Maschine krachte in ein HausRettungskräfte bergen zweiten Toten nach Flugzeugabsturz

Ein Kleinflugzeug stürzt im Landkreis Oldenburg in ein Wohnhaus - beide Insassen sterben. Die Bewohner des Einfamilienhauses hatten dagegen Glück im Unglück. Die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls laufen, die Bergung des Wracks gestaltet sich aufwendig.
Auch die vermisste Person ist nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus tot aufgefunden worden. Bei dem Unglück im niedersächsischen Landkreis Oldenburg starben insgesamt zwei Männer, wie ein Polizeisprecher sagte.
Stundenlang hatten Einsatzkräfte nach dem vermissten zweiten Insassen gesucht. Die Maschine soll kurz vor dem Absturz in Bremen gestartet sein, dann verlor sie in einer Wohnsiedlung in Ganderkesee an Höhe. Unklar ist bislang die Ursache des Unglücks. Weitere Angaben zu den Toten machte die Polizei zunächst nicht. Im Laufe des Abends sollte es mehr Informationen geben, so der Sprecher.
Die Bewohner waren nicht zu Hause, als das Flugzeug in das Dach ihres Hauses krachte. Weitere Verletzte gab es demnach nicht. Gegen 11.00 Uhr waren die Feuerwehr sowie weitere Einheiten von Rettungsdienst und Polizei zu dem Absturz gerufen worden.
Stromversorgung vorübergehend unterbrochen
Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Menschen in der Wohnsiedlung, die das Unglück unmittelbar miterlebt oder sich in der Nähe befunden hatten. Für Anwohner wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. Um den Einsatzort wurden im Radius von hundert Metern die Häuser evakuiert. Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um eine vorsorgliche Maßnahme. Es bestehe keine Gefahr für die Allgemeinheit, hieß es.
Aus Sicherheitsgründen wurde auch die Stromversorgung der Straße vorübergehend unterbrochen. Polizei und Feuerwehr waren mit vielen Kräften vor Ort. Sie sicherten auslaufende Betriebsstoffe und kümmerten sich um die aufwendige Bergung des Wracks aus dem Dach. Für die Dauer des Einsatzes wurde der Luftraum über dem Bereich gesperrt.
Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen waren der Polizei zufolge äußerst komplex und zogen sich über mehrere Stunden. Die weiteren Ermittlungen sollen in Abstimmung mit der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) geführt und in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.