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Netflix erpresst Hacker veröffentlicht Folgen von Hit-Serie

Netflix

(Foto: Alexander Heinl/dpa)

Für Netflix ist es ein Albtraum: Ein Hacker erpresst den Streamingdienst. Dieser reagiert offenbar nicht - nun stellt der Kriminelle mehrere Folgen von "Orange Is the New Black" ins Netz. Die sollten erst im Juni laufen.

Ein Hacker hat zehn neue Folgen der Netflix-Serie "Orange Is the New Black" im Internet veröffentlicht. Deren Sendung sollte eigentlich erst in fünf Wochen beginnen. Der US-amerikanische Streamingdienst habe eine Geldforderung des Hackers ignoriert, berichtete die "New York Times".

Eine Sprecherin von Netflix verwies lediglich auf eine frühere Stellungnahme. Darin hatte das Unternehmen erklärt: "Wir wissen von der Situation. (...) Die zuständigen Strafverfolgungsorgane sind eingeschaltet." Bei den gehackten Folgen handelt es sich um Teile der fünften Staffel von "Orange Is the New Black", die dem Publikum vom 9. Juni an vorgestellt werden sollten.

Laut Netflix hatte sich der Hacker bei einem kleinen Unternehmen in Los Angeles, das offensichtlich nicht ausreichend gegen Hacker-Angriffe geschützt war, Zugang zu den Folgen verschafft. Der Streamingdienst hatte das Material zur Nachbearbeitung an die Firma Larsen Studios geschickt, die laut Netflix von etlichen großen Fernsehstudios benutzt wird.

Seitdem behauptet der Hacker oder die Gruppe von Hackern, die sich "thedarkoverlord" nennen, auch von anderen TV-Sendern wie ABC, Fox und National Geographic Filmmaterial gestohlen zu haben, das erst noch gesendet werden soll. Über Twitter wurde den Sendern angedroht, auch diese Programme ins Internet zu stellen, sollten sie den Forderungen nicht nachkommen. Nach Angaben der "New York Times" weigern sich die bedrohten TV-Stationen, zu der Drohung öffentlich Stellung zu beziehen.

Ein oder mehrere Hacker, die den Namen "thedarkoverlord" benutzen, hatten der Zeitung zufolge in der Vergangenheit schon mehrfach Institutionen zu erpressen versucht, darunter auch eine kleine Wohltätigkeitsorganisation für Krebskranke.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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