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Auch den Tennisprofis Kerber (Deutschland) und Vekic (Kroatien) machen die Temperaturen bei den Australian Opens zu schaffen.
Auch den Tennisprofis Kerber (Deutschland) und Vekic (Kroatien) machen die Temperaturen bei den Australian Opens zu schaffen.(Foto: picture alliance / Tracey Nearmy)
Freitag, 19. Januar 2018

Extremtemperaturen in Australien: Hitzewelle tötet mehrere Menschen

Im australischen Bundesstaat Victoria sorgen Rekordtemperaturen für mehrere Todesfälle und reihenweise Kreislaufzusammenbrüche. Krankenhäuser müssen in den Notfallbetrieb wechseln, die Australian Open sind beeinträchtigt.

Die andauernde Sommerhitze in Australien hat mehrere Menschen getötet. Im südöstlichen Bundesstaat Victoria um die Großstadt Melbourne schnellte die Zahl von Kreislauf-Zusammenbrüchen in die Höhe, wie der Kommandeur der Rettungskräfte des Bundesstaats, Paul Holman, sagte. Seit Donnerstag seien Notärzte zu mehr als 30 Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand gerufen worden. Mehrere davon seien gestorben. "Hitze tötet", sagte Holman, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

Fünf der acht australischen Bundesstaaten und Territorien melden derzeit Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius. Melbourne erlebte mit 42 Grad den heißesten Tag seit zwei Jahren. Mehrere Krankenhäuser der Stadt wechselten zu Notfallplänen und schalteten nicht notwendige Geräte und Lampen ab, um Stromausfällen vorzubeugen.

Die Hitze beeinträchtigt auch das Weltklasse-Tennisturnier Australian Open, das derzeit in Melbourne stattfindet. Die Französin Alizé Cornet unterlag schließlich der Belgierin Elise Mertens, nachdem die Turnierärztin sie wegen Gleichgewichtsstörungen behandeln musste. Beim ATP-Turnier in Sydney sorgte die Hitze Anfang des Jahres für ähnliche Probleme.

In Sydney hatten Meteorologen bereits am 7. Januar die höchste Temperatur seit Jahrzehnten gemessen - 47,3 Grad Celsius. Damit wurde der australische Hitzerekord von 1939 gebrochen. Schwere Buschfeuer plagen seit Jahresanfang das Land.

Seit 1910 haben sich die Temperaturen in Australien um rund ein Grad erhöht, wie es in einem Bericht der Wetter- und Forschungsbehörde CSIRO heißt. Experten warnen zudem, der Klimawandel habe die Temperaturen im Wasser und auf dem Land steigen lassen. Die Folge seien mehr extreme Hitzetage und schwere Feuerperioden.

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Quelle: n-tv.de