Panorama

Hurrikan "Jose" folgt "Irma" verwüstet Barbuda - Kurs auf Florida

Auf seinem Weg in Richtung US-Küste hinterlässt Hurrikan "Irma" in der Karibik eine Schneise der Verwüstung. Ganze Küstengebiete stehen unter Wasser. Mindestens sieben Menschen starben bisher, dazu melden die Behörden mehrere Schwerverletzte.

Auf seinem Weg durch die Karibik hat der Hurrikan "Irma" schwere Verwüstungen auf der Insel Barbuda hinterlassen. Etwa 90 Prozent aller Häuser seien zerstört worden, sagte der Ministerpräsident von Antigua und Barbuda, Gaston Browne, dem Sender ABS Television Radio. Die Insel mit etwa 1800 Einwohnern sei nun "kaum bewohnbar". Sie soll evakuiert werden, da der nachrückende Hurrikan "Jose" ebenfalls Kurs auf Barbuda nimmt.

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Nach Angaben von Regierungschef Gaston Browne ist mindestens ein Mensch gestorben. Dabei soll es sich um ein Baby handeln, sagte Browne dem örtlichen Fernsehsender ABS. Die Mutter habe versucht, aus einem beschädigten Gebäude zu fliehen. Es sei nicht bekannt, ob es weitere Todesopfer gebe, fügte der Premierminister des Staats Antigua und Barbuda hinzu.

Damit steigt die Zahl der Toten durch den Wirbelsturm auf sieben. Der Hurrikan zog zunächst nördlich an Puerto Rico vorbei weiter nach Westen. In der Hauptstadt des US-Territoriums, San Juan, gingen am Abend heftige Regenfälle nieder. Ein Vertreter des örtlichen Versorgers erklärte per Twitter, mindestens die Hälfte der Häuser und Geschäfte auf der Insel seien ohne Strom.

Kurs Richtung Florida

Derartige Winde habe Puerto Rico noch nie erlebt, erklärte Gouverneur Ricardo Rossello dem Sender CNN. "Wir erwarten große Schäden, vielleicht nicht so große wie auf Barbuda." Meteorologen zufolge dürfte der Hurrikan am Samstag oder Sonntag Florida erreichen. Der US-Bundesstaat hat wie Puerto Rico sowie North und South Carolina den Notstand ausgerufen.

Zudem wurden Evakuierungen angeordnet. Für Freitag sind 7000 Soldaten der Nationalgarde einberufen worden. Gouverneur Rick Scott zufolge könnte "Irma" schwerere Schäden anrichten als der Wirbelsturm "Andrew" 1992, bis heute einer der teuersten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA. Der neue Sturm bedroht möglicherweise auch das Anwesen Mar-a-Lago von Präsident Donald Trump in Palm Beach.

"Irma" ist dem Nationalen Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA zufolge der stärkste Hurrikan, der jemals außerhalb der Karibik und des Golfs von Mexiko verzeichnet wurde. Der Wirbelsturm der höchsten Stufe fünf wies am Mittwoch Windgeschwindigkeiten von 300 Kilometer pro Stunde auf. Die USA werden damit zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen von einem Hurrikan heimgesucht: "Harvey" hatte zuletzt insbesondere an der Küste von Texas schwere Schäden angerichtet. Etwa 60 Menschen kamen ums Leben.

Quelle: n-tv.de, bad/jug/rts/dpa

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