Panorama

Angelus-Gebet am SonntagPapst kann Krankenhaus nach Lungenoperation verlassen

17.10.2026, 12:41 Uhr
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Ob der Papst nun vom Krebs befreit ist, ist nicht bekannt. (Foto: picture alliance / Stefano Spaziani)

Eigentlich war der Krankenhausaufenthalt von Papst Leo XIV. bis zum kommenden Dienstag geplant. Nun hat seine Genesung offenbar so schnell Fortschritte gemacht, dass der 71-Jährige bereits heute nach Hause gehen darf. Am Sonntag steht bereits ein erster Termin an.

Papst Leo XIV. kann nach seiner Krebsoperation das Krankenhaus verlassen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche werde noch heute in den Vatikan zurückkehren und am Sonntag das Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen, teilte der Vatikan mit. Leos Genesung macht offenbar gute Fortschritte, denn eigentlich war der Krankenhausaufenthalt bis zum kommenden Dienstag geplant. Jetzt teilte der Pressedienst des Vatikans mit, die Entscheidung zur Entlassung des Papstes beruhe auf neuen von seinen Ärzten vorgelegten Untersuchungsergebnissen.

Am Freitag veröffentlichte der Vatikan erstmals Bilder des Papstes aus dem Krankenhaus. Darauf ist zu sehen, wie der Pontifex in einer Kapelle der Klinik im Stehen eine Messe feiert. Der gebürtige US-Amerikaner habe sich beim gesamten Personal der Klinik für deren Arbeit bedankt, hieß es. 

Zudem telefonierte Leo am Freitag aus dem Krankenhaus heraus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und bat um eine Waffenruhe in der umkämpften ukrainischen Stadt Oleschky. Der Papst habe "zu einer Waffenruhe aufgerufen, um die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen", teilte der Vatikan am Freitag mit. Der Kreml machte Kiew für die humanitäre Krise in Oleschky verantwortlich.

Unbekannt, ob Papst krebsfrei ist

Dem 71-Jährige war während eines 90-minütigen Eingriffs am Dienstag der Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt worden, um eine vollständige Entfernung eines Adenokarzinoms der Lunge sicherzustellen. Experten zufolge ist dies die häufigste Form von Lungenkrebs. Nun bekommt Leo Physiotherapie, die ihm beim Atmen helfen soll. Ansonsten kann er dem Bulletin zufolge "seine normalen täglichen Aktivitäten völlig selbstständig ausführen". Weitere Angaben machten die Ärzte nicht. Damit bleibt unbekannt, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff jetzt krebsfrei ist.

Experten hielten bereits kurz nach der Operation einen positiven weiteren Verlauf für realistisch. Im besten Fall stehe nach der OP nur Nachsorge an, sagte Jürgen Behr vom Lehrstuhl für Klinische Pneumologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Für Patienten sei der Verlust eines Lungenlappens nicht dramatisch. Er gehe mit etwa 10 bis 20 Prozent Leistungsverlust der Lunge einher, was im Alltag oft kaum auffalle.

Auch Torsten Bauer, Chefarzt der Pneumologie am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin, meinte, wenn die Lungenfunktion von Papst Leo vor der Operation normal gewesen sei, werde er durch den Verlust des Lungenlappens nicht beeinträchtigt sein.

Unklar blieb weiterhin unter anderem, wie groß der Tumor war, ob es weitere Knoten im Lungenlappen gab und ob Lymphknoten befallen sind - all diese Aspekte sind den Experten zufolge entscheidend für die weiteren Aussichten.

Quelle: ntv.de, csi/dpa

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