glatteis-Gefahr ebenso geschlossen wie in Niedersachsen und in Bremen. Der Präsenzunterricht fällt aus.

In Nordrhein-Westfalen werde lediglich eine Notbetreuung in den Schulen angeboten, teilte die NRW-Landesregierung mit. Die Behörden in Niedersachsen verwiesen darauf, dass ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden könne. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln.

Wegen der Blitzeis-Gefahr bekommen die Schülerinnen und Schüler in Bremen Distanzunterricht. Das bedeutet, dass die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Hause lernen - angeleitet von ihren Lehrkräften. "Ziel ist es, Risiken auf den Schulwegen zu vermeiden und die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten zu gewährleisten", sagte eine Sprecherin des Bildungsressorts. Für Schülerinnen und Schüler, die nicht zu Hause betreut werden können, wird an den allgemeinbildenden Schulen eine Notbetreuung organisiert. Schulbusse fahren dort am heutigen Montag nicht.

Der ADAC rät, auf unnötige Autofahrten zu verzichten. Gerade bei Blitzeis solle man das Auto lieber stehen lassen, warnte ein Sprecher. In der Nacht meldeten die Polizeibehörden in den betroffenen Ländern zunächst keine glättebedingten Unfälle. Einige Sprecher wiesen jedoch darauf hin, dass sich die Auswirkungen des Wetters erst am Nachmittag zeigen werden.

Die Deutsche Bahn rechnet zu Beginn der neuen Woche trotz der Warnungen nur mit kleineren Einschränkungen durch den gefrierenden Regen. Am Wochenende hatte Wintersturm "Elli" im Norden Deutschlands noch für massive Einschränkungen im Fernverkehr gesorgt. Es sei nicht davon auszugehen, dass es erneut so große Probleme wie am Freitag und Samstag geben könnte, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl. Es seien aber noch Einschränkungen im Zugverkehr in Norddeutschland möglich.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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