Panorama

Weniger Hoffnung für "Hotspots" Montgomery: Schulen könnten im Mai öffnen

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Schulen in Corona-"Hotspots" könnten noch bis Dezember geschlossen bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der bundesweiten Schulschließungen müssen viele Eltern für Ersatzunterricht zu Hause sorgen - neben der Arbeit im Homeoffice. Der Präsident des Weltärzteverbands macht nun Hoffnung: Vielerorts könnten die Schulen im Mai wieder öffnen, sagt Montgomery.

Der Präsident des Weltärzteverbands, Frank Ulrich Montgomery, geht davon aus, dass Schulen in einigen Regionen Deutschlands für den Rest des Jahres geschlossen bleiben. Montgomery sprach sich in der "Bild"-Zeitung für ein nach Corona-Infektionsschwerpunkten gestaffeltes Vorgehen aus. Demnach könnten erste Schulen ab Mai wieder öffnen.

"Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln wie jetzt, sollten wir im Mai damit rechnen können, dass Schulen wieder aufmachen in Regionen, die nicht extrem belastet sind", sagte der Ärztepräsident. Man müsse dann aber auch bereit sein, regional Schulen wieder zu schließen, wenn sich die Lage ändere. In Corona-Hotspots drohe eine Schließung bis Jahresende.

Der langjährige Präsident der Bundesärztekammer warnte vor einem vorschnellen Lockern der geltenden Kontaktsperren und einem raschen Wiederhochfahren der Wirtschaft. "Wir dürfen erst wieder die Kontaktschleusen öffnen, wenn wir sicher sind, dass es dadurch nicht zu einem Anstieg der Todeszahlen kommt." Demnach müsse sich zunächst die Zeitspanne, innerhalb derer sich die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland verdoppelt, auf 14 Tage erhöhen.

Der Experte lobte die von Gesundheitsminister Jens Spahn veranlassten Maßnahmen während der Coronakrise. Auch deshalb könne man eine Situation wie in Italien vermeiden. "Wir werden lange nicht so hohe Zahlen bekommen", sagte Montgomery.

Quelle: ntv.de, agr/AFP