Panorama
Freitag, 10. August 2018

Bis zu 140 Kilometer pro Stunde: Heftige Stürme fegen über Deutschland

Entwurzelte Bäume, Behinderungen im Straßen-, Zug- und Flugverkehr: Eine Sturmfront mit zum Teil orkanartigen Böen bewegt sich über Deutschland in Richtung Norden. Auch am Freitag gelten noch Unwetterwarnungen.

Mit teils orkanartigen Böen ist eine Gewitterfront über Deutschland hinweggezogen. Im Raum Hannover und an der Nordsee war der Wind besonders stark, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. An der Küste seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern gemessen worden. Der Flughafen Frankfurt am Main musste am Donnerstag kurzzeitig den Betrieb einstellen.

Wegen des Gewittertiefs "Nadine" gibt es auch am Freitagmorgen noch Einschränkungen im Zugverkehr - vor allem im Norden Deutschlands. Auf vielen Fernverkehrsverbindungen müssten Passagiere mit Verspätungen in Folge der Störungen rechnen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Freitagmorgen.

Demnach waren die ICE-Strecken Hannover-Hamburg-Kiel, Bremen-Hamburg sowie Osnabrück-Löhne noch am Morgen gesperrt. Wie lange die Störungen andauern würden, war zunächst unklar. Auf den übrigen Fernverkehrsstrecken würden die Züge teilweise umgeleitet. Auch im Regionalverkehr sollten sich Fahrgäste auf Ausfälle und Verspätungen einstellen.

Unwetterwarnungen gelten teilweise weiter

Am späten Donnerstagabend waren im Norden auch die Strecken des Bahnbetreibers Metronom betroffen, wie das Unternehmen mitteilte. Demnach sei für den Freitagmorgen noch mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Auf der Strecke des RE 3/RB 31 (Uelzen-Lüneburg-Hamburg) sei voraussichtlich kein Zugverkehr möglich. Die übrigen Strecken wie der RE 4/RB 41 (Bremen-Rotenburg-Hamburg) oder der RE 2 (Göttingen-Hannover-Uelzen) seien auch am Morgen noch auf Teilabschnitten gestört, hieß es. Der Betreiber bat alle Fahrgäste, sich frühzeitig zu informieren.

Am heutigen Freitag bleibt die Unwettergefahr vielerorts weiterhin bestehen. Die Höchsttemperaturen liegen dann allerdings nur noch bei 19 bis 27 Grad.

Quelle: n-tv.de