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Hinweise auf polnische OpferPolens Justiz nimmt Ermittlungen im Fall Epstein auf

11.03.2026, 12:49 Uhr
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Das US-Justizministerium veröffentlichte Millionen Dokumente, die sich auf die Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein beziehen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Ein polnisches Gremium wertet die Millionen Dokumente zum Fall Epstein aus. Die Untersuchung ergibt, dass dem Menschenhandelsring des verstorbenen Sexualstraftäters wahrscheinlich auch junge Frauen aus Polen zum Opfer fielen. Nun beginnen offiziell die Ermittlungen.

Die polnische Justiz hat nach einer ersten Analyse der Epstein-Akten offiziell Ermittlungen wegen mutmaßlichen Menschenhandels eingeleitet. Aus den Dokumenten ergebe sich der begründete Verdacht, dass auch in Polen junge Frauen angeworben worden seien, um sie sexuell auszubeuten. Das teilte die Landesstaatsanwaltschaft in Warschau mit.

Polen hat im Februar als eins der ersten europäischen Länder ein Gremium eingesetzt, um Millionen US-Dokumente zum Missbrauchsring von Jeffrey Epstein auf polnische Spuren zu durchforschen. Dem 2019 in Haft gestorbenen Sexualstraftäter waren viele Frauen zum Opfer gefallen sowie minderjährige Mädchen. Zugleich pflegte der Multimillionär Epstein weitreichende Kontakte in Politik und Wirtschaft der USA und anderer Länder.

Der Warschauer Mitteilung zufolge geht es um "nicht näher identifizierte volljährige und minderjährige Frauen, darunter auch polnische Staatsbürgerinnen". Erster Schritt der Ermittlungen seien Auskunftsersuchen an zwei andere europäische Länder. Diese wurde aber nicht genannt.

Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden.

Quelle: ntv.de, lar/dpa/AFP

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