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Kindermörder Martin N. verurteilt Lebenslang für "Maskenmann"

Der Kindermörder Martin N. muss lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Stade ordnet zudem Sicherungsverwahrung für den 41-Jährigen im Anschluss an die Haft an. Außerdem stellen die Richter bei Martin N. die besondere Schwere der Schuld fest.

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Der "Maskenmann" auf einem Phantombild.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen dreifachen Mordes und mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Jungen hat das Landgericht Stade den als "Maskenmann" bekannt gewordenen Serientäter Martin N. zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Richter sprachen den 41-Jährigen schuldig, über Jahre hinweg nachts vermummt in Schullandheime, Zeltlager und Privatwohnungen in Norddeutschland eingedrungen zu sein, um Jungen sexuell zu missbrauchen. Drei seiner Opfer tötete er dabei aus Angst vor Entdeckung.

Das Gericht stellte darüber hinaus die besondere Schwere der Schuld fest. N. musste sich wegen Verbrechen verantworten, die er zwischen 1992 und 2001 beging. Der frühere Jugendbetreuer war erst 2011 nach jahrelanger vergeblicher Suche als der "Maskenmann" identifiziert und angeklagt worden. Er hatte die drei Morde sowie mehrere Missbrauchstaten gestanden.

Mit ihrem Urteil folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte ebenfalls eine lebenslange Haftstrafe beantragt, die Anordnung der Sicherheitsverwahrung sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld allerdings abgelehnt.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

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