Panorama

Regeln für Ausflügler Polizei kontrolliert Wintersportgebiete

1997df031c5999932235f41434f15d14.jpg

Die Corona-Regeln müssen auch in den Wintersportgebieten eingehalten werden.

(Foto: dpa)

Ob Waldspaziergang, Langlauf, Alpinski oder Schlittenfahren: Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen bleibt das mancherorts ganz verboten. Wo es erlaubt ist, gilt: Maske tragen, auf Abstand achten - und umkehren, falls der Andrang zu groß ist.

Wegen der Corona-Pandemie bleiben Wintersport oder Ausflüge auch an diesem Wochenende in vielen Gegenden Deutschlands verboten. Auch wenn der Schnee noch so verlockend ist, dort, wo Skifahren und Rodeln erlaubt sind, gelten strenge Vorschriften - und es gibt Kontrollen. In weiten Teilen der bayerischen Alpen stieg unterdessen die Lawinengefahr zudem auf die zweithöchste Warnstufe, viele Ausflugsorte sperrten deshalb Wanderwege und Loipen.

"Der Nationalpark Harz hat das Spuren der Loipen eingestellt, weil das möglicherweise Leute anlocken könnte", sagte Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises Goslar. Der Harz sei derzeit ein "Winter Wonderland", das zu viele Ausflügler anziehe. Polizei und Ordnungskräfte kontrollierten verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht auf Rodelhängen und Parkplätzen und ließen Falschparker entlang der Landstraßen abschleppen.

Im Erzgebirge bleibt die weiße Pracht wegen der Corona-Beschränkungen Einheimischen für Spaziergänge oder Skitouren vorbehalten: Sport und Bewegung im Freien sind in den sächsischen Hotspots nur im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs erlaubt. Bei Streifenfahrten werde weiterhin kontrolliert, ob die Corona-Regeln eingehalten werden, hieß es in der Polizeidirektion Chemnitz. Die alpine Skisaison 2021 war für Sachsen vor einigen Tagen komplett abgesagt worden, die Lifte öffnen nicht mehr.

Im niedersächsischen Landkreis Holzminden bleiben die größten und am stärksten besuchten Rodelhänge aufgrund der Corona-Pandemie weiter gesperrt. Der Kreis hatte seine entsprechende Allgemeinverfügung wegen der anhaltend kalten Witterung bis Ende Januar verlängert. Rodeln ist verboten, Ski-Langlauf oder das Hinterherziehen eines Schlittens beim Spazierengehen dagegen erlaubt. Im Sauerland und in der Eifel bleiben viele Ski- und Rodelhänge, Parkplätze und Zufahrten gesperrt.

Lawinengefahr wächst

Auch in den hessischen Mittelgebirgen ist erneut mit zum Teil deutlichen Einschränkungen zu rechnen. Im beliebten Skigebiet Willingen werden sämtliche Pisten und die dazugehörigen Parkplätze von Freitag bis einschließlich Sonntag gesperrt. Bei hohem Besucherandrang sei es sonst nicht möglich, die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu kontrollieren, begründete die Stadt die Entscheidung. Aus dem Hochtaunuskreis hieß es: "Die aktuelle Wetterlage mit einer Mischung aus Tau und Neuschnee macht das Gebiet rund um den Großen Feldberg nach wie vor zu einer lebensbedrohlichen Gefahr für alle Besucher." Die Sperrungen würden bis einschließlich Montag verlängert.

Für die Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen schätzen die Experten des Lawinenwarndienstes die Lawinengefahr durchgängig in sämtlichen Höhenlagen als groß ein, ebenso in den Bayerischen Voralpen ab 1500 Metern. Im östlichen Alpenraum ist sie in diesen höheren Lagen erheblich. "Die Situation bleibt angespannt", betonte der Lawinenwarndienst Bayern.

Laut Prognose der ntv-Wetterexperten bleibt es am Wochenende winterlich. Die Temperaturen bewegen sich weiter um den Gefrierpunkt, vielerorts schneit es. Am Samstag werden im Südosten und Osten Deutschlands noch einzelne Schneeschauer erwartet. Die Höchstwerte liegen in den meisten Regionen in Deutschland zwischen minus sechs und zwei Grad. In der Nacht zum Sonntag breitet sich von Westen her Schneefall aus, der teils in Regen übergeht. Vor allem in den östlichen Mittelgebirgen und am Alpenrand werden erhebliche Mengen Neuschnee erwartet.

Quelle: ntv.de, sba/dpa